Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    es ist völlig normal, dass ein Hund nach einem massiven Eingriff (Erschrecken, wenn es richtig gemacht wurde, ist das) erstmal verunsichert ist.
    Zeigt er dann das Verhalten was gewünscht wird, wird er gelobt, oder es passiert einfach gar nichts negatives mehr.

    Mit der Zeit wird dieser Hund wieder sicherer werden, da er gelernt hat, dass das Negative nur passiert wenn er dies oder jenes tut.

    Klassischer Aufbau über Meideverhalten.

    Das meine ich völlig wertfrei.

    Wer sich entschließt über Meideverhalten zu arbeiten, der muss mit diesem unsicheren Verhalten rechnen, ohne das würde diese Methode nicht funktionieren. Ein Hund der sich durch das Erschrecken nicht einschüchtern lässt, springt auf diese Methode nicht an, oder das Erschrecken war für diesen Hund nicht stark genug.

    Erst ein verunsicherter Hund kann wieder aufgebaut werden durch den HH und wird dadurch wieder selbstsicher.

    Wenn man sich in den Hund versetzt, dann wird einem das Verhalten klar:
    erst durfte er ziehen und toben und kläffen und was weiss ich was. Das vielleicht über Jahre hinweg.
    Plötzlich kommt so ein starker Eingriff in das Verhalten, dass der Hund erstmal vorsichtig wird und schaut was da jetzt passiert ist. Er orientiert sich an seinem HH (bestenfalls wenn die Bindung stimmt und das Erschrecken richtig gemacht wurde) und ist vorsichtiger.
    Läuft näher bei ihm weil er Schutz sucht, wird dafür gelobt und fühlt sich sicherer.

    Macht er den Fehler noch mal weil ihm nicht bewusst wurde warum dieser Eingriff kam, folgt erneut dieser negative Strafreiz. Hund lernt irgendwann, dass dies nur passiert wenn er Dies oder Das macht und unterlässt es, aus ANGST vor Strafe (nichts anderes ist es in meinen Augen).

    Mit der Zeit legt der Hund das negative Verhalten komplett ab und orientiert sich an seinem HH. Diese anfängliche Unsicherheit wird mit der Zeit völlig verschwinden und der Hund läuft wieder selbstbewusst neben seinem HH her, mit einer Grenze, die er gelernt hat nicht zu überschreiten und die er akzeptiert hat.

    So schlimm wie manche das finden, es kann auch helfen.
    Hierdurch kann einem Hund auch sehr viel Stress erspart werden.
    Ein Hund der z.B. der Meinung ist, dass er seinen HH beschützen muss, kann selbst erfahren, dass dies nicht nötig ist und dadurch auch entspannter werden.

    Die negative Seite ist:
    wenn man es falsch macht, dann hat man einen Hund, der eine Fehlverknüpfung hat und diese schlimmstenfalls auf den HH übertragen hat. Dies würde bedeuten, dass der Hund Abstand zu seinem, in seinen Augen unberechenbaren HH hält. Dies wieder wegzubekommen ist nicht einfach und langwieriger als den Strafreiz zu setzen, denn das Vertrauen des Hundes ist weg.

    Das ist das was ich über Meideverhalten gelernt habe über die Jahre der Hundehaltung hinweg.

    Wer damit arbeiten möchte, muss also mit diesem Verhalten rechnen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ganz ehrlich:
    ich würde nur schimpfen wenn ich sie erwischen würde.
    Da Deine Angie ja so schlau ist, wäre ich eben schlauer und würde mich auf die Lauer legen bis ich sie erwischen würde. Mir gehen da nie die Ideen aus und bisher hat es immer geklappt.

    Wenn sie schon in ihrem Körbchen liegt, dann versteht sei meiner Meinung nach nicht warum sie ausgeschimpft wird.

    Ich hatte gestern gerade die Nase so gestrichen voll, dass ich Murphy mit meinem Handy überwacht habe. Er bellt und heult beim Alleinebleiben, das aber nicht aus Angst, sondern aus Frust.
    Ein Jahr lang hab ich mir das angeschaut und alle Regeln wurden von meiner Freundin missachtet die ich hier aufgestellt habe, weil er ja sooooo süüüüüüssssss ist.

    Jetzt bin ich 14 Tage allein und hier herrscht Bootcampstimmung.

    Ich bin also mit Ronja (die arme alte kranke Maus wird natürlich verschont, denn sie könnte den Anschiss nicht zuordnen und würde sich angesprochen fühlen) raus ins Auto nachdem ich eine Verbindung vom Handy zu meinem Festnetz gemacht habe.
    Auto wurde gestartet und ich bin einfach nur die Ausfahrt raus gefahren.

