Beiträge von SavoirVivre

    Wir mögen Besuch - wenn sie nicht länger bleiben als ein Wochenende.
    Generell sind wir aber gerne Gastgeber, denn die Menschen die wir einladen, die mögen wir auch - sehr.

    Unser Hund mag Besuch auch. Nach den ersten 5min. Das sind halt die Minuten durch die wir gemeinsam durch müssen bis Herr Hund realisiert hat dass alles in Ordnung ist und ihm (und uns) keiner was tut :ugly: . Keinesfalls verzichten wir aber auf Besuch und Herr Hund muss sich arrangieren - ob er will ist mir auf gut deutsch gesagt sowas von egal. Wir lieben ihn und begleitet uns durchs Leben, aber keineswegs bestimmt er unser Leben.

    Überhaupt finde ich dass viel zu viele Hundehalter (bitte den Schuh nicht anziehen wenn er nicht passt) ein viel zu grossen Geschiss um den Hund machen. Da werden alle Eventualitäten vorab im Detail seziert und jedes Szenario gedanklich durchgespielt. Was soll ich dazu sagen - ich war selbst mal so. Inzwischen pack ich einen Maulkorb drauf oder der Hund wird abseits platziert angebunden oder durch ein Türgitter abgetrennt - fertig. Da leidet er nicht und trägt auch keine geistigen oder emotionalen Schäden davon. Er weiss auch genau wann Schluss ist mit lustig. Ich nehme seine Ängste und Unsicherheiten sehr ernst, aber ich toleriere kein Geprolle und kein Schwanzlängenmessen.

    Nur mit Kindern, das geht nicht. Das stresst ihn einfach und diesen Stress setzen wir ihn nicht aus.

    Das war dann bei mir deutlich einfacher. Ich war ja während des Studiums hundelos. Von daher habe ich mit allen möglichen Leuten Kontakt gehabt. Tiere waren da nie Thema.
    Als ich dann Benni hatte, konnte ich meine eine Freundin eben nur noch im Garten besuchen. Sie wollte keinen Hund in der Wohnung, zu mir fahren ging aus verschiedenen Gründen nicht und daheim lassen konnte ich Benni nicht, weil ich schon so lange arbeitete.
    Also bin ich zu ihr mit Hund in den Garten, dort gequatscht und Kuchen gegessen. :D

    Genau so sehen für mich Kompromisse aus! :bindafür:

    Ich musste mich GsD noch nie zwischen Hund und Mensch entscheiden. Ich bin da aber auch nicht ganz so strikt wenn ich in meinem engeren Umfeld Menschen habe die keine Hunde mögen.


    Ich sehe es so. Nicht jeder Mensch muss Hunde mögen und darf seine Abneigung gegen Hunde auch durchaus kundtun. Es ist ja nicht gegen mich oder meinen Hund gerichtet, sondern eine generelle Einstellung. Das heisst, das Persönliche ist da schonmal raus und ich kann diese Abneigung aus einer objektiven Sicht betrachten.


    Ich erwarte lediglich die Akzeptanz und Toleranz dass ich selbst ein Hundefreund und -halter bin. Das bedeutet, ich schleppe meinen Hund nicht mit zu Treffen auf denen mir nahestehende Menschen sind die Hunde nicht mögen. Dafür erwarte ich, dass wenn sie bei uns zuhause eingeladen sind den Hund mindestens(!) tolerieren. Abfällige Bemerkungen oder gar unfaires Verhalten gegen den Hund wird sofort und ausdrücklich angesprochen. Das hat bisher gereicht – ohne wenn und aber.


    Ich bin mir darüber bewusst dass mein Hund nicht uneingeschränkt gesellschaftsfähig ist. Zum Beispiel kann er gar nicht mit Kindern. Ich habe aber viiiiiele Kinder in meinem engsten Kreis die ich sehr liebe. Das bedeutet dass der Hund bei geplanten Treffen dann praktisch immer zurücksteckt. Heißt, der Hund bleibt zuhause, nicht das Kind/die Kinder. Das finde ich aber nicht schlimm, denn ich finde stets Mittel und Wege dies auszugleichen.


