Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    Filou war ähnlich. Auch er ist ein Secondhandhund der aus Spanien kommt und dort einiges Negatives erlebt haben muss. Zudem ist/war er ein sehr unsicherer Hund.
    Angriffsfläche bot meine Freundin, denn auch sie war zu "nett" zu ihm und schenkte ihm immer Aufmerksamkeit wenn er sie forderte. Es gab bei ihr auch keine Regeln. Einen unsicheren Hund verunsichert das noch mehr, da er feste Grenzen braucht um sich sicher zu fühlen.

    Bei uns habe ich ganz feste Regeln eingeführt an die sich meine Freundin halten muss und auch gerne hält! Auch sie wurde von Filou einmal gestellt und leider auch attackiert (ohne Blutvergießen, aber es war eine deutliche Maßregelung von seiner Seite)!
    Sie nahm mich damals einfach nicht ernst, meinte ich würde übertreiben, er sei doch soooo lieb.
    Er ist ein guter Hund, dem einfach nur die Führung gefehlt hat. Da sie oft mit ihm allein zuhause war hat ihm die Sicherheit gefehlt die er bei mir hatte.

    Es kam seitdem (fast 1,5 Jahre) nichts mehr vor. Sie hat auch wieder Vertrauen in ihn, wenn auch nicht so wie vorher.

    Dir hier aber irgendwelche Ratschläge zu geben wäre fatal.

    Ihr solltet euch einen Trainer suchen und zwar besser heute als morgen. Wenn eure Trainerin im Urlaub ist, dann sucht euch einen anderen. Links und Namen habt ihr ja bekommen.

    Es ist nicht schön wenn ein Hund drohend vor einem steht und der nächste Schritt wäre ein Abschnappen, oder offensiver Angriff. Vor allem wenn ihr nicht wisst was er mit dem Drohen bezwecken möchte. Eine falsche, auch unbewusste Handlung seitens Deiner Freundin könnte es zum eskalieren bringen.
    Bei der Größe möchte ich mir das nicht vorstellen!

    Ich wollte Dir damit nur aufzeigen, dass man alles in den Griff bekommen kann wenn man weiss wie. Eine aussenstehende Person sieht viel mehr als die Besitzer selbst.

    Auch wenn ich mit Hunden arbeite, so ist es immer wieder etwas anderes mit seinen eigenen Hunden zu arbeiten und manchmal braucht man auch als Trainerin einen anderen Trainer, der einem die Augen öffnet. Das ist keine Schande, sondern menschlich.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich würde da auch unterscheiden.
    Ein Fuß, wie auf dem Platz, verlangt sehr hohe Aufmerksamkeit des Hundes. Das würde ich nicht ewig machen, sondern immer nur ein kurzes Stück.
    Bedenke auch die ganze Ablenkung die auf einem normalen Spaziergang sind. Das ist etwas ganz anderes wie ein reizarmer Hundeplatz.

    Nimm Dir mal was Leckeres mit und halte es vor Deinen Bauchnabel. Lass ihn Fuß laufen und er wird dichter bei Dir sein und auch hochschauen. Macht er das ein paar Meter, dann gib ihm das Lecker.
    Clickern kannst Du es auch, das funktioniert auch gut. Ist bei mir mit zwei, oder drei Hunden aber schwierig.

    Ansonsten reicht doch ein Laufen ohne ziehen für den normalen Spaziergang aus.

    Ich würde nie ein korrektes Fuß verlangen wenn ich nur spazieren gehe. Mal ein paar Übungssequenzen ok, aber das war es dann schon.

    Bei mir ist es auch so, dass die Hunde die Leinenlänge nutzen dürfen die sie zur Verfügung haben.
    Nehm ich die Leine kurz, dann läuft Filou auf der Fußposition, aber auch nicht press neben mir. Auch darf er sich die Gegend anschauen und muss mich nicht "anhimmeln".

    Ohne Leine ist es so, dass ich ihm beigebracht habe zu mir zu kommen und sich neben mich zu stellen. Wir laufen dann weiter und er bleibt so lange an meiner Seite bis ich ihn mit "Lauf" wegschicke.

