Beiträge von LaBellaStella


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    Ich habe nicht nur aus privaten Zwecken einen Hund sondern weil ich einen Arbeitshund habe. Nicht der Rasse wegen oder des daseins wegen sondern weil mein Hund wirklich arbeitet.

    So das soll reichen, will endlich mitreden bei dem Kram was hier geschrieben wird.

    Gruß, der Mocioh.

    eine sehr aufschlussreiche vorstellung, deine vorstellung..... :lol:

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    Beitragvon csg76 » 24.02.2011 17:21
    "§1 Alles gehört Herrchen. Er gibt es mir, und er darf es mir nach Belieben auch wieder wegnehmen. "

    Unserer hat nur einmal mit einem Vierteljahr wegen eines Schweineohrs "diskutieren" wollen. Es hat dann kräftig geraucht, und seither sind die Fronten geklärt.

    Ich weiß, daß ich ein böser Mensch bin - aber diese neumodischen Methoden erziehen doch offenkundig Hunde heran, die ihren Platz nicht kennen und ihre Besitzer haben dann die Gelegenheit, Foren, Trainer und Therapeuten zu konsultieren.

    :lol: oweia.

    hätte ich gewusst, dass ich mit meiner neumodischen methode (was ist überhaupt neumodisch??) foren,trainer und therapeuten brauche ....dann hätte ich mir das wohl nochmal überlegt! :lol:

    also bisher funktionierte das erlernen von "rausgeben von wasauchimmer" per tausch und später einfach so per "aus" wunderbar - völlig ohne therapeut oder trainer. und das ist für mich völlig offenkundig! :hust:

    da geh ich ganz mit gaby konform - wie so oft! :smile:

    im übrigen diskutier ich mit einem viertel jahr (3 monate bzw ca 12 wochen) alten welpen nicht - schon gar nicht über ein schweineohr...da bin ich lieber liebevoll konsequent und lass ihn ganz einfach erstmal lernen, was er eben lernen muss oder soll...

    was diensthunderassen (ich musste tatsächlich erstmal googeln um zu wissen, was man drunter versteht) betrifft, bin ich wenig beschlagen. ich kann mir vorstellen, dass die rassen, die zu den gebrauchshunden zählen wohl am ehesten einen gewissen will to please mitbringen und insofern auch für bestimmte aufgaben als diensthund gut geeignet sind.

    was die frage betrifft, welche rassen keinen oder wenig "gehorsam" mitbringen - da kann man wieder bloss antworten:

    kommt drauf an, was man unter "gehorsam" versteht und wie man UO definiert.

    ein herdenschutzhund, der seinem job, dem "bewachen" und "schützen" nachgeht - ist ja, wenn es sein job ist, durchaus darin gehorsam.....

    ebenso ein neufi, der als wasserrettungshund ausgebildet wurde: er kann ein hervorragender "retter" sein, aber dafür im schutzdienst ein totalverweigerer...


    aber ich glaub, ich weiss schon, was du meinst. :smile:

    wenn man einfach mal die klassische UO oder auch das obi als beispiel nimmt, sind mit sicherheit gebrauchshunderassen leichter dazu zu motivieren, mitzumachen, als rassen, die aus ihrer ganzen geschichte raus eher für selbständiges handeln gezüchtet wurden. UO wird z.b. bei den meisten herdis nun nicht unbedingt zur lieblingsbeschäftigung zählen. auch bei den molossern gibts einige, die eher andere aufgaben bevorzugen. auch einige hütehunde sind ganz schnell mal gelangweilt von der klassischen UO.

    man muss da wohl auch unterscheiden, welchen "dienst" der hund verrichten soll: eher in richtung schutzdienst oder mehr in richtung personensuche oder sprengstoffschnüffler oder rettungshund....letzteres kann man wohl mit vielen verschiedenen rassen machen - ob das ein retriever ist, ein coker spaniel oder eine dogge ist. bei ersterem wirds schon schwieriger - denn der hund muss ja logischerweise nicht nur trieb haben - man muss den trieb auch kontrollieren können. und da sind wir wieder beim will to please.

    negative erlebnisse?

    och, wenn man davon absieht, dass man ab und an mitmenschen trifft, die herdis wahlweise für:

    blutrünstige bestien

    unzähmbar

    nicht zu motivieren

    für wohungshaltung völlig ungeeignet

    gefährlich

    ausdruckslos halten

    oder auch generell meinen, ein herdi gehöre "e nach anatolien, in die pyrenäen oder nach sibirien" - dann hab ich persönlich nix negatives vom herdi zu berichten :lol:

