Beiträge von BigJoy

    Ich finde zB auch wichtig, dass das Spielverhalten passt, zB Grobmotoriker zu Grobmotoriker und nicht zartes Reh zu Nilpferd.

    Auch würde ich eher unsicher-sicherer Hund als Kombi wählen als 2x unsicher.

    Ohne in die Dominanzecke gestellt werden zu wollen: Ich würde auf unterschiedliche Charaktere achten. Also einen Hund mit aktiven Verhaltensweisen zu einem, der sich eher passiv verhält. Einen Agierer zu einem Reagierer.

    Ich sehe es anders als du und gehe davon aus, dass sich schon früh Charaktereigenschaften zeigen, früher als mit 6 Monaten und auch schon nach wenigen Tagen oder Wochen auf einer Pflegestelle.
    Das, was "oben drauf" kommt, ist die Anpassungsleistung vom Hund, der sich auf sein Umfeld einstellt (Gruppentier!). Er wird seinen Platz in der Gruppe einnehmen, so wie es die Gruppe hergibt und sein Charakter es ihm erlaubt.

    Ich liebe meinen ehemaligem Tierschutzhund; sie ist mein Hund, gar keine Frage. Und doch werden beim nächsten Hund dessen Aufwachsbedingungen den Ausschlag geben. Weil ich es unglaublich unnötig und frustrierend finde, aus einem Hund erst einmal einen Hund machen zu müssen, um Defizite in der Aufzucht/Haltung ausgleichen zu müssen.

    Ein VDH-Züchter erfüllt dabei meine Ansprüche nicht automatisch. Und auch ein Rassestandard nicht.

    Lasst ihr die Schleppe denn schleifen, oder haltet ihr sie bisher in der Hand?
    Bei schleifender Schleppe hat man die realistische Chance, einen - warum auch immer - durchstartenden Hunden noch per Tritt auf die Leine aufhalten zu können.
    Vielleicht ist das ein Argument für deinen Freund? Freilauf mit Schlepp als Reißleine.

    Eine zweite (psychologische) "Reißleine" könnte eine gute Verkehrserziehung sein. Dass der Hund also lernt, nie, nie, nie alleine über die Straße zu laufen, sondern stets vor dem Betreten der Straße stehen bleibt.

    Und dann fällt mir dazu noch "Garp - und wie er die Welt sah" ein, Film/Buch von John Irving:
    Garp und seine Frau schauen sich ein Haus an. Während der Besichtigung stürzt ein Flugzeug ab und kracht mitten ins Haus rein.
    Garp ist klar: "Das Haus kaufen wir! Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 2x ein Flugzeug darüber abstürzt, ist gleich Null!"

    (Was ich sagen will: Die Wahrscheinlichkeit, dass erneut ein gut erzogener Hund, der in einem übersichtlichen Gelände abgeleint wird, stiften geht UND dabei überfahren wird, ist sehr gering... Das Ereignis ist einfach eine Superausnahme, so schmerzlich es auch ist.)

    Ich habe mich nach dem artgerechten Verhalten der Spinnenviecher erkundigt und sie dann artgerecht mit dem Wind aus dem 3. Stock entfernt.

    Die eine oder andere mag statt in den Wind in den Staubsaugersog gekommen sein, da gab es sicher einige Verluste :hust:

    Aber sorry, meine Ekelgrenze war überschritten!
    ich hab mit so Viechern die Abmachung: Ihr draußen, ich drinnen. Und draußen ist echt genug Platz... :gott:
    (Diese zwischenartliche Vereinbarung gilt insbesondere für Spinnen, Mücken und Fliegen samt Fruchtfliegen.)

    Freud war übrigens der Meinung, dass Spinnen für die Mutter stehen... :/

    Zitat

    Ansonsten kann ich ihn ja prinzipiell auch anleinen im Haus, oder? Wenn ich will dass er auf seinem Platz bleibt. Nicht immer aber wenn er anfaengt hochzufahren. Gut oder eher nicht gut?


    In meinen Augen eine sinnvolle Maßnahme. ich würde eine Leine direkt an seinem Platz befestigen, so dass du ihn ohne Tara anleinen kannst, wenn er auf seinem Platz ist.
    Wenn er zur Ruhe gekommen ist, kannst du ihm im Vorbeigehen belohnen (Streichler oder Leckerli).
    Eigentlich müsste sein Runterfahren auch selbstverstärkend wirken.

    Schon daran gedacht, ein Entspannungssignal aufzutrainieren? Du könntest die Phase der Anleinens auf seinem Platz gut dazu benutzen.

    Ich hatte vor 2 Jahren mal die Invasion einer solchen Brut - allerdings ohne Mutter. Es waren heimische Irgendwasspinnen, die sich zu Hunderten in meinem Büro abseilten und zwischen den Pflanzen niederließen.


    Ich hab mich an ein Spinnenforum gewandt, wie ich die Viecher in Herrgottsnamen los werde - und bekam als Antwort, wie wichtig und faszinierend diese Tiere seien und natürlich gab es keine Tipps zur Entsorgung :roll:

    Die Quelle war ein gelber Haufen, wirkte wie Glaswolle, das war deren Nest. In die Fensterrahmenritze gesetzt. Fenster auf, Spinnen rein. Und drinnen haben sie dann versucht, sich artgerecht mit dem Wind zu verteilen, um sich nicht alle in einem Revier die Beute streitig zu machen.

    Uaaaaah....