    Ein Partner der keine Hunde mag kommt nicht in Frage. Einen Hund abzugeben für einen neuen Partner kommt nicht in Frage. Anders verhält es jedoch wenn mein Partner (der unsern Hund selbst heiss und innig liebt) oder unser vielleicht zukünftiges Kind auf einmal eine ultrastarke Allergie gegen unseren Hund entwickeln würde. Da geht die Gesundheit meiner Menschen dann vor.


    Keiner aus meinem privaten Umfeld gibt mir ungefragt Tipps rund um den Hund. Keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich bin wie ich bin. Also der Typ der durchaus zu verstehen gibt „Wer keine Ahnung hat sollte einfach den Mund halten bevor ich wirklich böse werde“. Was aber nicht bedeutet dass mir die Meinung einiger mir nicht sehr wichtig ist. Aber in der Regel bin ich eher diejenige die gefragt wird zu Hundethemen.


    Generell würde ich ein Menschenleben immer höher priorisieren als ein Hundeleben. Sprich, ich rette auch eher meinen Nachbarn aus einem brennenden Haus als meinen Hund. Klingt hart und es würde mein Herz brechen, aber ich habe da einfach meine ethischen Grundsätze. Es gibt aber selbstverständlich Situationen in denen ich mich für meinen Hund entscheide. Z.B. wenn der Nachbar das Feuer gelegt hat weil er meinen Hund hasst und ihn um die Ecke bringen will. Dann würde ich ihn nicht einmal anspucken wenn er brennt (naja, vielleicht doch.. je nach Tageslaune).


    Was ich am Ende sagen will. Nichts ist schwarz-weiss und über fast alles lässt sich reden. Vieles ergibt sich aus der Situation heraus. Ich hatte GsD noch nie final schwarz wegen einem meiner Hunde.

    Ich gehöre aber auch nicht zu den Hundehaltern die sagen „wo mein Hund nicht willkommen ist, gehe ich auch nicht hin“. Nein, ich akzeptiere absolut dass mein Hund nicht überall willkommen ist – und zwar ohne es den dahinterstehenden Menschen übel zu nehmen. Es muss nur „fair“ zugehen.

    Ach ja - last but not least. Tier-/Hundehasser die Tieren bewusst schaden würden werden sofort aus meinem Leben entfernt. Wenn nötig auch eingegriffen und angezeigt, wenn ich sie dabei erwische wie sie einen Tier Schaden zufügen (wollen).

    Aber mal wegen der "armen" Vermieter.
    Meine Kaution beträgt über 1.000 €.
    Ich wüßte gar nicht, was der Hund machen sollte, für so einen Schaden und dann gibt es ja noch meine persönliche Haftung und die Haftpflicht für den Hund.

    Klar kann ich das runterwirtschaften, aber das geht auch ohne Hund.

    Ohne Zweifel gibt es sehr merkwürdige und echt abgezockte Vermieter. Aber Sorry, 1.000€ Kaution ist ein Witz wenn es um Schäden geht.

    edit: ich hoffe inständig, dass ich nie wieder mieten muss, egal ob mit oder ohne Hund. Jedenfalls nicht, solange Vermieter dermaßen überzogene und genauso nutzlose Auskünfte verlangen.

    Ich finde solche Pauschalaussagen unfair.
    Wenn Du mal verzweifelte Vermieter erlebt hast die ihr ganzes Erspartes in eine Immobilie gesteckt haben die sie vermieten, dann hättest du eine Idee wie unpassend solch pauschale Aussagen sind.

    Ich finde es nachvollziehbar dass ich mich als privater Vermieter bestmöglichst absichere. Nach Nase entscheiden ist fahrlässig! Zumal in Ballungsgebieten ganz andere Bedingungen herrschen und auch ein anderes Mieterprofil mietet als in ländlicheren Gegenden.

    Alle in einen Topf zu werfen ist in keiner Lebenlage angebracht.

