Beiträge von Scherbenstern

    Zitat

    Wenn dein Hund auf dein Kommando hin das macht was er soll ist das immer ein Lob wert...

    Sehe ich auch so.

    Was schiefläuft? Weil du kein Aufhebesignal hast!
    Du lobst und danach ist die Übung beendet. Heißt: Hund verknüpft das Lob auch mit dem ENDE der Übungund steht danach auf. Weil die Übung für ihn ja beendet ist - das läuft ja auch immer so ab*grins*

    Besser ist ein Aufhebe Singal einzuführen. Er macht sitz, du sagst FEIN er bekommt das Leckerli und du hälst ihn noch ne halbe Sekunde bis Sekunde im Sitz und sagst dann "Ok"/"Go"/"Fertig" etc.
    Das ganze machst du mit allen Übungen und Signalen die sowas brauchen.
    Erst ne halbe Sekunde bis Sekunde und dann kannst du das ganz langsam steigern.

    Ich kann immernoch nicht "Fingerpfeifen"*schäm*
    Und dabei übe ich ganz fleissig...*g*

    Wir benutzen eine Doppelton Büffelhornpfeife.
    Mit den "Hochfrequenzpfeifen" komme ich nicht kalr. Die verstellen sich bei mir dauernd von selbst oder ich verlier das "Käppchen".

    Wir benutzen unsere Pfeife nicht für den Alltag und die normalen Signale.
    Sondern bloss derzeitig für "Down" (noch im Aufbau) und für den Superabruf - sofort ohne Umschweife zu mir bei prekären Situationen. Z.B. Wild springt auf und sie hetzen hinter her oder Amadeus fängt an zu "Fährten", sowas.
    Also Quasi ist die Pfeife als Notsignal gedacht, vorallem weil ich nicht Fingerpfeifen kann - denn die Argumente sind schon nicht unbegründet. Finger hat man immer dabei und Pfeife kann man vergessen, verlieren etc. und mit dem Mund pfeife ich nicht gerade sonderlich laut.
    Für den Alltag reicht es, aber nicht für Sondersitautionen.

    Was für eine Pfeife du benutzen möchtest bleibt dir überlassen.
    Der Abruf/andere Aktionen auf Pfiffe/Pfiffkombinationen oder Triller muss man natürlich erstmal trocken üben und dann zur Pfeife einführen.
    Entweder bei der Aktion pfeifen (die Pfiffkombination die es sein soll) wie man das bei anderen Signalen auch amcht oder man kann auch Das Signal geben und direkt die Pfiffkombination folgen lassen.
    Desweiteren würde ich nicht IMMER mit der Pfeife abrufen oder so. Sondern nur ganz wenige Male und im Notfall benutzen.
    Klar muss man das üben, aber das sollte man auch nicht übertreiben.
    Das normale alltags Abrufen, alltags Platz etc. sollten bleiben und die Pfeife eine Ausnahme bleiben - die IMMER 100% toll ist und zwar hypertoll!

    Bei uns gibts den Dummy direkt zum hinterher hetzen - nicht umständlich warten bis man darf*g* oder ein geiles Spiel oder eine Superbelohnung (Wurst, Fleisch, Fisch, Käse-Stückchen) oder auch die Futtertube. Sowas.

    Und was soll ich sagen: wir hatten gestern Abend ein Erfolgserlebnis. Amadeus stürzte in den Wald, ins Dickicht rein, er hat er nur geguckt beim laufen, Öhrchen stellten sich auf und ehe ich rufen konnte (hatte mich gerade unterhalten) war er schon weg.
    Einmal Gepfiffen und er kam sofort wieder *freu*.
    Früher hat das schon ziemlich lange gedauert bis er erstmal mitbekommen hat das er gerufen wird und ich gepfiffen habe.

    Das ersetzt natürlich NICHT das Aufpassen und gelegentliche normal Abrufen oder arbeiten wenn ich merke er wird Aufmerksam auf etwas im Dickkicht.

    Nina

    Ich hab jetzt nur die erste seite überflogen und deswegen haut mich bitte nicht wenn sich mein beitrag "doppelt".

    Ich stimme Massa teilweise zu. Natürlich können "Hilfsmittel" Mistig verwendet werden und natürlich haben Hunde ein exzellentes Gehör.
    Aber ich würde es nicht so "einfach" belassen und damit die Pfeifen direkt verteufeln.
    Was du nicht bedacht hast masse, wenn der Hund - z.B. bei der hatz oder beim intensiven Fährten ist ist er NICHT wirklich in der Lage das "leise" und sehr natürliche Rufen des menschen zu hören.

