Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    ich sehe das als Spielaufforderung an. Klar, das Anspringen solltest Du vermeiden, aber manchmal kommt Filou auch so auf mich zu und dann mach ich einen schnellen Satz nach vorne und versuche ihn zu berühren.
    Er sprintet dann in großen Sätzen um mich rum, wir machen ein kurzes Fangenspiel und dann ruf ich ihn ab.
    Belohne ihn fürs Kommen und wir gehen entspannt weiter.

    Er ist ausgetobt und besser abrufbar.

    So ist es mit Murphy auch, er kommt und stupst, knurrt und hüpft. Eine schnelle Bewegung von mir und das Gerenne geht los.

    Murphy hingegen versucht aber auch ab und an hochzuhüpfen. In dem Moment wo er das tut geh ich auch auf die Seite und das Spiel ist dann bei mir beendet.

    Funktioniert ganz gut.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    nur weil es in der einen Wohnung geklappt hat, heißt es nicht, dass es in einer anderen Wohnung auch klappt. Ist auch so wenn man in Urlaub geht. Viele Hunde bleiben zuhause ohne Probleme alleine, aber in einer Ferienwohnung kann es wieder ganz anders aussehen.

    Er hat sich in der alten Wohnung sicher gefühlt und in der neuen noch nicht.

    Ich würde ihn auch mit ins Schlafzimmer nehmen und so wie Brush geschrieben hat, die Tür auflassen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    PS: mit dem neuen Sofa würd ich noch ein paar Tage warten bis sich das Verhalten wieder gelegt hat. Nicht, dass Du dann in einer Woche wieder ein neues kaufen musst.

    Hallo,

    Du schreibst, dass Deine Kleine ein HSH Mix ist.
    Diese Hunde sind sehr eigenständig, denn dafür wurden sie gezüchtet. Sie haben tagelang auf sich selbst gestellt Vieh beschützt und selbständig ihre Entscheidungen getroffen.

    Einen Herdenschutzhund erzieht man nicht wie einen "normalen" Hund, vielmehr muss man sie überzeugen, dass es für sie von Vorteil ist auf Dich zu hören. Nur wenn sie das einsehen, hören sie auch!

    Kennt sich Deine Hundeschule mit Herdis aus?
    Es ist ganz wichtig, dass man hier auf die Rasse eingeht und Dir zeigt wie Du mit ihr arbeiten sollst.

    Sie ist in einem schwierigen Alter, noch dazu könnte sie läufig werden, wenn sie es nicht schon war und vergiss nicht: Herdenschutzhunde sind erst mit 3-4 Jahren (je nach Rasse) erwachsen.
    Von daher hast Du noch sehr viel Zeit und setz Dich nicht unter Druck. Nur weil Du einen Herdenschutzhund hast wird er nicht die Macht an sich reißen wollen.

    Lass mal fünfe grade sein und wenn Du das Gefühl hast, dass Du jetzt lockerer sein solltest, dann sei es.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich versteh immer noch nicht ganz das Verhalten Deiner Hündin...
    Einerseits flüchtet sie ins Bad und andererseits schnappt sie nach Wespen?!

    Erzähl doch mal bitte genau wie sich die Situationen abspielen. Wie reagiert Dein Hund wenn ihr laufen geht und eine Welpe ankommt?
    Haut sie ab, oder schnappt sie danach?

    Ist das Verhalten draußen anders als drinnen?

    Was Du tun könntest:
    ich weiss ja nicht ob ihr Imker in der Nähe habt. Wir haben direkt am Waldrand auf einer großen Wiese bestimmt 20 Bienenkästen stehen. Dort summt es gewaltig und man hört sie auch in 20 Meter Abstand noch. Jedoch kommen sie nicht her, sondern halten sich nur um ihren Kasten herum auf.
    So etwas wäre sehr gut zu Desensibilisierung.

    Wegen der Konfrontationstherapie:
    Es kann wirklich helfen und ich habe sie auch teilweise angewandt, wenn ich in Situationen kam wo es nicht anders ging!
    Generell muss man das aber können und ich bezweifel, dass die meisten Menschen es hinbekommen richtig mit Lob und Schweigen umzugehen.
    Von daher würde ich dies nur mit einem Hundeverhaltenstherpeut in Angriff nehmen.
    Falsch angewandt macht man sehr viel mehr kaputt als dass es nutzt.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    nachts sind viele Hunde aufmerksamer und mittlerweile wird es ja auch früher dunkel als damals als Du sie bekommen hast.
    Du hast sie seit Juni oder?

