Ich an deiner Stelle würde wohl überlegen, den Hund durch Kürzung der Rute vor weiteren Verletzungen zu schützen. Ich sähe darin das Wohl des Hundes. Diese Versuche, ihn ruhig zu halten usw., das belastet doch und bringt nicht mal wirklich etwas. Es ist traurig und eine OP, aber jetzt dieses Immer-aufpassen, aber letztlich regelrecht drauf warten zu können, bis es schlimmere Wunde gibt, fände ich frustrierender und für den Hund auch mehr Strapazen als eine "geregelte" OP.
Ich kann auch verstehen, wenn du es weiter ohne OP probierst und will dir da keinesfalls Vorwürfe machen. Nur für mich als Außenstehende liest es sich ein wenig wie "vergebliche Liebesmüh", wie vorprogrammiert, dass eine OP nötig werden wird - und dann könnte man sich aber eben diese "Aufpass"-Zeit jetzt auch sparen.
Frag doch den 2. TA mal, was er raten würde, wie viel man von der Rute wegnehmen müsste, um sie vor Verletzungen zu schützen. Vielleicht ist es weniger als du denkst. (Und weniger, als ggf. nötig wird, wenn man eine hartnäckige Wunde mit entfernen muss und weiter ins Gesunde hineinschneiden muss.)
Ich kenne das von Dobermännern und auch von Jagdhunden, letztere haben ja auch eine Sondergenehmigung zur Ruten-Amputation. Erschwerend kommt hinzu, dass Erstere durch das lange Zeit leider übliche Kupieren der Rute nicht so auf die Rutenentwicklung geachtet haben bzw. achten mussten, weil die Ruten ja eh kupiert wurden.