Beiträge von BigJoy

    Ihr Lieben,
    komme gerade frustriert vom TA. Joy läuft oft auf 3 Beinen und wir finden weiterhin weder Ursache noch Abhilfe.

    Joy ist meine vermutete Terrier-Mixhündin, ca. 5 J, seit 3 J. bei mir. Sie nahm anfangs abwechselnd beide Hinterbeine immer mal hoch, inzwischen nur noch das linke.

    Zum Gangbild:
    Sie galoppiert einwandfrei und offensichtlich schmerzfrei auf 4 Beinen! Auch im Schritt ist sie auf 4 Beinen unterwegs. Nur im Trab fällt sie – vor allem bei nassem/kaltem Wetter - in ihren Dreigang.

    Zum Wetter:
    Das ist ein wenig verrückt. Sie geht normal die Treppen runter, wir kommen zur Haustür raus, Hund steht in der Kälte bzw. im Regen und zack, wird das Bein angezogen und bleibt oben (außer sie braucht es zum Springen).
    Bei trockenen, warmen Wetter läuft sie durchgängig auf 4 Beinen. Ausnahme, und spätestens da fragt man sich, ob der Hund irgendwie spinnt bzw. ihr das Schmerzgedächtnis einen Streich spielt: Wenn sie auf eine nasse Wiese tritt (z.B. Morgentau oder Wässerung), wird das Bein angezogen und auf 3 Beinen weiter gelaufen.

    Es gab vor ca. 2,5 J einen Röntgenbefund mit „Sand“ im Kniegelenk des linken Hinterbeins. Die TÄ damals meinte: Nicht operieren, dafür ist es nicht schlimm genug. Sie vermutete eine Arthrose aufgrund eines alten, schlecht verheilten Kreuzbandrisses. Sie verordnete Zeel.

    Danach sind wir zum THP: Neben klassischer Homöopathie (weiß nicht mehr, was das war), verordnete er Celadrin, CMR u.a. mit Grünlipp u Weihrauch, Magnesiumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumcitrat.
    Der THP und eine weitere TÄ meinten, es handelt sich um eine Art Körperbildstörung bzw. die Erinnerung an eine alte Verletzung.

    Zuletzt hab ich Traumeel gegeben.

    Heute waren wir bei einem Gelenkspezialisten. Erneute Röntgenaufnahmen: Rücken und Hüfte sind in Ordnung. Auch ihr Bein bzw. Knie ist unauffällig. Kniescheibe sitzt fest. Ohne ihr Humpeln würde man sagen, der Hund ist gesund...

    Der Spezialist heute sagt, entweder so laufen lassen („früher sagte man: Ist halt so“) oder das Knie aufmachen und nachsehen. Vielleicht kann man etwas Störendes dabei beseitigen – wenn man etwas findet. Ggf. ist ein Meniskus im Weg und sie humpelt aufgrund eines Störgefühls.
    Es könnte auch sein, dass es eine Terrier-spezifische Nervensache ist. So wie Terrier vor Übererregung zittern können. Es gäbe Terrier, die fallen in dieses Humpeln, weil sie nicht so schnell laufen können, wie sie wollen. Und es gäbe Terrier, bei denen sei die Schutzschicht um die Nervenzellen zu dünn ausgefallen, so dass dort eine erhöhte Empfindlichkeit bestünde – da kann man dann einfach nichts finden, obwohl der Hund lahmt.

    Was würdet ihr tun?
    Im Moment neige ich dazu, das Knie aufmachen zu lassen. Einfach, um diese Chance zu nutzen, diese Hoffnung auszuschöpfen. Aber nun höre ich zunehmend Stimmen, dass so eine Knie-OP auch eine Verschlimmerung bringen kann... (also nicht nur keinen Befund als Resultat, sondern dass ich eine Verschlechterung riskiere).

    Sie ist übrigens sehr schlank und topp bemuskelt (also von der Seite ist alles getan, auch Ernährung gemäß DF-Liste u. getreidefrei, z.Zt Kiening Dosen). Und es scheint ihr nicht wirklich etwas auszumachen, auf 3 Beinen zu laufen, mir scheint sie dann schmerzfrei zu sein.