    Man kann das mal vergleichen mit nem menschen der sich ganz intensiv auf etwas Konzentriert. Wenn dann jemand zu der person etwas sagt kann es sein das er gar nicht reagiert (weil ers nicht mitbekommt) oder nur am Rande mitbekommt und dann verspätet ein "Hmm?Was ist?" kommt. Wird dann nicht in dem Moment erneut angesprochen verfällt die Konzentration wieder auf die Aktion und das "ansprechen" wird weggeschoben und oft sogar vergessen!

    Nichts anderes ist es beim Hund der seiner Jagdpassion folgt, hochkonzentriert etwas tut und NICHT bezogen auf den Menschen arbeitet - also auf weitere Anweisungen von diesem wartet!
    Alle seine Siinne sind auf diese eine Aktion gerichtet. Und dann von weit weg ein sehr natürliches geräusch was man eh ständig im Alltag hört? Na sorry aber das geht dran vorbei - alleine schon wenn man sich anschaut was alles bei Konzentration, Stress etc. im Gehirn an Vorgängen abläuft!

    Deswegen ist die Pfeife in diesem Zusammenhang absolut nützlich und unverzichtbar für Jäger und sogar für Schäfer!
    Die Pfeife gibt einen gleichbleibenden - nur in Länge und Intensität variablen Ton ab, zudem mechanisch und laut.
    Das ist direkt, ohne Emotionen und kann auch so noch besser ankommen als ein gerufenes "Hier Jobst".
    Ein Piff kann dabei mehr sagen als ein ganzes Wort, es ist deutlicher, direkter, gerade heraus, lauter, besser zu verstehen.

    Die menschliche Stimme ist ein absolut natürlicher Ton in mittlerer Frequenz. Die Pfeife kann den tiefen und den hohen Frequenzbereich genausogut erreichen und ist deswegen auch noch besser zu vernehmen.

    Wenn man ordentlich mit der Pfeife arbeitet ist es schon klar das man den triller nicht direkt ins Hundeohr trillert!

    Aber da ich auch das Down angefangen bin zu trillern kommt es auch vor das meine Hunde sich in näherem Umkreis befinden!
    Wieso? Weil sie es üben müssen - erst wenn das wirklich 100% klappt kann ich doch die Distanz erhöhen.
    Also würde ich nicht alle Leute direkt "verteufeln" nur weil der beobachtete Halter in der nähe des Hundes getrillert hat - zumal der triller meistens zum Down eingesetzt wird und somit die Nähe auch wieder absoluten Sinn macht beim Training!

    Ich fühle mich in keinsterweise angemacht oder so - ich finde es nur absoluten Blödsinn eine Methode zu "verteufeln" und "schlecht zu reden" nur weil man Oberflächlich guckt und nicht die Tiefenlage versteht bzw. versucht zu verstehen WIESO es so sein könnte!

    Nina

    Hi ihr zwei,

    ganz ehrlich: ich würde es nicht so machen wie deine Trainerin gesagt hat.
    Wenn du wirklich clickern willst, tus aber machs richtig. Und das Clickertraining ist nicht so sinnvoll wenn man dem Hund beibrinngt, ganz zu anfang C+B gibts wenn du mich anschaust. Da schafft man sich schnell nen Hund der sich legt/setzt und dich anstarrt ;)

    Erstmal musst du Scooby auf den Clicker konditionieren.
    Click + belohnung.
    Mehrfach hintereinander in ner recht schnellen Abfolge, villeicht 10 mal.
    3-4 mal am Tag.
    Dann überprüfst du wenn Scooby etwas gaaanz anderes amcht clcikst du. Kommt er angefalufen und will sein Leckerli abholen ist er bereits konditioniert. Ansonsten, nochmal nen Tag so verfahren.
    Leg die Leckerlis am besten auf nen Tisch oder in die Tasche. ERST clicken und dann erst die Belohnung in die Hand nehmen und ihn belohnen.

    Als erste Übung, schau mal da gibts hier in einigen Threads anregungen zu, nimm eher was aktives.