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    wir werden darn arbeiten! ich muss aber sagen, dass mich ein monatelanges training echt abschreckt, da es ja kein kleiner hund ist und mit nem 8 oder 9 monatigen bärenhund über knochen zu diskutieren... :???:

    nun, du sollst ja auch nicht 7 oder 9 monate mit ihm über knochen diskutieren.

    gemeint ist: tauschen üben - etwas vertrauensvoll "hergeben" üben. dem einen hund fällt es ganz leicht - der weiss vielleicht schon nach 2 wochen, was "aus" oder "gib mir" heisst - und macht es dann problemlos - der nächste ist nicht so schnell zu überzeugen.

    das ist im prinzip nix anderes als meintewegen die stubenreinheit: der eine welpe bringt sie schon fast mit - dem nächsten passieren noch nach 5 monaten "maleurs" :smile:

    schreckt das auch ab? nö - man übt sich selber in geduld und "macht" solange, bis es sitzt. und das, obwohl die folgen eines "maleurs" meist nicht so tragisch sind, wie die eines eventuellen bisses.


    ein vorteil der in "kleinen schritten" methode ist für mich im übrigen, dass wenn das tauschen gut klappt - das auch bei den meisten (nicht bei allen, aber bei den meisten) dann im notfall auch klappt, wenn frauchen/herrchen nicht da sind und ein anderer den hund beaufsichtigt. ich z.b. hab kinder - allein schon von daher wars mir die "mühe" wert, hier ein möglichst starkes vertrauensverhältnis zu schaffen - nicht nur in mich sondern eben auch, wenn eins der kinder mal dem berühmten knochen zu nahe käme.

    also: nicht diskutieren. üben!

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    Tauscht nur weiter mit euren Hunden - das verstehen sie sicherlich - vor allem Hunde mit "eigenen" Kopf und "eigenem" Denken und Handeln...

    bei dem satz muss ich - mit verlaub - grinsen.

    ich weiss ja nun nicht, wie du "hunde mit eigenem kopf und eigenem denken und handeln" definierst - höchstwahrscheinlich völlig anders als ich...

    meine hunde sind alle hirnträger - weder der dackel, noch der gos , noch der herdi haben sonderlich viel vom berühmten "will to please" - eher im gegenteil.

    von daher bleibt mir gar nix anderes übrig, als meine nasen davon zu ÜBERZEUGEN dass es sich jederzeit lohnt, mir zu vertrauen und mit mir zusammenzuarbeiten. dann brauchen sie auch nix mehr "austesten" - wieso auch?

    also mir persönlich - ich bin ja eher der bequeme typ mensch - wärs zu anstrengend mit meinen sämtlichen hunden erstmal irgendwelche machtkämpfchen auszufechten, bloss damit ich - wenn ich hinterher noch alle gliedmaßen habe - sagen kann: ich bin cheffe, ich hab gewonnen. nene, ist zu anstrengend. :D

    hm.

    also wenn ich meinem herdi sagen würde, er müsse sich einfach "weils so ist" alles nehmen lassen...das wär ein versuch, den ich nun nicht mal mit eisenhandschuhen machen würde. das wäre in der form auch nach dem 10ten mal nicht gegangen. (wobei ich nicht denke, dass ich 10 versuche gehabt hätte...)

    ich bin wie greanleaf vorgegangen - das hat bisher noch mit jedem hund früher oder später geklappt. auch bei meinem HSH. heute sieht er es ganz easy wenn ich ihm mal was abnehme - null problem. (auch bei all meinen anderen hunde hats so funktioniert).

    aber: ich denke grad bei der übung nicht in tagen oder wochen - sondern - wenns denn ein hartnäckiger kandidat ist - in monaten. mindestens.

    sich einfach mal so "beute" abnehmen zu lassen - dazu gehört viel vertrauen. und es braucht zeit. bei meinem herdirocker ca. ein halbes jahr. aber dafür hab ich heute keinen stress mehr. :smile:

    greanleaf hats sehr schön beschrieben - wies funktioniert! :gut:

    conny, du heldin in strumpfhosen! drück pebbles mal von mir! :smile:

    zum thema schmerzensgeld:

    ich weiss auch nicht, ob das nicht auch so ne "amerikanisierung" ist....

    wobei man sagen muss, dass in DE schmerzensgeldforderungen gar nicht so leicht durchzusetzen sind. (nicht schandensersatz! nicht verwechseln!)

