Hallo,
meiner Meinung nach braucht Dein Hund in diesen Situationen einfach mehr Führung von Deiner Seite aus.
Ich habe/hatte auch so einen Stresskeks zuhause. Heute ist er zu den Besuchern super nett und begrüßt sie auch freundlich, das war nicht immer so:
früher rannte er hin, hat sich zwar gefreut, war aber dann in den Situationen einfach überfordert und hat angefangen zu knurren.
Also hab ich es nicht mehr soweit kommen lassen.
Kam Besuch hatte er erstmal gar nichts mehr am Besuch zu suchen.
Er musste in seinen Korb und dort bleiben. Das war mein erster Schritt!
Dann hab ich ihm gezeigt, dass er immer weggehen, oder zu mir kommen kann wenn ihm etwas unheimlich ist. Das war der zweite Schritt!
Wenn das alles klappt, dann kannst Du anfangen Deinem Hund wieder zu vertrauen und ihm mehr Freiraum zu geben.
Bei uns hat es gut 1,5 Jahre gedauert bis Filou soweit war, dass ich entspannt sein konnte und ihm einen Vertrauensvorschuss gab.
Mit Sicherheit bist Du nicht ruhig und entspannt in diesen Situationen, denn das kann man mit einem Hund, der schonmal gepackt hat in so einer Situation nicht sein. Auch wenn man wirklich meint man ist es, so ist man es nicht!
Das kannst Du erst sein wenn Du Deinem Hund vertraust und so etwas braucht Zeit.
Das Wichtigste ist:
wenn man dann an dem Punkt ist, dass der Hund zum Besuch geht, dann muss man entspannt sein und dem Hund vertrauen. Das ist das Schwerste an dem ganzen Training! Selbst überzeugt sein von dem guten Benehmen seines Hundes und ihm vertrauen.
Filou begrüst mittlerweile die Menschen freundlich und offen. Ist mal einer dabei der ihm nicht passt, dann geht er weg.
Würde er versuchen diese nicht passenden Menschen zu kontrollieren, dann würde er im Korb bleiben müssen.
Wer mit Freiraum nicht umgehen kann muss eben darauf verzichten.
Was ich aber nicht vestehe:
warum lässt Du ihn auf den Boden zu deinem Vater? Das würde ich unterbinden. Er muss doch nicht immer im Mittelpunkt stehen, kann doch genau so gut in seinem Korb liegen.
Solche Situationen sollte man vermeiden wenn man einen Hund hat, der unsicher ist mit Besuch!
Durch mein Training habe ich Filou gezeigt, dass es
1.) mein Besuch ist
2.) er sich fernzuhalten hat
3.) ich die Situation im Griff habe
4.) er nichts zu kontrollieren hat
5.) er zum Besuch darf wenn er sich gut benimmt
6.) ich aber auch bestimme wie lange er beim Besuch bleiben darf
Das alles hat ihn sicherer gemacht.
Einen unsicheren Hund ohne Führung und klare Regeln in solchen Momenten machen zu lassen, überfordert den Hund und kann schnell nach hinten losgehen weil der Hund eben so reagiert wie er es für richtig hält.
Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass ihr irgendwann entspannt sein könnt.
Liebe Grüße
Steffi