    Klappt immer besser, aber auch noch nicht immer. Er lernt noch.
    Läuft er zu weit vor, dann bleib ich stehen und er ordnet sich wieder neben mir ein. Aber auch das ist für mich kein Fußlaufen. Es dient bei mir dazu seine Aufmerksamkeit auf mich zu steigern. Er muss mich also immer im Blick haben und hat dadurch weniger Aufmerksamkeit für Wild.
    Kommt er sofort zu mir wird das derzeit noch jedes Mal belohnt.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    hast Du mal versucht einfach nach dem Spaziergang mit ihr an der Leine ins Wohnzimmer zu laufen?
    So ganz selbstverständlich?

    Wie sieht es denn mit den anderen Zimmern aus?
    Betritt sie diese?

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    sorry, aber das war so nicht gemeint.
    Es waren die Worte und der Tonfall des Jägers. Diesen kann ich hier leider nicht wiedergeben.

    Natürlich braucht ein Hund Gehorsam und meiner war zu diesem Zeitpunkt des Gespräches an der Schlepp.
    Da bin ich ganz eurer Meinung und meiner war genau aus diesem Grund 1,5 Jahre an der Schlepp.

    Es war das Aufbauen des Jägers vor mir, die Wortwahl und der Tonfall!

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    Typen die mit diesen Geräten Hunde scharf machen, oder sie beim Fußlaufen quälen, werden diese Geräte weiter benutzen um den Grundgehorsam aufzubauen (aufzutackern).

    Sollten diese Geräte nicht mehr verkauft werden, dann werden sie in den Kellern selbst etwas herstellen was den Hund dazu bringt das zu tun was sie möchten.

    Menschen sind sehr einfallsreich wenn es darum geht andere Lebewesen (ob Hund oder Mensch) zu quälen.

    Ich muss sagen, dass ich bei dem Streit um die Gräte sehr zwiegespalten bin.

    Vor ettlichen Jahren hatten wir eine Colliehündin die jagte was das Zeug hielt. Hier half keine lange Leine (Schleppleine kannte man da noch nicht wirklich), noch Hundeplatzarbeit (Grundgehorsam und Abruftraining, Spuren suchen).

    Irgendwann (nach über einem Jahr Training) kam die Trainerin zu uns und bat uns mit ihr ein Stück zu laufen.
    Unser Collie wurde verhaltensauffällig weil sie nur noch an der Leine war.
    Wir haben sie damals beschäftigt (wir Kinder machten Gartenagility mit ihr und jeden Abend durfte sie die Kaninchen aus den Tannen treiben).
    Zusätzlich waren wir zwei Mal die Woche auf dem Platz und fuhren jeden Tag Rad mit ihr.
    Wir sprachen die Probleme durch und die Trainerin gab uns ein Stromhalsband. Sie stellte es auf die niedrigste Stufe und gab es meinen Eltern (ich war damals 11 Jahre alt) in die Hand.
    Diese hielten es und die Trainerin drückte den Auslöser.
    (Was man an seinem Hund verwendet, sollte man erstmal an sich selbst verwenden waren ihre Worte).

    Sie erkärte uns damals genau die Anwendung des Gerätes.
    Der Hund müsse immer eine Alternative habe und diese auch kennen/beherrschen.
    Es darf nicht für etwas anderes verwendet werden als für das Nichtjagen!
    Das Grät hatte sie vor der ersten Anwendung erstmal zwei Wochen tragen müssen und das Abruftraining wurde von der Trainerin kontroliert (nicht auf dem Platz, sondern im Feld auf den normalen Spaziergängen an der langen Leine)

    Wir mussten es zwei Mal nutzen und unser Hund konnte danach bis zu ihrem Tod (10 Jahre) frei laufen. Zwei Jahre haben wir alles Mögliche probiert um sie davon abzuhalten

    Die Probleme mit ihr verschwanden, sie tobte sich aus und wir beschäftigten sie weiter wie vorher auch.

    Ganz ehrlich:
    für diesen Hund war es ein Segen!