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    ...sollen alle Unannehmlichkeiten, seelischen Belastungen und sonstigen Unwohlgefühle wiedergutgemacht werden, die mit einer erlittenen Verletzung am Körper einher gehen.

    da gehts ja schon los...seelische belastungen oder sonstige unwohlgefühle..wie ist sowas zu beziffern? wie kann sowas wieder gut gemacht werden?

    beim hundebiss sagt der eine: "shit happens", der nächste will nur seine hose ersetzt haben.....der übernächste hat womöglich danach ein trauma...

    ich hab für meine hunde eine haftpflicht. weil ich möchte, dass tatsächlich entstandene schäden ersetzt werden.

    aber! was ich nicht schätze, ist diese rundrumsorglosgeldgiermentalität, die immer mehr umsich greift - mir fehlt das gleichgewicht irgendwie. das gefühl für "ich bin selber schuld" oder wenigstens "ich hab mitschuld" - das geht verloren.

    ich meine, wenn ich angst haben muss, wenn mein hund im garten mal bellt und draussen geht wer vorbei, erschreckt sich, stolpert deswegen über seine eigenen füsse, fällt, bricht sich dabei den fuss und ich muss angst haben, von haus und hof zu kommen, weil es schon urteile gab, die dem "verunfallten" recht gaben, der wiederum die schuld beim HH sucht........ne, da kommt mein weltbild immer gehörig ins wanken..

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    und schmerzensgeld find ich angebracht,kosten für arzt,medikament,täglichekontrollen,komplette einschränkung bei allem plus arbeitsunfähig und heute habe ich ziemliche schmerzen und muss dann auch zum arzt.ich seh auch ständig diese situation vor mir,aber ganz ehrlich lieber meine hand als mein hund wenn der ihm in den hals gebissen hätte weiss ich nicht wie das für meinen ausgegangen wäre und dann hätte ich einen verletzen und wahrscheinlich ziemlich gestörten hund gehabt

    öh, weisst du, was schmerzensgeld ist?

    das was du schreibst fällt mehr oder weniger unter aufwandsentschädigung - sprich: da sind kosten dabei, die dir tatsächlich entstanden sind - die normalerweise eine vorhandene haftpflicht ersetzen sollte. (arztkosten, medis, einnahmenausfälle bei arbeitsunfähigkeit, fahrtkosten ect.).

    schmerzensgeld ist etwas, dass du zusätzlich zum tatsächlich entstandenen aufwand bekommst - eben als "genugtuung" für erlittene schmerzen ect.

    kleiner, aber feiner unterschied!

    mir ist mal jemand ins stehende auto gerauscht, böser unfall, verletzungen bei mir mittelschwer - die gegnerische versicherung hat zwar alle anfallenden kosten ersetzt (auto, krankenhaus, arzt, medis, fahrtkosten, haushaltshilfe, kinderbetreuung und sogar beritt für mein pferd in der zeit in der ich nicht reiten konnte) - aber schmerzensgeld wäre nochmal was anderes gewesen.

    bei deinem fall ist die rechtslage mal wieder arg schwammig - wie fast (leider)immer, wenns um hunde geht. es gibt tatsächlich ähnliche fälle, wo es auf eigenes mitverschulden rauslief.

    Zitat

    A

    Und zu den Belohnungen fällt mir nur eins ein:

    Komm nackt und bring Essen mit :gott:

    Bzw da ihr ja sicher zusammen wohnt: Warte nackt und hab das Essen bereits gemacht :gut:

    naja zur anfangskonditionierung wär das vielleicht ein weg - aber irgendwann muss man das ja auch wieder ausschleichen, ne? sonst isses ja nicht mehr die "superbelohnung" :lachtot:

    und die "superbelohnung" gibts eben nur für besondere leistungen. (und bei der belohnung weiss ich nicht ob sie richtig verknüpft wird und nicht anderes unerwünschte verhalten geradezu hervorruft...und ausserdem glaub ich, dass man "herrchen" auf die weise ständig unter stress setzt - stichwort erwartungshaltung - das muss ja nun auch nicht sein, nicht dass es da dann zu übersprungshandlungen kommt....)

    wobei - man könnte das doch auch klickern, oder?