Es ist, wie es ist, es gibt Lebewesen in den unterschiedlichsten Geschlechtsmerkmalausprägungen. Es ist eine gesellschaftlich-kulturelle Sache, zu sagen: Normal ist weiblich und männlich, alles andere ist unnormal bzw Missbildung.
In D werden zB jährlich ca 2000 Babys geboren, bei denen "uneindeutige" Geschlechtsmerkmale vorhanden sind. Uneindeutig in dem Sinne, dass sie nicht in die gesetzte Frau/Mann-Zuordnung passen. Weil zB ihre Klitoris die Größe eines Penis hat. In vielen Fällen wird das Neugeborene zeitnah operiert, damit alles "seine Richtigkeit" hat. Dies geschieht nicht aus medizinischen Gründen, sondern aus sozialen: Damit das Kind später keine soziale Ablehnung erfährt.
Vielleicht kennen hier welche auch die Gender-Diskussion. Darin geht es ua um die Frage, wie viel vom Geschlecht per Geschlechterrolle definiert ist.
Es gibt auch vereinzelt die Bestrebung, ein "drittes Geschlecht" einzuführen, damit Menschen so bleiben können, wie sie sind und sich fühlen. Dies betrifft vor allem sg transsexuelle Menschen - wie ich finde betrifft es aber eigentlich alle, das gesamte gesellschaftliche Miteinander.
Okay, ich habe hier jetzt etwas ausgeholt, aber das Wort "Missbildung" ist mir aufgestoßen. Und kann ja nicht schaden, über den Hundenapfrand hinaus zu schauen 