Tja, meine Theorie wieso diese Methoden so gut funktionieren?
Weil sie sich zum einen dem Negativlernen bedienen. Genau wie das Positivlernen muss man nur einigen Grundsätzen folgen und hat ein gleiches Ergebnis - wenn man sich anschaut wie lernen funktioniert bzw. abläuft im Gehirn (grob) dann ist das auch völlig logisch.
Ob man es dann tut muss man für sich selbst entscheiden. Funktionieren tut es.
Desweiteren glaube ich nicht das die Bindung enger wird weil du deinen Hund anknurrst wenn er was falsch macht. Sondern durch einige andere Kausale zusammenhänge!
Dadurch das diese Methodiken funktionieren werden natürlich auch hier wieder alles Dinge bestätigt die vorher so abgelaufen sind...
Damit wäre aber NICHT geklärt ob sie wirklich deswegen funktionieren weil sie so TOLL sind oder weil andere Dinge mitspielen die den meisten Menschen nichtmal annähernd bewusst sind bzw. auffallen.
Durch intensives arbeiten mit dem Hund wird eine Bindung zwangsläufig verstärkt - diese KANN auch durch negativ Erfahrungen verstärkt werden. Prinzipien der Bindungstheorien sind hierbei nicht gerade unwichtig.
Durch einfache Regeln im Zusammenleben und das erarbeiten einer für den Menschen erkennbaren Struktur und Regelung sindnicht nur für den Hund wichtig - auch für den Menschen von gleichsamer Bedeutung!
Er weiß woran er sich halten kann, hat einen Ablaufplan/ein Rezept.
Das hat zur Folge das er nicht mehr unsicher und Willkürlich handelt und "ausprobiert" sondern vond er Sicherheit des Trainers angesteckt handelt er strikt nach diesen Schemen.
Der Hund kann Verhaltens/Handlungsmuster erkennen, kann sich daran halten und orientieren.
Der Mensch ist somit nicht mehr Willkürlich und die Bindung/Beziehung verstärkt sich.
Dadurch das der Mensch unter einem Trainer und seinem geschulten Fachauge (welches a) von außen schaut und b) noch ganz andere Dinge fokussieren kann) lernt und arbeitet werden die Kommunikation verfeinert und gesäubert. Kleinere Problemchen werden ausgemerzt. Die Verständigung klappt besser.
Der Mensch lernt unter dem Trainer punktgenau zu "Strafen" und das "Lob" einzusetzen. Die Motivation zu erhalten etc.
Das alles trägt ebenso dazu bei das der Hund eine Struktur bekommt, sich sicherer und geborgener fühlt, die Bindung und Vertrauensbeziehung besser werden kann, Kommunikation reibungsloser und besserer klappt und der Hund klar lernt auf den Menschen zu achten und GEMEINSAM zu arbeiten.
Genauso lernt er aber auch: das soll ich nicht , das ist okay.
Fazit: Nicht das WAS (die Methode) zählt sondern das WIE!
Und da kommt dann der Mensch selbst ins Spiel. Er, seine Geschichte, sein Denken, Handeln, Lernen, gelerntes, Werte und Normensystem etc.pp.
Was Grundlage für seien Grundhaltung gegenüber Individuuen und dem leben darstellt und diese bilden die Handlungs und denkgrundlage zum Erklären und handeln.
Heißt AUCH das unsere Wahrnehmung viel stärker von uns selbst abhängt als von der augenscheinlichen Objektivität -die es nämlich NICHT gibt!
Ergo: NUR weil es schneller und einfacher über Meidemotivation geht, heißt es nicht das es Mttel der wahl sein muss/sollte.
Wie und was man im Endeffekt macht ist ganz einem selbst überlassen.
Nina
(Es ist schon spät, ich hoffe man konnte das einigermaßen Verstehen)