    Das hier würde ich ganz anders aufbauen. Scooby ist noch jung.
    Nimm nen Superleckerli, Scooby hälst du das vor die nase und läudfst ein paar meter in die andere richtung und rufst dabei "Scooby hiiiier!" und dann nimmst du ihn mit dem leckerli/Superbelohnung seitlich in empfang.
    Das Hier wird mit Power, Folgetrieb und viel viel Spass gearbeitet. Wichtig ist auch, die Körpersprache die so einfach viel eindeutiger für den Hund ist, als zu stehen und zu rufen.
    Wenn du nen zweiten mensch dabei hast, kann der auch Scooby an der leine halten, du zeigst ihm, läufst udn wenn sich die Leine strafft lässt der festhalter scooby los und zu dir laufen :)
    Immer nur kurze Strecken die später ausgeweitet werden.

    Liebe grüße

    Nina

    Halt deinem Hundi etwas zum schlecken hin!
    Leberwurst mit etwas Wasser oder Joghurt mischen zu nem recht flüssigen Brei.
    Und das hält ihm eienr zum lecken hin, am besten immer etwas vom Finger und der andere nimmt ein Fieberthermometer.
    Man muss es auch nicht gleich und direkt hinten rein schieben. In kleinen schrittchen. Erst an den Po packen und festhalten und wieder loslassen (mehrfach wiederholen) Bis es Hundi so geschehen lässt, weil passiert ja nichts.
    Dann gleichzeitig die Rute hoch nehmen, loslassen, widerholen. Dabei schlecken lassen und dann Termometer rein, VORSICHTIG ;)

    Das lecken, schlecken und kauen bewirkt:
    - ablenkung
    - es beruhigt
    - es belohnt fürs Stillhalten.

    Es ist absolut wichtig das alle Helfer NICHTS mit Druck und Zwang amchen und selbst ganz ruhig sind. Am besten tastat man sich da etwas hin bevor man das termometer reinschiebt.
    Das hat schon bei vielen Schwangeren Hündinnen vor der geburt viel gebracht, da muss man nämlich ständig messen ;)

    Hunde haben übrigends eine andere Temperatur als ein Mensch! Normal sind so 38-39°C.

    Was das Zittern angeht, kann das auch verschiedene Ursachen haben :)
    Z.B. Aufregung, Stress, übermäßige Freude...sowas.

    Nina

    edit: Und? hats geklappt? Alles okay mit deinem Hundi?

    hallo ICH,

    das Problem bei der ganzen Sache ist: du bist nicht Anwesend.
    Es ist sehr schwierig dem Hund beizubringen: Couch an sich ist tabu, anstatt: "es gibt ärger wenn ich aufs Sofa will wenn mein Besitzerli da ist, wenn nicht, Shit egal!"

    Und, du kannst es ja auch nicht wirklich "kontrollieren" und handeln kannst du auch nicht wirklich.

    Früher habe ich auch oft empfohlen es mal mit "festgeklebter" Alufolie oder Knisterfolie auf dem Sofa zu versuchen. Ungemütlich und komische Geräusche, haält viele Hunde ab.
    Das hat für viele Hunde funktioniert. ABER es gab "dickfällige" Schafe denen hat das so NULL ausgemacht, aber auch Schlauköpfe die haben das Zeug "runtergekratzt" und gut wars.

    Eine "Falle" zu stellen z.B, mit den plastikflaschen KANN funktionieren, kann aber auch in die Hose gehen - alles in allem: kannst du das aber nicht wirklich sehen und kontrollieren.
    Alles was Hund in deiner Anwesenheit nämlich lernt - zu verknüpfen das es an DIR liegt und nicht Sofa an sich!

    Wenn du mal frei hast, könntest du das üben, einfach aus dem Raum gehen/aus der Wohnung gehen als würdest du wegfahren und die Treppe runter gehen und wieder hoch schleichen. Vielleicht mit ner "verstecken Kamera" schauen. So könntest du reagieren, das ist aber eher schwierig zu machen. Deswegen, probier vielleicht einfach mal die Tricks aus, vielleicht klappt es.

    Ansonsten könnte ich dir noch die Idee anbieten ein "Laken" zu benutzen.
    Ein altes Spannbettlaken/eine alte Decke, sowas. Du kannst es entweder drauflegen wenn du weggehst oder deinem Hund beibringend as er aufs Laken darf. NUR auf die Couch wenn das Laken liegt.
    Und wenn du weggehst, liegt das perse dort.
    Du kannst es nicht wirklich kontrollieren wenn du zur Arbeit musst und so gibst du deinem Hund die Chanche es richtig zu machen und brauchst dich nicht drüber Ärgern das das Sofa geputzt werden muss, es verkratzt auch nicht. Wenn du es nicht willst kommt das Ding ab und gut ist.
    Das musst du natürlich einführen und üben.

    Das würde mir jertzt auf den ersten Blick dazu einfallen.