    Viele meinen, dass man es den Hunden ansähe und sie seelische Wracks wären, das stimmt wenn es falsch angewendet wird.
    Unserem Hund sah man gar nichts an, denn sie kam freudig wenn man sie rief. Schließlich wartet ein Stück Putenfleisch auf sie. Warum sollte sie sich also nicht freudig für das Kommen entscheiden?

    Ich bin kein Verfechter dieser Geräte, jedoch muss man differenzieren und darf nicht alles schwarz sehen.

    Generell bin ich für ein Verbot weil es oft total falsch verwendet wird. Von Menschen, die sich mit Hunden nicht beschäftigen wollen, sondern die "schnelle" Lösung wollen.
    Diese Menschen scheuen aber auch nicht davor zurück den Hund zu treten oder zu schlagen, noch ihn sonstwie zu quälen.

    Auch bin ich zu der Ansicht gekommen, dass Sprühhalsbänder wesentlich schlimmer sind in der Anwendung.
    Sie sprühen ja nicht lautlos sondern mit einem Zischen! (zischen kann es immer mal im Haushalt: Flaschen öffnen, Sahnespender, usw)
    Auch das hab ich mal anders gesehen, mich aber dann mit der Materie intensiv befasst!

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    eventuell hat sie auch der Urlaub etwas durcheinander gebracht.

    Ich würde sie generell jetzt erstmal an die Schleppleine legen und das sichere Abrufen üben.
    Es ist nicht so angenehm wenn ein Hund so angestürmt kommt, dann eventuell noch pöbelt und Du zu weit weg stehst um eingreifen zu können.

    Wenn sie sich umschaut sobald Du sie anleinst, dann solltest Du sie immer mal wieder ranrufen, anleinen und wieder ableinen. Das kannst Du auch an der Schleppleine üben indem Du einfach eine kurze Leine ans Halsband machst.
    So verbindet sie das Anleinen nicht mit: Oh da muss was interessantes sein!

    Vielleicht war ihr Tagesablauf auch etwas anders weil ihr Urlaub hattet und auch das kann einen etwas unsicheren Hund aus dem Gleichgewicht bringen.

    Zumal sie mit drei Jahren auch erwachsen wird und der Ridgeback ist ein Wach-und Schutzhund. Könnte es sein, dass sie Dich beschützen möchte?
    Wie reagiert sie denn wenn ein Hund oder eine Person nah zu Dir ran kommt?
    Wie verhält sie sich im Haus?
    Läuft sie Dir hinterher oder bleibt sie liegen wenn Du den Raum verlässt?


    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    Dein Kleiner ist doch erst seit einer Woche da und braucht noch Zeit. Wenn er sich in seiner neuen Umgebung sicher fühlt wird das auch nachlassen.

    Ich würde jetzt nichts überstürzen, sondern ab und an einfach mal ne Tür zumachen und gleich wieder öffnen.

    Den Fall von Martin Rütter kann man meiner Meinung nicht auf Dich und Deinen Hund übertragen, denn Dein Hund ist noch ein Welpe und muss es erstmal lernen.

    Ich lasse meine Hunde nicht alleine bis sie 3 oder 4 Wochen bei mir waren und dann auch nur kurz.
    Vorher fang ich natürlich schon mal an Türen zu schließen und alleine aufs Klo zu gehen. Irgendwann bring ich dann den Müll raus und hol die Post rein.
    Wenn das alles gut klappt, dann bleib ich mal 5 Minuten draußen und wenn das auch gut klappt, dann geh ich einkaufen.
    Auch leg ich die Alleinbleibphasen so, dass der Welpe draußen war, müde und satt ist.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    Filou ist ähnlich und auch nach 1,5 Jahren Schleppleine zieht er so große Kreise.
    Ich habe es so gehalten, dass er bei Rückruf eben sofort kommen muss was er auch (wieder) tut. (Hab grad wieder 4 Wochen Schlepp hinter mir weil mein Hundesitter während meines Urlaubes den Hund hat jagen lassen. Musste alle Kommando neu aufbauen!)

