Hallo Bianca,
ich kann Deine Sorgen und Gedanken gut verstehen.
Ronja hat auch eine E-Hüfte seit Geburt (rechtsseitig). Ich habe sie operieren lassen und der TA gab ihr dann 7 bis 8 Jahre.
Nach 7 Jahren bekam sie Schmerzen und ich habe die GA machen lassen. Damals war sie 9 Jahre alt.
Sie lebte damit 2 Jahre schmerzfrei.
Vor einem Jahr fing sie wieder an zu lahmen und ich entschied mich für eine Neuraltherapie, die immer gut angeschlagen hat. Die Abstände zwischen den Behandlungen waren 8 bis 10 Wochen.
Seit vier Wochen humpelt sie nun auch ab und an vorne und ich war bei meinem TA. Dieser meinte, dass wir die Abstände wieder verringern sollten, das war mich auch klar. Wir werden jetzt alle vier Wochen gehen.
Allerdings merke ich jetzt (ist gerade mal 14 Tage her seit der letzen Behandlung), dass es schlimmer wird. Sie humpelt täglich immer mal wieder, ist aber ansonsten echt fit und kopfmäßig voll da.
Auch möchte sie noch arbeiten und spazieren gehen, was ich auch uneingeschränkt tue.
Sie durfte in ihrem Leben alles machen was sie wollte, ich habe sie nie geschont und immer gesagt, dass sie ein lebenswertes Leben haben sollte, auch wenn sie dadurch vielleicht um einige Jahre beraubt wurde.
Klar haben wir keinen Hundesport gemacht und ich habe versucht hohe Sprünge zu vermeiden, aber alles andere war ihr überlassen.
Ich konnte auch die Leute nicht verstehen, die ihre HD-kranken Hunde nicht mehr von der Leine lassen und nur noch um den Block gehen, denn es könnte sich ja verschlimmern.
Die Augen dieser Hunde waren müde, während Ronjas Augen immer strahlten.
Ich mache mir nun auch Gedanken denn es wird nicht besser werden.
Allerdings werde ich ihr, wenn es sich wirklich nicht bessert, Rimadyl geben. Wenn sie damit noch einige Monate gut leben kann, dann ist das für mich in Ordnung. So lange ihre Augen glänzen, ist alles ok. Wenn diese mal sehr müde werden, dann werd ich auch den richtigen Zeitpunkt finden.
Ich habe diese Tabletten schon über ein Jahr in meinem Schrank, es war nie notwendig, aber demnächst wird sie sie bekommen.
Ronja wird im August 12 Jahre alt und ich hoffe sehr, dass wir noch lange zusammen bleiben können.
Auch habe ich einen TA an meiner Seite der mir immer sagt was er an meiner Stelle tun würde wenn es sein Hund wäre. Das hilft mir ungemein.
Ich würde Ronja jetzt auch nicht mehr operieren lassen, sondern nur schauen, dass sie keine Schmerzen hat. Werden diese irgendwann so starkt, dass ich es merke, dann werde ich den letzten Schritt gehen.
Auch würde ich nicht mehr zögern wenn sie nicht mehr laufen kann, denn das könnte ich ihr nicht antun.
Lieben heißt auch loslassen.
Fühl Dich mal gedrückt
Liebe Grüße
Steffi