    Nina

    Ich bin Sozialpädagogin, noch ohne Diplom, da ich die Diplomarbeit gerade vorbereite.

    Mein Metier ist die Tiergestützte, besonders die Hundgestützte Arbeit.
    Ich habe Workshops in DD, TD und Futterdummyarbeit gegeben, mit Hinblick auf Teamarbeit und einem pädagogischen Grundgedanken und ich habe früher Besuchsdienste und Projekte gemacht in Alten und Pflegeheimen und stationären Wohngruppen, sowie beratung für Eltern die sich einen Hund anschaffen oder auch Elternwerdende Hundebesitzer.
    Derzeitig baue ich das ganze um und es läuft darauf Hinaus das ich Workshops unter bestimmten Themenstellungen gebe und das mit Erlebnispädagogischen Aspekten verknüpfe.
    Es wird noch ein Konzept für Kind-Hund-Kurse bzw. auch für "Hund-Projekte" geben und es wäre ein Traum von mir auch eine Ausbildung für Besuchsbegleithundeteams zu entwickeln.

    Weiterhin gehören Fallsupervision und Teamcoaching für Hundetrainer und Hundeschulen/Vereine auf meinem Programm.

    Meine Arbeit ist nicht die an der Front, sondern die der Aus- und Weiterbildung.

    Nina

    Zitat

    ich habe mal in einem buch einen sehr interessanten Satz gelesen:
    " würden sie eher als Mensch den Weg zu einem Einkaufsladen wieder finden wenn sie am 50 € Schein hinterher hängen oder würden sie den Weg wieder finden wenn sie die 50€ am Ziel bekommen und den Weg selbst finden müssten nur mit kleinen Hilfen?"

    Genauso würde ich die Hundeerziehung allgemein beschreiben.
    Wenn ich mich aber an deinen Tipp halten würde, würde ich ihn ja nur hinter herziehen?!

    Woher hast du diesen Tipp? Bist du selbst Hundetrainerin oder hast du es aus einem Buch? Erfahrung?

    Das Unterschreibe ich *gg*

    Im übrigen ist das nicht die Beschreibung von hundeerziehung sondern die beschreibung zweier lerntheorien schlechthin!

    Die erste - auch nach massas beschreibung ist dem instruktionalismus zuzuordnen.
    Dabei geht es darum: ich zeige dir, du machst nach, wir üben.

    Einer der größten Fehler den auch Hundetrainer und verschiedene Lehrer (meiner bescheidenen*grins* Meinung nach) machen.
    Sie lassen "hinterherfahren".
    Funktioniert nur bedingt weil das Individuum nicht befähigt wird etwas selbstständig zu machen sondern bloss in eine Richtung gedrückt wird und die Häufig auch noch Situationsabhängig ist.

    Einer der Gründe wieso Individuum vom "Vordermann" abhängig wird und nicht Selbstständig solche Handlungen ausführen kann.

    Selbst den Weg zu finden, evtl. mit kleinen Hilfestellungen und am Ende DAFÜR die Belohnung zu bekommen ist in sofern viel Effektiver weil es darum geht das Individuum SELBST machen muss.
    Gut ist es wenn die Hilfen auf Vorerfahrungen des Individuums aufbauen.
    Dies nennt man Konstruktivismus. das Individuum baut sich selbst ein "Konstrukt" wie es "funktioniert".

    Ein Individuum (egal ob Erwachsener Kind oder Jugendlicher oder ob Hund etc.) ist nicht DOOF! Es kann und sollte selbstständig denken und handeln dürfen!
    Das Problem hierbei, alle sind absolut Hochgradig Soziale Lebewesen welche von Grund AUF auf Hilfe angewiesen sind! Ohne Gemeinschaft könnten wir nicht existieren!

    Mit anderen Worten heißt das, es ist viel uneffektiver wenn man "nachfahren" lässt, anstatt einen Weg zu benutzen wo das Individuum selbst zum Ziel gelangen muss und "Hilfen" zugeteilt bekommt.
    weil es aus sich heraus etwas schafft und vorallem ganz tief VERSTEHEN kann wie es funktioniert!
    Was, grob gesagt, beim Instruktionalismus eher weniger der Fall ist!

    Leider werden genauso meistens Kinder unterrichtet und man spricht nur in der Erwachsenenbildung vom Instruktionalismus.
    Und weil man SO unterrichtet wurde, machen viele das genau SO auch weiter wenn sie irgendwann im Hundetrainering oder solchen Beschreibungen etwas "beschreiben"...


    Nina