Du bist doch bei einer Trainerin, oder? Dann besprich das doch mit ihr, am besten lauft ihr auch mal zusammen und absolviert "Live-Situationen".
Mein Vorschlag wäre, mit "schau" zu arbeiten.
Hund guckt dich zufällig an, du sagst "schau" und lobst ihn (verbal oder mit Leckerli). Erst in harmlosen, ablenkungsfreien Situationen. Ziel ist, dass der Hund dich auf "schau" anschaut und sich dann auf dich konzentriert. Dann blendet er die Umgebung dabei vorübergehend aus und schaut auf dich, statt auf den Hund.
Das geht auch in Kombi mit im Fußlaufen oder nur mit Fußlaufen, dass der Hund sich dabei auf dich konzentriert.
Ist der Hund passiert loben und den Hund wieder freigeben (lockere Leine statt Fuß).
Es hilft manchen Hunden, wenn sie ein Kommando bekommen und damit die Anleitung für ein Alternativverhalten.
Und für deine innere Haltung:
ich hab mich immer innerlich motiviert, mir gesagt: "Yeah, noch ein Hund zum Üben! Wir nähern uns dem 600. Hund!"
- Ich hatte nämlich irgendwo gelesen, dass es 600 Wiederholungen brauchen kann, bis ein neues Verhaltensmuster im Hirn geschrieben bzw. ein altes überschrieben ist.
Somit zählte jeder Hund positiv als Übungsobjekt (auch die, bei denen es noch nicht so optimal lief - aber es lief jedes Mal besser als mein Hund es erwartet hat, der ja erwartet hatte, vom anderen Hund gefressen zu werden, insofern: positives Erlebnis.