Hallo,
ich muss das jetzt mal loswerden und Meinungen einholen.
Vor 10 Jahren trennte ich mich von meinem Mann und er bat mich die zwei Katzen bei ihm zu lassen.
Ich tat ihm den Gefallen, denn so ganz alleine wollte ich ihn nicht lassen und Ronja ging ja mit mir, da er sich nicht so hätte um sie kümmern müssen.
Generell fühlte ich mich immer für die zwei verantwortlich.
Ab und an sah ich sie und machte ihn darauf aufmerksam, dass die Katze abnahm und er sich bitte darum kümmern sollte.
Am Samstag vor einer Woche rief er mich an und teilte mir mit, dass es Sheela sehr schlecht gehe und er denkt, dass sie stirbt.
Ich fuhr sofort zu ihm und brachte auch einen Katzenkorb mit.
Wir fuhren zum Notarzt und dort brach ich in Tränen aus, weil Sheela nur noch 2,38 Kilo wog und einfach nur noch aus Haut und Knochen bestand. Das sah und spürte ich dort erst. Der Tierarzt meinte, dass es sehr teuer werden würde wenn er jetzt alle Bluttests machen würde und bat an, sie entweder einzuschläfern, oder ihr Infussionen und ein magenberuhigendes Mittel zu spritzen.
Ich fragte ihn ob sie Schmerzen hätte und er sagte:NEIN, ihr sei nur übel vom Erbrechen.
Ich muss dazu sagen, dass mein Exmann mir da erst mitteilte, dass sie schon seit drei Wochen brechen würde und das täglich, mehrmals. Warum er nicht zum TA ging? Ich kann es nicht sagen....
Er sagte mir, dass er es nicht so gesehen hätte...
Ich machte ihm bittere Vorwürfe und zahlte auch die Rechnung.
Wir entschieden uns für die zweite Maßnahme, denn sie lief beim Tierarzt rum und machte einen munteren Eindruck. Ich konnte es nicht und er auch nicht!
Zuhause bei ihm ging sie sofort ans Fressen und kurze Zeit später sagte mir seine neue Freundin (seit 3 Monaten), dass es für sie Tierquälerei wäre.
Ich teilte ihr mit, dass ich nicht der Richter über Leben und Tod bin, wenn mir ein Tier zeigt, dass es noch leben möchte.
Seh ich das falsch???
Sie frisst nun und es wurde festgestellt, dass sie eine Schildrüsenüberfunktion hat. Sie macht ab und an neben das Katzenklo, aber sie erbricht nicht mehr und nimmt auch zu.
Mich quälen trotzdem immer wieder die Gedanken ob ich richtig gehandelt habe.
Ich weiss, dass dies jeder anders sieht, aber die Freundin ist der Meinung, dass wenn die Kosten einer Behandlung den Nutzen eines Tieres übersteigen, dieses nicht mehr weiter am Leben gehalten werden sollte.
Ich hab mich immer für Tiere eingesetzt und stand noch nie vor der Entscheidung ein Tier einzuschläfern. Bei meinem ersten Hund waren es meine Eltern die diese Entscheidung treffen mussten, die ich auch unterstützte und als richtig empfand.
Lady wollte damals nicht mehr fressen und trinken und für mich war es so, als wollte sie nicht mehr...Sie zeigte es mir deutlich. Sheela jedoch zeigte es mir eben nicht!
Mein Hase starb mit 13 Jahren an einem Herzschlag und nahm mir diese Entscheidung ab.
So eine Aussage belastet mich, denn ich möchte auf keinen Fall ein Tier quälen und hab Angst etwas übersehen zu haben.
Ich denke richtig gehandelt zu haben, denn sie macht seit heute nicht mehr neben das Klo und hat auch zugenommen.
Was denkt ihr? Über ehrliche Meinungen würde ich mich sehr freuen.
Sheela ist übrigens 15 Jahre alt und kam im Alter von 12 Wochen zu uns. Wir holten sie aus dem Tierheim. Sie hätte also ein gutes Alter erreicht, aber macht dies eine Entscheidung für den Tod positiv???
Liebe Grüße
Steffi