Wenn der Traum zu schlimm wird, werden Hunde vermutlich - genau wie Menschen - aufwachen. (Selbstschutz der Psyche)
Beiträge von BigJoy
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ICH BEKENNE MICH SCHULDIG!!!
Ich nehme meine kleine Schwatte auch auf den Arm, ABER -wie hier schon jemand erwähnte- da sie sonst eine Gefahr für andere ist. Mit ganzen 35cm "Größe" ist sie mal einer Neufundländer-Dame an die Gurgel gesprungen. Die schaute glücklicherweise -ebenso wie ihr Herrchen- nur erstaunt und ich konnte mit hochrotem Kopf meinen Hund wieder abpflücken, was recht schwierig war, da sie nicht loslies. Zum Glück wurde darüber gelacht, doch Leute, das war mir eine Lehre. Ich nehme sie nicht immer hoch, doch wenn der Platz eng wird, dann schon. Vielleicht war der Blick ja eher entschuldigend, dann hätte ich es sein können
. Und bevor Ihr mich jetzt anklagt: Ich habe mit ihr bereits alles versucht, es ist bei Hündinnen nichts zu machen, da rastet sie einfach aus. Hundeschule habe ich auch schon versucht, aber außer Hier und sitz ist sie auch da völlig erziehungsresistent. Ich weiß nicht, was sie früher erlebt hat, doch so ein paar Macken hat sie mitgebracht und behalten
.DAS ist für mich echt ein anderes Kaliber - finde ich und sage danke für diese mir neue Sichtweise! Echt, dass es auch so sein kann, darauf bin ich noch nie gekommen.
Ich kenn bislang auch nur die Ich-rette-meinen-Kleinen-Nummer, die meist mit großer Angst/Unsicherheit des HH vor anderen/größeren Hunden einhergeht. Und DAS finde ich etwas ganz anderes!
Dieses Auf-den-Arm-nehmen hier würde ich als Schadensbegrenzung und Pragmatismus bezeichnen
Ich nehme meine 37 cm Hund nur auf der Rolltreppe, teils im Zug (beim Platz suchen in übervollen Zügen) oder zum Schmusen mal auf den Schoß. Da ich vorher nur mit großen Hunden zu tun hatte, kam ich gar nicht auf die Idee, meinen 8-kg-Hund ja auch hochheben zu können in solchen Situationen - fehlende Prägung beim HH

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Bei uns gibt's das auch nach ereignisreichen Tagen.
Anfangs, als sie neu bei mir war, war es noch viel öfter.
Ganz neu: Dass sie auch im Schlaf/Traum mit dem Schwanzwedel - zu süß!! (Freudewedeln! Der Hund hat anfangs überhaupt nicht vor Freude gewedelt. Und nun im Schlaf...)Ansonsten: Volles Programm. Zucken (jedes Körperteil, besonders häufig Gesichtszuckungen), Nase kräuseln, bellen, laufen...
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Ich finde das auch zu süß mit den Keksen!!
Nicht nur die Hunde sind happy, nein, ich finde w i r haben auch dabei so einen Heile-Hunde-Welt-Verzück-Blick drauf, wenn die Hunde sie mampfen
Ich fühle mich auch sehr wohl mit euch und freu mich aufs nächste Treffen!
Bei Joy fand ich erstaunlich, dass sie offensichtlich geschnallt hat: "Ach, die wieder. Die vielen wilden Hunde, die nix tun." Sie muss das erste Treffen positiv verbucht haben und das jetzige Treffen als Wiederholung erkannt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie entspannter war (okay, beim letzten Mal hat sie zudem gefroren
).
Oder es bringt etwas, dass wir nicht mehr in der Hundeschule sind
Oder die regelmäßigen Spaziergänge mit einer spielfreudigen Hündin im Hundewald zeigen Effekte...Also, wenn ich das noch erlebe, dass mein Hund mit einem anderen Hund spielt (zB so wie Samba!!!), dann drohe ich hiermit schon mal an, alle Umstehenden abknutschen z u m ü s s e n, denn dann wäre meine Heile-Hunde-Welt so richtig in Ordnung...
