Aoleon da geh ich in fast allem was du schreibst komplett mit. 
Ich persönlich würde dir auch jederzeit einen Hund geben ohne "Wohnungsbesichtigung" wenn du mir (wie geschehen) erklärst, warum du das nicht magst. Und wenn du mir dann sogar noch den von dir gemachten Alternativvorschlag machst - dann wäre das für mich persönlich in Ordnung. Kann ich nachvollziehen, mag ja auch nur sehr ungern "Fremde" in meinem privaten Bereich.
Unser örtliches TH macht übrigens auch keine Platzkontrollen - da läuft das über mehrmaligen Besuch im TH und über die Gassigänge zum kennenlernen. Auch die Vermittlung von Joey lief so ähnlich ab, da waren wir auch ca 3 - 4 mal mit Sam zum kennenlernen, war aber eben auch nur eine Fahrt von 25 km, also keine lange Strecke.
Was aber eben leider bei Vermittlungen quer durch die Republik nicht so gut funktioniert. Bens Pflegestelle war in Kulmbach. 370 km einfache Fahrt von hier aus. Ist, wenn du ein Auto hast, auch an einem Tag zu machen, könnte ich theoretisch auch 2 oder 3 mal machen, ich fahr gern und hätte es für Ben auch durchgezogen. Aber nicht jeder hat ein Auto oder die Möglichkeit, so eine Strecke 2,3,4 mal in einem bestimmten Zeitrahmen zurück zu legen. Da würden dann wohl der eine oder andere auch ziemlich mit der Situation hadern...
Der Vorschlag mit den Nachkontrollen ist, finde ich, auch schwierig. Eben weil man ja meistens nur "ehrenamtliche" Leute so wie z.b. mich hat. Ich bin relativ relaxt, wenn ich beurteilen soll, wie jemand mit seinem Hund umgeht. Bin da ja auch bei meinen eigenen Hunden eher der tiefenentspannte Typ, ob der Hund nun dieses oder jenes Kommando nach x Wochen kann oder nicht ist mir egal. Ob der Hund etwas rustikaler behandelt wird oder ob er zu sehr betüdelt wird, ist mir auch wurscht. Wenns dem Hund damit gut geht - ok. Aber natürlich hab ich auch ganz bestimmte Vorstellungen von dem was noch ok ist und was (für mich) gar nicht geht. Ich bin ja freiwillig und ehrenamtlich unterwegs - weder Hundetrainer noch Menschentrainer, wie die meisten, die sich da engagieren. Für mich ist sogar die Vorstellung, dass irgendwann mal jemand vorbei käme und mit mir und Ben unterwegs ist um zu gucken, wie ich das so mache eher ungut - da hätte ich das Gefühl, ich bin in einer Prüfungssituation.....so ein bisschen wie in der BH. Aber ohne dass ich weiss, was in der "Prüfung" tatsächlich verlangt wird.....ich würds wohl schon irgendwie hinkriegen, aber wohlfühlen würd ich mich nicht dabei. Eben weils da auch soviele verschiedene Ansätze gibt, wies unterschiedliche Menschen gibt. Ben ist z.b. eher der schlaksige, dünne Typ. An den füttere ich im Moment auch nix hin. Die einen sagen, der hat eine top Figur und andere fragen mich ganz besorgt, ob er schon genug zu fressen bekommt. Nur mal so, als Beispiel, wie schwierig das werden könnte mit mehrmaligen Nachkontrollen.
Zum Thema Ausweis: Ja, man sollte sich drauf verlassen können, dass jeder immer die Wahrheit sagt und sich und seine persönliche Situation auch richtig einschätzt. Wäre mehr als wünschenswert! Und wie gesagt, ich versteh es durchaus, dass man nicht jeden einfach mal so in sein persönliches Umfeld lassen will. Ich kann anhand des Persos natürlich immer über Google Maps gucken, wie schaut das aus, wo wohnt derjenige, gibts die Adresse überhaupt ect. War z.b. wärend der Coronazeit auch gar nicht anders möglich. Da machten "meine" Orgas auch die persönlichen Vorgespräche draussen oder gleich per
Videochat. Hat auch einigermaßen funktioniert. Wäre also vielleicht sogar eine Alternative. Zumindest für Interessenten, die mit der persönlichen Vorkontrolle im eigenen Haus nicht so gut können.
Dieser ellenlange Text den ich bis hierhin geschrieben habe, gilt, und das möcht ich nochmals betonen, nur für die Orgas und THs die ich persönlich kenne - es gibt nämlich tatsächlich viel zu viele schwarze Schafe und schon fast sektenähnliche Strukturen im TS. Das weiss ich auch und die möcht ich auch überhaupt nicht unterstützen!