a) wenn du ein Verhaltenstraining machst, veränderst du ja die eigenständigen Handlungen.
Das Verhaltenstraining ist erst DANN abgeschlossen wenn die Ursprungssituation so wieder läuft und das Verhalten ein anderes ist, als es vorher war - und eben so modifiziert ist das keine perosnen etc. zu Schaden kommen oder wer weiß was.
Meistens gehts ja daraum wenn ein hund Dog-Dog-Aggression zeigt, Fahrräder und Jogger jagd etc.
b) Das Beispel mit dem Futternapf ist Mist, WEIL: man mal will das er dran geht und mal will das Hund nicht dran geht. Ja was denn nun?
So kann etwas ja keinen "Sinn" ergeben, logisch.
Aber wir können trotzdem dabei bleiben. Würz mal eine Portion Karotten mit ner dicken Priese Chili und setz es ihm vor. Hund wird merken "baaaahhh" und evtl. noch nen zweites Mal probieren, aber irgendwann keine Karotten mehr fressen wel die BAH sind ;-)
Der Hund hat also nichts davon Karotten zu fressen weil die wiederlich sind.
c) Gleiches beim Sofa, wenn die andere Hälfte ungemütlich ist, wird Hund nicht mehr drauf gehen, wel es keinen Sinn macht für Hund sich drauf zu legen. Denn wieso legt Hund auf dem Sofa? Richtig weil es weich, warm = gemütlich ist, nach uns Menschen riecht, vielleicht weil er von da gut aus dem Fenster schauen kann etc.pp.
Findet man also heraus WARUM Hund etwas macht, kann man dem ganzen den Sinn nehmen, ganz ohne Hund zu bestrafen oder zu unterbrechen.
Ist doch beim lockeren an der Leine gehen auch so - wenn ich die ganzen ruckenden Leute sehe die sich beschweren das ihre Hunde nen dickes Fell haben und die das niiie gelernt haben*seufz* naja.
Warum zieht Hund an der Leine?
Richtig, weil er schnell von A nach B kommen will, weil er weiß wo es lang geht etc.
Stehenbleiben, Umdrehen, Wendungen etc. lassen den hund merken: ziehen bringt nicht den gewünschten Erfolg = er korrigiert selbst das verhalten und zeigt ein anderes, das wird bestätigt und Bumms hat man das gewünschte Ergebnis.
Ebenso beim Anspringen. Wieso springt Hund an? Aufmerksamkeit. Bleibt diese Aufmerksamkeit aus bzw. fndet nur statt wenn Pfoten am Boden, lernt Hund selbstständig und zeigt ein anderes Verhalten.
Bei allen diesen Beispielen (natürlich waren die jetzt meega verkürzt und nicht Vollständig - ncht das wer ankommt und sagt, da fehlt aber noch was ;-) ) geht es darum das Hund eben selbstständig merkt das ihn sein Verhalten nicht zum Gewünschten Ziel bringt/nicht das bringt was er davon "erwartet" bzw. was er sich davon erspricht.
Also eben ne Sinngebung.
By the Way Sinngebung ist auch gleichzusetzen mit Motivation "wieso tue ich etwas, was bringt es mir".
Anfügen sollte ich noch: ich persönlich gehe davon aus das ein Hund Intelligent genug ist um eine Handlung nicht zu tun weil er stumpf reagiert auf die Umwelt (wie einige Insektenarten) sondern imstande ist zu lernen, also auch ein Handlungsrepertoire hat bzw. bewusst handeln kann.
- Ein beispiel dafür, gerichtete Aggression. Nur Individuuen welche eine mindetsen durchschnittliche Intelligenz haben snd fähig strukturell und Situationsabhängig Aggressiv zu reagieren)
Das alles war jetzt oft mit der Grundlage der Umweltkorrektur und indirekter Korrektur. Also nicht ich korrigiere direkt den Hund - also indem ich etwas verbiete, direkt auf ihn einwirke sondern der Hund merkt durch gegebene Umstände das etwas nichts bringt oder eben indirekt über mich wie beim Leine gehen das stehenbleiben.
Aber es gibt natürlich noch die Möglichkeiten die Situation so zu verändern - anstatt den Hund zu korrigieren, das Hund eben selbst anders reagiert. Wie z.b. das Bogengehen bei schwierigen Hundebegegnungen, Hund bleibt ruhig und bellt nicht und er wird dafür belohnt. etc.
Hm war sonst noch was, hab ich vergessen auf was einzugehen?
Achja, klar korrigiere auch ich meine Hunde und sie kriegen ein Nein, aber ich versuche wenn es ein Problem gibt eben gerade das verstärkt zu üben und eben umzudenken anstatt den Hund ständig in seinem Verhalten zu korrigieren und ihm was zu verbieten. (Das wir hier alle nicht von Starkzwang reden ist mir bewusst)
Also eben eher Psychologisch zu Arbeiten, als einfach nur direkte Korrektur oder ein "Unterdrücken" von etwas. Also verbieten.
Eher so wie nein Frauchens Handtasche ist Mist, aber den Kauknoten der ist viel toller.
Klar dauert das länger als wenn Hund erstmal dick eine auf den Sack kriegt (Strafe fruchtet ja nur wenn sie angemessen genug ist und zum "Vergehen" passt etc.) und das dann vermeidet, weil er keinen mehr auf den Sack kriegen möchte. Liegt dann aber die Handtasche alleine rum, ohne Frauchen die "einen auf den Sack gibt" ist die Wahrscheinlichkeit größer das er es dann "heimlich" macht. Als wenn er lernt handtasche ist doof - Kauknochen viel besser.
Eben nicht nur NEIN! Sondern Nein, aber... (Alternativverhalten).
Denn: Nicht handeln geht nicht. Selbst bewusst oder unbewusst nichts zu tun ist eine Handlung!
Hm, ich könnte jetzt noch was über handlungsketten und handlungsabläufe und handlungsreperoire erzählen aber das sprengt den rahmen - tut es ja eh schon, aber das würde damit reinpassen.
DENN um das alles wirklich verstehen zu können muss man halt einige Dinge wissen (Lernen/Lernverhalten, Psyche, Handlungsstrukturen etc.)
Und nun noch zu Erziehung über Beziehung:
Beziehung und Erziehung gleichzusetzen würde ich nicht und nur über BEziehung eine ERziehung herbeiführen zu wollen...
Erziehung ist, im gröberen Sinne das Individuum so in die Umwelt einzugliedern das es sich an gegebene Werte und Normen etc. hält und eben "nicht aus dem Rahmen fällt". Heißt quasi übersetzt das es die Entscheidungen trifft diea) m Sinne der Umwelt sind und die andere Mitglieder/Individuuen nicht in ihren Persönlichkeitsrechten etc. verletzt.
Nur ganz Grob gesagt.
Das beinhaltet zum einen das das Individuum lernt so zu entscheiden wie es "sollte" und zwar egenständig.
Und nicht nur weil ich ihm ein "lass das" gebe es erst zu unterlassen, sondern Grundsätzlich.
Dressur ist im Prinzip dem Hund beizubringen zu gehorchen auf das was ich sage - und eben nicht sein Eigenständiges denken.
Hm, was den Clicker angeht, hast du dann wohl den Sinn des Clickers nicht verstanden scheint mir
So, das war nu ne Menge, eigentlich wollte ich das vermeiden, aber ihr solltet es ja nicht anders *frechgrins*
Nina