    Sofort fing das Heulen an und ich hab das Auto abgestellt. Die Haustür leise aufgeschlossen und reingestürmt.
    Murphy bekam den Anschiss seines Lebens und ergriff die Flucht.
    Filou stand erst bedeppert neben ihm, hat aber schnell verstanden, dass ich ihn nicht meine weil ich an ihm vorbei bin und ihn ignorierte.

    Kurz darauf bin ich wieder raus, hab 10 Minuten gewartet und als Ruhe war bin ich wieder rein und hab den Scheisser gelobt.

    Danach ging ich wieder und blieb 2,5 Stunden weg.
    Während dieser Zeit gab es keinen Mucks und auch die Wohnungseinrichtung blieb heil.

    Heute morgen bin ich mit Ronja wieder alleine weg und das einzige war ein kurzer Beller, worauf ich über das Handy mit einem Schluss geantwortet habe (Lautsprecher am Telefon war an) und dann herrschte 30 Minuten Ruhe bis ich wieder da war.

    Manchmal bringen die herkömmlichen Methoden nichts und man muss sich was einfallen lassen. Ich bin normalerweise auch kein Mensch, der so reagiert, sondern baue das langsam auf. Es hat bei ihm aber nicht gefruchtet.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich verstehe das Problem nicht so ganz... :-?
    Wenn er selbstbewusst ist, dann ist das doch kein Problem.

    Wenn er versucht seinen Kopf durchzusetzen, dann musst Du ihm einfach zeigen, dass er damit nicht durchkommt.
    Ich würde ihn auch nicht sonderlich auf Bällchen konditionieren, sondern ruhige Sachen mit ihm machen.
    Leckerlis suchen z.B. das geht nur wenn sich der Hund konzentriert und ruhig bei der Sache ist.

    Ballspielen putscht ihn nur noch mehr auf und gerade wenn Du schreibst er sei ein Balljunki würde ich darauf erstmal komplett verzichten.

    Du könntest den Futterdummy auch an eine Schnur binden und sanft zu Dir einholen. Danach bekommt er von Dir eine Belohnung aus dem Dummy.
    So kommt er nicht drum herum ihn Dir zu bringen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich sehe das auch so wie meine Vorschreiberin.
    Wichtig ist einfach nur, dass die Hunde von den Bedürfnissen her zusammenpassen. Das heißt, dass ich mir zu einem lauffreudigen Hund keinen hole, der mit einer kurzen Runde um den Block zufrieden wäre.
    Außer:
    ich wäre bereit getrennt zu laufen...

    Also von daher sehe ich hier keine Probleme bezüglich Deines Vorhabens.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    entweder Du bleibst länger draußen bis er von alleine das Interesse verliert, oder aber Du fährst mit dem Auto ein Stück raus auf eine Wiese oder einen Acker.

    Ich gehe auch davon aus, dass Willi nicht der einzige Ablenkungsfaktor bleiben wird, sondern es noch viele weitere geben wird. Andere Hunde und auch Menschen, raschelnde Blätter, fliegende Vögel usw.

    Dein Welpe wird schon noch lernen, dass er das Geschäft draußen machen muss.
    Du brauchst halt nur Geduld und solltest ihn zuhause nicht aus den Augen lassen damit Du schnellstmöglich eingreifen kannst.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich denke auch, dass sich vieles von alleine legen wird wenn Jack merkt, dass er ein Zuhause hat an dem er Willkommen ist und nicht herumgereicht wird.

    Wegen der Sorge um den Auslauf:
    kauf Dir doch eine Schleppleine. So hat er einen viel größeren Radius und Du kannst das Abruftraining besser üben.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    das kann man hier nicht sagen was das kostet.
    Zumal ja auch noch der Notdienstzuschlag dazu kommen. Auch kommt es darauf an was die Ärzte untersuchen, wenn ein Röntgenbild gemacht werden muss, er noch Spritzen oder Medikamente bekommt, dann kann das auch über 200 Euro kosten. Muss nicht, aber kann...

    Können Dich denn Deine Eltern nicht unterstützen?

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo nochmals,

    warum denn der 11.10.2011? (das soll kein Vorwurf oder Angriff sein)
    Ich tu mir da immer schwer ein Datum anzusetzen, denn ich entscheide sowas spontan aus dem Bauch heraus und danach wie es meinem Hund geht.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich halte es so wie meine Vorschreiberin, wenn das alles nichts nützt, dann werf ich eine Wurfkette vor die Füsse des Hundes. Eine zweite hab ich als Reserve auch einstecken.

    Bisher hat es gereicht den Hund energisch wegzuschicken.
    Würde das nicht ausreichen und auch die Ketten keine Wirkung zeigen, dann würde ich ableinen, oder die Leine fallen lassen.So kann sich mein Hund entweder wehren oder weglaufen.
    Ist zwar auch blöd, aber immer noch besser wie an der Leine zusammengebissen werden.


    Liebe Grüße

    Steffi