    Bist Du früher auch im dunkeln gelaufen oder ist es erst seit kurzem so, dass die letzte Gassirunde im Dunkeln ist?
    Ich laufe mit Filou immer gegen 21.30 Uhr oder 22.00 Uhr und vor ein paar Wochen war es da noch hell, mittlerweile ist es dunkel.
    Daher meine Frage.

    Wann bellt sie, also wie weit sind die Männer weg?
    Was machst Du bisher wenn sie bellt? Drehst Du um, oder ignorierst Du das Verhalten, oder beruhigst Du sie?

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich würde die Wirbelsäule checken lassen.
    Könnte sein, dass da ein Wirbel kurz rausgesprungen ist und ihm das auf die Nervenbahnen gedrückt hat. So wie bei uns ein Hexenschuss.

    Jedenfall drück ich Dir die Daumen, dass es dem Kleinen wirklich wieder gut geht.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Nun ja, wie hab ich ihn stressfrei bekommen?!
    Ich hab mir viel, viel Zeit für ihn genommen und ihn ganz langsam an neue Sachen herangeführt. Am Anfang sehr reizarm und dann immer bisschen mehr. Am Anfang aufs Feld gefahren und dort spazieren gegangen, irgendwann als das gut klappte, hab ich 200 Meter vor dem Feld geparkt und bin die Straße bis zum Feld gelaufen.
    Oft hab ich mich mit ihm auf den Dorfplatz gesetzt (zuerst im Winter wo wenig los war) und einfach nur die Leute beobachtet.
    Er hatte Angst vor Fahrrädern, Autos, Mülltonnen, Tüten, Regenschirmen, Sonnenschirmen, johlenden Kindern usw...

    Hier hab ich ihn rangeführt, indem ich mein Fahrrad in den Garten gestellt habe, dann haben wir ein Fahrrad auf der Straße passiert, irgendwann sind wir dann an die Schule, dort standen ganz viele Fahrräder usw.

    Autos, erst mein Auto, dann einzeln parkende Autos und zum Schluss ein Parkplatz mit Autos wo wir zwischen den Autos durchgelaufen sind.

    Menschen:
    erstmal Bögen gelaufen und ihn verschiedene Menschen aus sicherer Entfernung ansehen lassen. Dann die Bögen enger usw. Wenn uns jemand ansprach und er vor Panik bellte, hab ich mich vor ihn gestellt und ihn abgesetzt.

    Ich bin mit Freunden in Urlaub und während diese Skifahren waren, hab ich mit Filou gearbeitet.
    Ich hab immer versucht ihn zu desensibilisieren, langsam Stück für Stück und auch so wie sein Vertrauen in mich wuchs.

    Vertrauen kann man auch so aufbauen, dass man zuhause zum Beispiel den Hund vor dem Staubsauger "rettet", ihm Auswege zeigt.
    Er hatte Angst vor dem Staubsauger und wenn er keinen Ausweg sah, dann hab ich ihn geschickt.
    Er lernte so, dass ihm helfe und für ihn da bin. Das hat sich dann auch auf draußen übertragen.

    Wenn er aus Angst gegen Menschen gehen wollte, hab ich ihm gezeigt, dass er immer zu mir kann oder auch aus der Situation rausgehen kann.

    Wenn ich in eine Situation kam, die ich nicht voraussehen konnte und er Panik bekam, bin ich einfach stehen geblieben und hab gewartet bis seine Panik nachlies und er wieder ansprechbar war. Hätte ich die Situation fluchtartig verlassen, wäre die Panik in diesen Situationen schlimmer geworden.

    Heute, nach 2,5 Jahre ist es so:
    Wir können durch eine Fußgängerzone laufen, in ein Restaurant gehen, an Kinderwägen vorbei gehen, Menschen dürfen nach der Uhrzeit fragen und wenn er Angst hat, kommt er zu mir. Ich sag ihm dann was er machen soll, also SITZ oder HALT und dann ist es gut für ihn.

    Er ist nicht so stressstabil, dass ich ihn auf einen Geburtstag mit vielen Menschen mitnehmen würde, aber wenn wir hier Besuch bekommen ist es ok.

    Gerade gestern ist mir wieder aufgefallen wie toll er doch geworden ist und wie sehr er mir vertraut.
    Wenn ich mit jemandem laufe und diese Menschen sprechen ihn an, dann ignoriert er sie, oder kommt zu mir.

    Es ist ein sehr langer Weg und wir sind auch noch nicht am Ende, aber es lohnt sich und mein spanischer Freund hat mich so viel gelehrt, wie es kein anderer Hund bisher konnte.
    Ich bin stolz auf ihn.

    Liebe Grüße

    Steffi