    Würde gerne euere Meinung hören. Danke.

    Aber er sieht nicht sonderlich verstört aus oder so, als irrt er schon länger herum, finde ich - oder täuscht das auf den Fotos?
    Vielleicht ist er nur beim Spielen "aus dem Ruder" gelaufen und es kommt bald zur Familienzusammenführung... (hoff)

    Klasse, dass du dich gekümmert hast!

    Mich würde auch noch die Gartenaufzucht stören.
    Dobis sind sehr sensible Hunde, die entsprechend gut sozialisiert werden müssen. Gartenhaltung hört sich für mich anders an als "sie können auch im Garten spielen". Wieso muss denn erwähnt werden, dass sie ins Haus dürfen ("Hundehaus") - das sollte doch selbstverständlich sein!! Oder will man seinen Hund später auch nur im Garten halten??

    Wenn du unsicher bist, würde ich eine 2. TA-Meinung einholen. Hautgeschichten sind häufig nicht so einfach zu diagnostizieren.

    Könntest du ein Foto einstellen? Vielleicht erkennt es dann jemand, dessen Hund das auch schon mal hatte.

    Ich würde an deiner Stelle ein finales Gespräch mit deinem Trainer führen. Ihm deine Änderungswünsche sagen (nicht als Frust, so persönlich würde ich am vermutlichen Ende eurer Beziehung nicht werden wollen, sondern die inhaltlichen Aspekte!) und den Austausch mit ihm suchen. Wenn er dir nichts an Änderung anbieten kann, noch mal drüber schlafen und dann Abschied.

    Danach würde ich an deiner Stelle tatsächlich versuchen, etwas eigenes aufzubauen. Ob es sich lohnt oder etwas bringt, einen Verein zu gründen, weiß ich nicht. Aber ich an deiner Stelle würde versuchen, Gleichgesinnte zu finden, zu mobilisieren und dann mit denen etwas Neues aufziehen.
    Das können ggf Kurse in einer bestehenden Hundeschule sein, ein eigenes Training, Gassi-Runden mit Übungseinheiten - keine Ahnung, muss man sehen, wer zusammen findet, was man zusammen will und wie das umsetzbar ist.

    Der Beitrag von Juno ist sehr schön. Suche und finde solche Junos :smile:


    Übrigens:
    Ich finde es ganz ganz toll, dass du diesen Thread hier eröffnet hast!!
    Dickes Lob, für deinen Mut und deine Tabulosigkeit, dich in die Hundesportlernesseln zu setzen!! (Die sind hier ja auch vertreten).
    :respekt:
    Leider bestätigst du meine Beobachtungen, die mich von Hundesportvereinen immer ferngehalten haben.
    Ich hoffe sehr, dass du DEINEN Weg findest um weiter zu machen - damit sich in der Szene etwas ändert oder sich eine Alternative aufbaut.
    Nach dem Motto: Raus aus den Höhlen, rein ins Leben
    :gut:

    Vielleicht hat sie die Nagelfeile gesucht, weil nach der Pflanzenbuddlei die Nägel schwarz waren oder der Nagellack war abgeblättert...
    Oder hat sie die Kulturtasche für einen Dummybeutel gehalten?

    Ach, ich denke, sie kam einfach nur dran ;)

    Ganz pragmatisch: Ich würde sie so oft wie möglich mitnehmen, damit sie Abwechslung hat. Also auch mit auf die Fahrt ins Krankenhaus, wenn sie in der Zeit im Auto warten kann. Während der Fahrt ist sie nicht allein, hat Abwechslung, vor Ort ne Runde oder auch zwischendurch mal halten für ne Runde. Abwechslung strengt ja auch an.

    Kann sie ggf zu einem Hundekumpel zum Austoben (evt einer mit Garten). Oder wenn du wieder zu Hause bist, könntest du einen zum Spielen bei dir einladen.