    Guter Tipp sich vom Vormieter bescheinigen zu lassen, dass sich die aktuell bewohnte Wohnung auch mit Hund im einwandfreien Zustand befindet. Viele Vermieter freuen sich wenn sie ihre vermietete Immobilie mal besichtigen dürfen, ohne einen Vorwand dafür zu benötigen.

    Und in den Bewerbungsunterlagen gleich die Bestätigung der Hundehaftpflichtversicherung beilegen.

    Schweinerei sowas!

    Mir tut sowas für den Vermieter immer sehr leid und für alle verantwortungsbewussten Hundehalter die müheselig nach einem Mietobjekt suchen.

    Unsere ehemalige Nachbarin, ü80, hat erzählt dass sie paar Jahre zuvor das Haus in dem ihr verstorbener Ehemann und sie 40Jahre gelebt haben notverkaufen musste, wegen zu großer Schäden durch die zwei Schäferhunde ihrer ehemaligen Mieter. Sie hatte nicht die finanziellen Mittel, Nerven und Kräfte renovieren zu lassen. Und die ehemaligen Mieter sind einfach ausgezogen und waren weg. Nur Miete gezahlt und kleine Kaution die vorn und hinten nicht reichte für die Schäden.
    Sie hat GsD trotz Notverkauf noch gutes Geld bekommen (deutlich weniger als in einem guten Zustand und mit Zeit für den Verkauf) so dass sie sich eine schöne, altersgerechte Wohnung in der Stadt, plus Pflegedienst, leisten kann.
    Das Schlimme ist, ich kenne die Mieter flüchtig. Hab mich da nicht eingemischt weil die alte Dame keinen Ärger wollte. Das war ihr alles zuviel. Die DSH Halter haben nur gesagt „Die Frau hat genug Kohle, wir müssen zusehen wo wir bleiben. Was willste machen, sind halt große Hunde. Da ist jedem der bei Verstand ist klar das die Spuren hinterlassen. Ist mit der Miete abgegolten, weiß jeder“.

    Und die haben oberflächlich immer einen super vernünftigen Eindruck gemacht :verzweifelt:

    Ich verstehe aber auch Vermieter.

    Von mir als Hundefreund ein wenig bearbeitet hat ein Freund vor vielen Jahren seine Doppelhaushälfte zweimal an Hundehalter vermietet. Nun ja, unsere Freundschaft hat ein wenig gelitten und er wird nie wieder an Hundehalter vermieten.

    Es ist manchmal zum Fremdschämen. Da wurden EINDEUTIGE Krallenkratzspuren großer Hunde an drei Innentüren abgetan als „von der Katze des Vormieters“. Der ehemals sehr gepflegte Garten sah aus!!! Eine Kraterlandschaft. Die Hunde haben im (Wohn-) Keller markiert. Wahrscheinlich spät entdeckt, denn trotz Putz- und Streichaktion riecht es noch immer nach Pisse. Die drei Nachbarn drumherum zu denen immer ein super Verhältnis gepflegt wurde, standen zuletzt auf Kriegsfuß mit dem Freund, da die Hunde seiner Mieter außer Rand und Band waren und viel allein im großen Garten.

    Mein Ex Freund hatte auch Eigentum in der Vermietung. Drei recht ländliche Häuser mit großen Garten. Haben uns stets gegen Hundehalter entschieden. Selbst aus dem Hundehslter-Freundeskreis bekomme ich mit wie mit Mietobjekten umgegangen wird. Nichts tragisches, aber selbst als Freundin ärgerlich mitzubekommen (was ich auch artikuliere).

    Klar kann auch bei hundelosen Mietern viel schieflaufen. Aber in einer Vermietimmobilie steckt mein gesamtes Erspartes drin und ich hab eine hohe finanzielle Verbindlichkeit der Bank gegenüber. Total verständlich wenn zusätzliche Risikofaktoren möglichst aussortiert werden.

    Es ist nunmal so das längst(!) nicht alle Hundehalter so verantwortungsbewusst sind wie die meisten DFler.