Bitte seid mit dieser Drohung zufrieden - meine andere lautet nämlich: "Den Hund, mit dem mein Hund spielt, kauf ich den Besitzern ab!"
Was mich übrigens auch noch schwer beeindruckt hat, war der Abruf von Bungee! Wow, schien nichts Wichtigeres zu geben, als dem Ruf zu folgen - Respekt, Marina!!
Und, einmal in Lob-Hudellei-Laune *g*, ich genieße den entspannten Umgang mit den Hunden sehr. So viele entspannte Hunde und deren Halter hat man echt selten - klasse Runde, klasse Treffen!!
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Es stimmt, dass man seinen Hund ausreichend beschäftigen muss, körperlich wie geistig.
Noch mal eine weitere Idee:
Kennt dein Hund im Haus "Auszeiten"? Also dass er sich auf seinen Platz legen soll, dort bleiben soll und "Pause hat"?So aus der Entfernung klingt es danach, dass dein Hund eine Schwierigkeit haben könnte, runterzufahren, zur Ruhe zu kommen. Das ist unter Umständen in einem belebten/lebhaften Haushalt (kleine Kinder usw) schwierig.
Falls du es noch nicht so handhabst, könntest du es mit so "angeordneten Auszeiten" ausprobieren. Ganz wichtig: Der Hundekorb muss Tabu sein für die Familienmitglieder, speziell deine kleinen Geschwister! Liegt der Hund da, muss er in Ruhe gelassen werden.Zum Zerkauen von Spielsachen deiner Geschwister:
Ich würde für Ersatz sorgen und ihm eine Zeit lang täglich etwas zu Knabbern geben. Es gibt doch zB diese großen Kalbsknochen (?), an denen kauen sie mehrere Tage.
Wenn er sein Spielzeug zerpflückt, finde ich persönlich das in Ordnung. Ist "seins", damit kann er machen, was er will. Ich würde es allerdings nicht herumliegen lassen, sondern immer wegräumen und nur zum gezielten Spielen rausholen (du entscheidest, wann gespielt wird, nicht er).
Wenn er ein erhöhtes Knabberbedürfnis hat, kann er dem mit einem Kauzeugs, das er von dir kriegt, nachgehen. Ich würde ihm das Knabberding deshalb zur freien Verfügung überlassen, dass er jederzeit dran kann. Das kann ein Kauknochen sein oder etwas anderes, auf dem er rumkauen kann (Silikonspielzeugs, Tau usw).
Der Hund kann dann a) sich mit dem Ding beschäftigen, ggf auch Frust und Stress abbauen beim Kauen und b) kannst du ihn immer wieder auf sein Ding verweisen, wenn er an etwas anderes geht wie an das Spielzeug deiner Geschwister. (Es ist häufig besser, dem Hund ein Ersatzverhalten anzubieten, statt ihm nur so sagen, was er nicht machen soll.) -
Ich kenne Gequietsche auch von Dobermännern. Manchmal aus Langeweile/Frust, manchmal "nur so".
Ist sie geistig genügend ausgelastet?
Ansonsten wäre für mich eine anstehende Hitze auch noch stark im Rennen als mögliche Ursache.Und dann noch eine etwas abgedreht klingende Möglichkeit: Es gibt im Haus ein neues, für dich nicht hörbares Geräusch, dass der Hund hört und in das er miteinstimmt.
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Aber die Beiträge hier haben mich neugierig gemacht, wie es mit den anderen Hunden so aussieht, die aus ähnlicher Situation kommen. Es hört sich so an, als ob sie gut auf Leckerchen ansprechen. Oder gibt es da auch dieses Misstrauen?
Auf die Gefahr hin, mich noch mal lächerlich zu machen durch unnötige Belehrung dessen, was du eh schon weißt und anwendest
noch mal Senf von mir:
Ich würde davon ausgehen, dass das Leckerlie-Misstrauen abnimmt. Verhaltenspsychologisch ist das eine Frage der Wiederholung der Erfahrung, wobei stark emotionale Sachen sich stärker einbrennen (und es eine höherer Zahl von alternativen Erfahrungen braucht, um dies auszugleichen).Generell haben Hunde ja unterschiedliche Verstärkungs-/Belohnungsvorlieben. Futter bzw Leckerlie dürften bei den meisten Hunden allerdings ganz oben stehen.
