Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    also generell ist so, dass ich nicht viel rede, aber wenn, dann sollte man mir zuhören und auch folgen. Also Hund wohlgemerkt... :D
    Ich sag auch nichts wenn ich umdrehe oder in einen Weg einbiege. Hier erwarte ich einfach, dass Mister Hund nach mir schaut.

    Wenn er nicht kam, dann war ich verschwunden.
    Am Anfang hab ich ihn gerufen wenn ich die Möglichkeit hatte mich zu verstecken.
    Das Schlimmste für ihn war wenn ich ihn alleine gelassen habe. Ich kam dann auch nicht sofort aus meinem Versteck, sondern hab Hundi suchen lassen. Wenn er ein paar Mal panisch vorbeigerannt war, dann bin ich wie beiläufig einfach meinen Weg weitergegangen.

    Wenn er kam, dann hab ich eben ein Fangspiel gemacht, oder zufällig ein tolles Buddelloch gefunden. Wie gesagt es war schwierig ihn zu belohnen. Von daher ist der Rückruf schon ein bisschen auf Angst aufgebaut.

    Das zusammen (verstecken, oder weglaufen, im schlimmsten Falle anleinen und heim gehen) hat dazu geführt, dass er aufmerksamer wurde und kam.

    Ohne Leine war er auch nicht mehr so jagdmotiviert wie mit Leine, denn schließlich hing ich ja hinten dran und er konnte mich nicht verlieren...

    Ihm geht es anscheinend auch nicht unbedingt ums nachlaufen, sondern ums aufstöbern. Das vermute ich, weil er sich von einem Fasan abrufen lief obwohl er in gestrecktem Galopp hinrannte und nur noch 10 Meter weg war. Bis dato hatte er keine Möglichkeit zu jagen und konnte daher auch nicht wissen, dass Vögel wegfliegen.

    Letztens konnte ich ihn auf von einem Hasen in einem Gebüsch abrufen. Ist zwar nochmal was anderes als auf dem freien Feld, aber ich glaube einfach mal, dass ich ihn abrufen könnte. So lange er mir nichts gegenteiliges beweist, hat er mein Vertrauen.

    An der Schlepp war er bei Hasensicht übrigens nicht mehr zu halten und ist rum wie ein Brummkreisel. Ohne Schlepp ist er viel leichter lenkbar und wie gesagt aufmerksamer.

    Liebe Grüße und ich lass euch wissen wenn er einem Hasen nach ist und ich geleutert bin.

    Steffi

    Hallo,

    Du kannst das AUS auch mit zwei gleichen Spielzeugen üben. Wenn sie das eine fallen lässt, kannst Du sie sofort mit dem anderen bestätigen.

    Hunde, die AUS schon als negativ verknüpft haben, halte ich auch gern mal einen Leckerbissen vor die Nase. Der Hund spukt dann irgendwann das Spielzeug direkt aus wenn er es zurück bringt, denn er erwartet etwas Positives. Meist schon nach ein paar Wiederholungen.
    Wichtig ist nur:

    in dem Moment wo sie es fallen lässt, AUS sagen und dann erst mit dem Leckerli bestätigen.

    Übe das, denn es ist wirklich wichtig und soll ja für den Hund auch positiv verknüpft werden und nicht:
    ach Mist, jetzt spuck ich es aus und dann ist es weg.

    Man muss dann auch nicht jedes Mal bestätigen, sondern kann das langsam ausschleichen wenn der Hund gelernt hat, dass AUS nicht negativ ist!

    Filou hatte ja auch so ein Problem und ich habe sogar "gestohlene Sachen" die eigentlich nicht für den Hund gedacht waren und die er schon weggebracht hatte, nochmals geworfen zum Bringen.
    So hab ich es geschafft, dass er mir alles bringt.
    Manchmal bekommt er es wieder und manchmal nicht, aber er bringt es freudig.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich habe/hatte ja mit Filou keinen einfachen Hund, sondern musste immer aufpassen. Das alles niederzuschreiben würde den Rahmen sprengen.

    Er war ein Jahr lang konsequent an der Schlepp (in der Hand, denn ich halte auch nichts vom schleifen lassen). Als der Grundgehorsam einigermaßen saß habe ich ihn abgeleint. Immer mal wieder ein paar Minuten.

    Mit der Zeit wurde mein Vertrauen in ihn immer größer und auch seine Aufmerksamkeit draußen mir gegenüber wurde besser. Allerdings hat das auch erst im Freilauf richtig angefangen, denn da musste er auf mich achten, an der Schlepp nicht, denn er wusste ja wo ich war.

    Mittlerweile läuft er ständig frei. An fremden Menschen läuft er vorbei, er ist abrufbar. Von Fasanen kann ich ihn abrufen, bei Hasen bin ich noch nicht sicher!

