Offensichtlich gibt es dieses Festhalte-Verhalten in einer Bandbreite von gesund-artgerecht bis krank-gestört.
Aber es zeigt nicht jeder Hund bzw. es tritt nicht in jeder Konstellation von sich beißenden Hunden auf.
ZB statusbewusste Hunde nutzen das Festhalten, auch ohne neurologischen oder anderen Defekt
(wobei, klar, da auch Sozialisation, Erziehung bzw. Umgang und Lebensverhältnisse des Hundes reinspielen).
Einer schrieb ja auch vom Hangover-Spiel, bei dem man den Hund am Spielzeug in die Luft heben kann - was ja zeigt, dass es mechanisch kein Problem ist für den Hund, das Maul so zuzulassen, auch unter Belastung und willentlich (wobei der Hundewille vom Menschenwille abweichen kann
)
Zwischendurch hakelige, aber ingesamt gute Diskussion für mich hier, danke allen Postern ![]()
Irgendwelche Studien oder Expertenquellen, ob bestimmte Wesensmerkmale oder Rasseeigenschaften vermehrt zum Festhalten führen, gibt es wohl nicht - oder?
Und das mit dem Beschädigen sehe ich auch zwiespältig bzw. komplex:
Ich denke, Verletzungen können sowohl beim Festhalten als auch beim "wilden Beißen" auftreten oder nicht auftreten. Dazu ist das Kampfgeschehen zu komplex, denke ich, um da Ableitungen zu machen. ZB können sich doch beim Festhalten die Zähne ins Fleisch bohren oder Quetschungen herbeiführen, oder wenn der andere Hund sich windet, gibt's Risswunden usw.
Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass ein festhaltender Hund zB "sauberer" kämpft.
Mich bestärkt das in der Ansicht, am besten Beißereien unter Hunden im Vorfeld abzubiegen und auf einen "kampffreudigen" Hund ein ganz besonderes Auge zu haben.