Nur: Ein Hund, der unter starkem Stress steht, reagiert nicht auf Leckerlies. Kann er biologisch gar nicht, weil ihn der Stress blockiert.
Bei meiner hat es ca 4 Wochen gedauert, bis ihr Stresspegel grundsätzlich so heruntergefahren war, dass sie Leckerlie annahm (Vorher war: "Hilfe, was will der Mensch von mir??? Gefahr!!!" angesagt). Es gab und gibt aber weiterhin Situationen, in denen sie keine Leckerlis annahm/annimmt.
Insofern ist die Leckerlie-Annahme auch ein Indikator dafür, ob der Hund unter Totalstress (Panik usw) steht.Klingt, als könnten bei dir diese beiden Faktoren zusammen kommen: Allgemeiner Stress aus der neuen Situation heraus (ggf mit fehlender Prägung auf das Leben mit Mensch, in der Stadt usw) plus konkretem Stress aufgrund negativer Verknüpfung Leckerlie-Mensch.
Senfende.

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Sari wurde leider mit Leckerchen gefangen und ist da sehr misstrauisch.
Ich kann ihr quasi nichts beibringen, denn sie mag zwar Streicheln und Futter, aber nur sehr zögerlich. Richtig loben oder motivieren kann ich sie damit nicht.Du könntest versuchen, das Leckerlie-Misstrauen mit Handfütterung abzubauen. In dem Fall würde ich vorschlagen, dass sie NICHTS tun muss, um ihr Futter zu erhalten. Sie erhält es einfach aus deiner Hand, statt aus dem Napf.
So könnte die negative Verbindung zugunsten einer positiven (oder zumindest neutralen) weichen.Dass du den Eindruck hast, ihr gerade noch nichts beibringen zu können, klingt für mich nach einem Hinweis, dass der Hund noch mehr bei dir und in seinem Leben ankommen muss. Das ist schon Alltagstraining, was der Hund mitmacht, nur weil er bei dir ist!
Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Übungen einbauen, sondern sie sich erst einmal an den Alltag gewöhnen lassen. Inklusive der Übungen, die dabei automatisch anfallen (zB Sitz an der Straße).
- Äh, verstehst du, was ich meine? (Unterschied Alltagstraining und explizites Training) -
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Habe mir heute auch ein Buch über Hundepsychologie gekauft, das trifft sich alles mit Euren Meinungen...
Da will man dem kleinen Hund was Gutes tun, und tut alles für ihn, und dann macht man alles falsch damit

Habe nun auch mal mit einen Hunderainer ála Martin Rütter (oder wie auch immer) einen ermin ausgemacht, dann kommt er zu uns nach Hause und schaut sich unser Zusammenleben mal so an, und dann wird das schon, der war am Telefon ziemlich zuversichtlich, war wohl nicht sein erster Hund mit diesem Verhalten, bzw. die ersten Besitzer mit diesem Verhalten!

Dass du verstanden hast, dass das Verhalten deines Hundes ganz viel mit deinem Verhalten zu tun hat, ist die halbe Miete!
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Du hast einen Stress- bzw. Angsthund. Damit bist du nicht alleine und es gibt hier schon viele hilfreiche Threads dazu.
Mir hat eine Trainerin, die sich mit Angsthunden auskennt, sehr geholfen. Mit ihrer Hilfe hab ich meinen Umgang mit dem Hund grundlegend überdacht und angepasst (ich hatte bis dahin keinen Hund, der so tickte). Eine weitere Ebene sind dann die konkreten Situationen, für die man einen Umgang bzw Trainingsplan überlegt.
Ich würde dir raten, dich entsprechend einzulesen. Ich will dich damit nicht abspeisen! ich habe nur den Eindruck, dass dir der grundlegende rote Faden im Umgang mit (d)einem Stress-/Angsthund fehlt. Wenn du den hast, wird vieles einfacher!!
Kennst du zB dieses kleine feine Buch (7 EUR; Titel täuscht, das Buch führt in grundsätzlichen Umgang mit Angsthunden gut ein):