    Nur ein Problem haben wir draußen:
    er ist dermaßen auf suchen und jagen aus, dass er überhaupt nicht motivierbar ist. Heißt: egal welche Leckereien und Spielzeuge ich mitnehme, es interssiert ihn nicht!
    Auch Fährten nachgehen interessiert ihn nicht. Ich kann ihn nicht bestätigen, denn es gibt für ihn nichts Tolleres als Spuren nachzugehen und seine Kreise weit ab von mir zu ziehen. Er hat mich im Auge, aber entfernt sich sehr weit!

    Ich habe mich damit abgefunden und wir haben einen Pakt geschlossen. Also viel mehr ich mit mir selbst, Hund hält sich nur dran. :lol:

    Das sieht so aus, dass er tun und lassen kann was er möchte, aber auf Pfiff hat er sofort zu kommen. Das funktioniert auch auf 100 Meter und mehr! Er achtet wo ich bin und kommt sofort auf Pfiff oder wenn ich die Arme in die Luft hebe. Das ist das Zeichen wenn er sehr weit weg ist.
    Ab und an nimmt er mal ein Leckerli, aber nur äußerst selten und die Bestätigung für ihn ist: der erneute Freilauf!
    Einzig ein Fangspiel mit mir ist ab und an interessant und das mache ich oft nach dem Rückruf!

    Viele sind entsetzt wenn sie sehen wie weit er sich von mir entfernt, aber auch genauso überrascht wie er angerannt kommt wenn ich pfeife! Ich bin mittlerweile die Ruhe selbst, auch wenn ich das früher nicht war.

    Generell ist es auch wichtig, nicht ständig zu rufen, sondern den Hund auch mal machen lassen.
    Ich rufe nur wenn es wirklich wichtig ist.

    Mein Tipp:
    lasst eure Hunde so lange an der Schlepp bis der Rückruf klappt und dann tastet euch langsam vor. Je öfter ihr positives erlebt um so sicherer werdet ihr werden. Bleibt er Hund ewig an der Schlepp, kann keiner von Euch sicherer werden.

    Filou ist mein erster Secondhandhund und bei allen anderen habe ich nie eine Schlepp gebraucht, sondern alles direkt im Freilauf geübt. Das war und ist das Beste!

    Liebe Grüße

    Steffi, die endlich entspannt spazieren gehen kann.

    Hallo Bianca,

    genau das ist auch der Grund warum ich Ronja bisher noch keine Schmerzmittel gegeben habe.
    Sie ist sehr schmerzresistent und jault nicht mal wenn sie in eine Glasscherbe tritt.
    Sie ist ein Bordercollie und dreht dementsprechend draußen auf.

    Eigentlich könnte ich sie gehen lassen bevor ich ihr Schmerzmedikamente gebe, aber auch ich möchte meinen Hund nicht verlieren.
    Ja, auch ich bin ein Egoist wenn man das so nennen möchte. Das wird mir immer klarer je mehr ich zu dem Thema schreibe.

    Ich weiss, dass diese Schmerzmedikamente das Letzte sind was ich tun kann und wenn sie diese bekommt, dann gibt es danach nichts mehr.
    Also hast Du da schon recht, aber:
    Wenn sie mit den Medis noch ein paar schöne Monate hat, dann ist es doch auch ok, oder? Ich möchte sie aber auch keiner Zeit berauben...
    Sollte sie nicht mehr laufen können, dann würde ich sie mit Sicherheit erlösen. Quälen möchte ich sie nicht!

    Ronja hat mich vor einer Woche so angesehen wie Du es beschrieben hast. Sie stand auf, wollte aus dem Korb hüpfen und mit mir nach oben gehen, da ich schlafen gehen wollte.
    Sie konnte nicht richtig laufen und musste mit dem Schwanz ausbalancieren.
    Ich habe mich auf die Treppe gesetzt und sie hat mich angesehen. Dieser Blick ging mir durch und durch und ich bin in Tränen ausgebrochen.
    Sie schien mich zu fragen: was ist los mit mir? Warum geht es nicht mehr?

    Ich hab sie nur in die Arme genommen und ihr gesagt, dass sie unten bei den Katzen schlafen dürfe, aber sie wollte mit hoch.
    Da war mir klar, dass ich mich langsam an den Gedanken gewöhnen muss, dass sie nicht ewig lebt. Es war das erste Mal, dass es wohl auch ihr irgendwie bewusst war, dass es nicht mehr so ist wie früher...

    Ich verbringe sehr viel mehr Zeit mit ihr alleine und sie begleitet mich wie früher jeden Tag durch meinen Alltag. Sie ist da und ich genieße es mehr denn je, denn im Hinterkopf habe ich die Ffrage: Wie lange noch?

    Die letzten drei Tage waren gut und heute ist sie mit mir durch den Schnee gehüpft und hat sich gefreut wie wahnsinnig. Ihre Augen haben geleuchtet und nun sitzt sie neben mir und genießt die Streicheleinheiten.
    Keiner käme auf die Idee sie als krank einzustufen wenn man sie so über das Feld laufen sieht!