    Wird es unübersichtlich, dann lass ich ihn derzeit Fußlaufen und erst wieder laufen wenn ich die Gegend einsehen kann.

    Auch hab ich ihm Halt beigebracht. Er bleibt dann wie angewurzelt stehen und wartet auf mein "Weiter".

    Es gibt Hunde, die einen großen Radius haben und ich hab es mir abgewöhnt sie ständig korrigieren zu wollen.

    Was ich jetzt noch aufbaue ist ein "Hierbleiben". Das mach ich dann mit einer 5 Meter Schlepp. Ich möchte versuchen ihm beizubringen in diesem Radius zu bleiben.

    Das würde mir und ihm das Fußlaufen ersparen und wäre entspannter. Mal sehen ob es klappt.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    hatte vor zwei Wochene in nettes Gespräch mit einem Jagdpächter. Er hat gerade einen Junghund von 5 Monaten den er ausbildet.

    Wir kamen auch auf das Thema: Schießen!

    Er sagte mir, dass er und die anderen Pächter nicht schießen dürfen, sondern nur der "Chefjäger".
    Er selbst würde niemals einen Hund schießen, denn im Normalfall bekommt der Hund nur einen kranken und geschwächten Hasen aber keinen gesunden.

    Auch meinte er, dass meine Hunde doch schön laufen würden. Ja, Ronja bleibt immer schön auf dem Weg, aber Filou hatte während meines Urlaubes die Möglichkeit beim Hundesitter zu jagen und ich fang wieder ganz vorne an.

    Der "Chefjäger" sieht es anders und würde schießen.
    Ich kenne sein Auto und hatte auch schon mal ein Gespräch mit ihm. Der Mann ist bestimmt schon 70 Jahre alt und sprach von "Ein Hund braucht Apell!" Das sagte mir dann schon alles.

    Allerdings hab ich ihn letzten Herbst bei einer Aktion gesehen, die ich wohl nicht hätte sehen sollen!
    Er zielte aus dem Autofenster heraus über eine Straße mit anliegendem Fahrrad/Fußgängerweg hinweg auf das Feld. :schockiert:

    Hinter dem Feld sind Büsche und ein großer Fußballplatz. Nicht auszudenke was gewesen wäre wenn er geschossen hätte und die Kugel jemanden hinter dem Busch getroffen hätte.
    Jedes Mal wenn ein Auto kam, hat er den Lauf ins Auto geholt um ihn danach wieder aus dem Fenster zu halten.

    Auch das hab ich dem netten Pächter gesagt. Dieser war nicht sonderlich geschockt und antwortete nur: das trau ich dem zu, auch wenn er es nicht darf!

    Ich hoffe, dass er bald den Jagdschein abgeben muss, denn das geht mal gar nicht!
    Schließlich könnte da auch plötzlich ein Radfahrer entlangfahren und keiner kann mir erzählen, dass er sich auf einen Hasen (es waren übrigens zwei kleine Katzen in dem Feld :sad2: ) konzentrieren kann und trotzdem noch die ganze Umgebung im Blick hat.

    Hab das auch der Gemeinde gemeldet, aber es scheint nichts bewirkt zu haben, denn er fährt immer noch in der Gegend mit seinem Auto rum.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    also mein Bauchgefühl sagt mir, dass es nicht normal ist so einen Hund rumlaufen zu lassen.
    Wenn er Menschen mit Glatze sogar angehen würde, denn ist das nicht nur mit Ignorieren getan.

    Man gibt einem Angsthund keine Sicherheit wenn man ihn alleine knurrend im Raum stehen lässt.
    Er ist ein Spitzmischling und Spitze sind sehr wachsam und auch territorial, das sollte man nicht vergessen.

    Auch fühlt sich die TS wohl nicht wohl wenn sie dort zu Besuch ist und andere Besucher hatten den gleichen Eindruck.

    Ich sehe es jedenfalls nicht als normal (zumindest das rumlaufen lassen) an und würde auch zu einem Trainer raten.

    Liebe Grüße

    Steffi