    Ja, Du hast recht. Die Hunde leben im Hier und Jetzt, das ist es auch was mich immer wieder hoch zieht und was mich stark sein lässt wenn ich schwach werden könnte.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ob die Chemie nicht stimmt, kann hier keiner beurteilen.
    Ich habe auch einen Spanier und nun sind es zwei Jahre wo er hier ist.
    Es hat alles gedauert und dauert immer noch, das muss man wissen.
    Es muss nicht so sein, kann aber.

    Bei ihm waren Menschen mit Hunden nie ein Problem, sondern auch die Menschen, die keinen Hund hatten.

    Wenn die Chemie einfach nicht passt und Deine Mutter unglücklich ist und Du auch der Meinung bist, dass es nicht klappt, dann gebt sie zurück. So hart das ist.
    Es kommt vor, dass zwei nicht zusammen passen und dann muss man es nicht auf Biegen und Brechen probieren.

    Ich kann Dir eben nur den Tipp geben abzuwarten und der kleinen Maren Zeit zu lassen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich schließe mich da an und kann Dir auch nur zu einem Trainer raten.
    Wenn man Deine Hündin einschätzen möchte, dann muss man sie sehen und das geht nur vor Ort.

    Staffy hat ja schon jemanden empfohlen und vielleicht solltest Du da einfach mal anrufen und einen Termin vereinbaren.
    Wenn Du weiter daran rumdockterst und Dir aber nicht sicher bist, dann kann der Schuss ganz gewaltig nach hinten losgehen.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und würde mich freuen wenn Du weiter berichten würdest wie es läuft.

    Ich kenne nur einige Kangals und diese sind bis auf einen nicht verträglich. Der Eine ist aber auch erst zwei Jahre alt. Alle wurden gut sozialisiert und dennoch kam es irgendwann zu Problemen mit anderen Hunden.
    Da war es auch egal ob Männlein oder Weiblein.

    Viele Probleme fangen bei den Herdenschutzhunden erst mit 4 Jahren an, da sie Spätentwickler sind.

    Liebe Grüße und vielleicht ist es bei Dir ja anders und Dir kann geholfen werden. Ich wünsche es Dir.

    Steffi

    Hallo,

    das kann wirklich noch dauern.
    Wenn sie eine Straßenhündin war, dann ist ihr das Leben draußen vertraut, dort kennt sie sich aus.
    In einer Wohnung war sie vielleicht noch nie wirklich und da ist ja alles anders als draußen. Neue Geräusche, Menschen, die in ihrer Nähe sind und auch noch aufmerksam zu ihr sind.

    Das alles kennt sie wahrscheinlich nicht, denn auch auf einer Animal Station kann sich keiner stundenlang mit nur einem Hund beschäftigen.

    Ich würde ihr auch das Futter aus der Hand geben und ihr erstmal zeigen, dass ihr im Haus gar nichts passiert.
    Deine Mum soll sie auch viel ignorieren und nicht versuchen sie zu locken, denn das macht solche unsicheren Hund noch unsicherer, denn wie gesagt: Aufmerksamkeit kennt sie wahrscheinlich nicht und ist daher auch misstrauisch wenn sie welche bekommt.

    In Spanien bekommen viele Straßenhunde nur negative Aufmerksamkeit und lernen sehr schnell, dass Menschen, die sich ihnen nähern nicht immer gut zu ihnen sind.

    Draußen kann sie ausweichen und ist nicht so beengt wie in der Wohnung.

    Gib ihr ganz viel Zeit und habt Geduld

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich kann Mücke nur recht geben. Stell das Futter hin und geh weg. Lass es stehen und nimm es nach einer gewissen Zeit wieder weg.

    Ich vermute, dass sie mit Männern und Futter irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht hat. Lass ihr mal noch Zeit und wenn sie mal nichts frisst, dann bringt sie das auch nicht um.

    Nimmt sie Leckerlis von Dir?

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich weiss nicht ob da ein Vibrationshalsband helfen kann, denn wenn er durch das vibrieren erschreckt, dann können zwei Sachen passieren:

    Entweder er rennt panisch davon und verknüpft im schlimmsten Falle das Vibrieren mit dem anderen Hund, oder

    er erschreckt, verknüpft es mit dem Hund und geht erst recht nach vorne.

    Wie wäre es denn mit einem richtig gut konditionierten Abbruchkommando?
    Hast Du da mal dran gedacht?

    Da brauchst Du nicht Vibrierendes und auch sonst keine Hilfsmittel.

    Je nachdem wie sehr sich die Situation hochschaukelt würde ich zum Beispiel auch einfach mal dazwischen gehen und ihn wegdrängeln. Das geht natürlich nur wenn noch keine Beisserei im Gange ist.

    Ist irgendetwas passiert, oder reagiert er schon immer so?

    Liebe Grüße

    Steffi