Beiträge von SavoirVivre

    okay, lass mich mal überlegen: Ich bau dem Wolf ein superleckeres all you can eat buffet mit einer oder auch zwei Sorten Fleisch ( wenn ich Ziegen mit vergesellschaftet habe) und beraube dank Koppelhaltung den Tieren das arttypische Verhalten der Flucht.
    Es kommen konstruktive und in anderen Ländern durchaus erfolgreich angewandte Lösungsvorschläge und unterstellt demjenigen dann ein Wünsch Dir was Verhalten?

    Ehrlich jetzt?

    Süss!

    Gut, dann rotten wir den Wolf wieder mal aus und beklagen im Nachhinein das Sterben verschiedener Arten.

    Weil ernsthaft an Lösungen sind wir nicht interessiert und jammern lieber auf hohem Niveau.

    Komisch, ich hingegen bin der Meinung bisher noch keine auch nur ansatzweise umsetzbare - da total realitätsfern - Lösung von Dir gelesen zu haben. Wie gesagt, Deine Vorschläge gehen in Richtung "nicht umsetzbar für den Nutztierhalter", was Dir hier auch diverse DFler die Nutztierhalter sind versucht haben zu erklären. Du ignorierst Sie nur konsequent. Wie würdest Du Dein Verhalten also betiteln?

    Da ich gefragt wurde wie den Wolf vertreiben: Was ist Vergrämung?
    Als eine mögliche Maßnahme im Umgang mit auffälligen Wölfen gilt das Vergrämen. Dafür wird das Tier wiederholt unangenehmen Reizen ausgesetzt, um es – beispielsweise aus der Nähe von besiedelten Gebieten, oder von Viehweiden – zu vertreiben. Auf diese Weise lernt der Wolf, dass es in der Nähe von Menschen „weh tut“. Eine anerkannte Maßnahme zur Vergrämung ist beispielsweise der Beschuss mit Gummikugeln – aus einer Entfernung, bei der das Tier einen Schmerzreiz erleidet, jedoch nicht verletzt wird! Für eine erfolgreiche Vergrämung ist es wichtig, dass immer dasselbe Tier dieser „Lernerfahrung“ ausgesetzt ist. Dafür wird es in der Regel vorher eingefangen und mit einem Sender ausgestattet wieder in die Natur entlassen. So wissen die Experten immer, wo sich das Tier gerade aufhält und können entsprechend handeln. Aber auch schon das Einfangen selbst, mit Fallen oder mit einem Betäubungsgewehr stellt eine starke Vergrämungsmaßnahme dar, da es dem Wolf zeigt: „in der Nähe von Menschen bin ich nicht sicher“. Bisher gibt es in Deutschland noch keine Aktion zur Vergrämung. Vielmehr bezieht man sich auf Erfahrungen aus Schweden und den USA, wo auffällige Wölfe erfolgreich vergrämt wurden und werden.
    Die Entnahme eines bestimmten Tieres aus der Natur erfolgt nur im absoluten Ausnahmefall, wenn die Vergrämungsmaßnahmen keine Wirkung zeigen. Eine solche Entnahme bringt für die verbleibenden Wölfe keinerlei Lerneffekt, außer, sie sind direkte Zeugen und können den Fang oder den Tod eines Rudelmitglieds mit dem Menschen in Verbindung bringen.

    quelle hier: Der Wolf in Niedersachsen - Häufige Fragen und Antworten (FAQ) | Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz


    ebenfalls aufschlußreich: Mit Geschrei und Steinen: Scheulose Wölfe werden vergrämt - News

    Ok, das bedeutet jeder Wanderhirte sollte (adieu Sturmgewehr) mit einer Gummischuss-Waffe ausgestattet werden, richtig? Oder wo ist jetzt die Brücke zum "Wanderhirten"?

    Und wie soll ein einzelner Hirte mehrere Wölfe "vergrämen"? Die sind doch nicht blöd! Die sehen doch das er allein ist und haben den vorab schon ausgiebig ausgekundschaftet. Während der Hirte vorne einen Wolf "vergrämt", reisst ein anderer hinten zwei Schafe oder sprengt die Herde auseinander. Schonmal Wölfe auf der Jagd gesehen (ok ich auch nur in Dokus)? Die arbeiten zusammen und kommunizieren miteinander und sind Profis die sich über einen schreienden, fuchtelnden und mit Steinen werfenden Hirten totlachen.

    Ich glaube bei Deinen Texten immer mehr ich bin bei "wünsch Dir was" gelandet.

    Ja, die Hunde kommunizieren. Aber ich glaube, der eine fragt den anderen, ob sie nicht lieber abhauen möchten.
    Doch der andere geht kurzentschlossen kurz nach vorne, deswegen bleibt der zweite auch am Zaun.
    Insgesamt wirken beide Hunde unsicher, auch beim nach vorne gehen.

    Mag sein, das kann durchaus dem jungen Alter geschuldet sein. Sie lernen halt noch und sind noch nicht fertig. Aber eben für das Alter sind sie sich ihrer Aufgabe, trotz neuer Situation und der damit verbundenen Unsicherheit, sehr bewusst und "halten die Linie" - und zwar ohne überzuregulieren. Sehr beeindruckend!

    Selbst ein souveräner, fertiger Hund wird in seinem jeweiligen Aufgabenbereich etwas Erstmaliges/Neues erstmal einschätzen, bevor er agiert. Das ist wichtig um zu überleben.

    Ich hatte auf meinem ersten Hund (DSH) auch eine Zeitlang einen Stachler drauf. Mit wärmster Empfehlung vom DSH Verein :ugly:

    Im Rückblick muss ich sagen, es war unnötig. Ich würde es nicht als Fehler bezeichnen, denn damals war es nunmal normal und auch das „Handling“ vom Trainer gezeigt. Ich hatte auch nicht das Gefühl das mein Hund drunter gelitten hat oder es negative Nachwehen gab. Aber es war einfach unnötig. Am Ende hilft nur liebevoll konsequente Erziehung. Hilfsmittel können helfen, aber viel zu oft schaden sie da falsch angewendet.

    Außerdem sind Hundehalter heute viel weiter und wissen das positive Konditionierung der richtige und faire Weg ist.

    Würde mir heute einer einen Stachler empfehlen würde ich „nein danke“ sagen und gut ist.

    Ja, möchte ist und ist als Tierwirt in der Schäferei auch nicht unüblich. Davon mal ganz ab wird genau dies auch stattlich unterstützt da man in den Bereich der Landschaftspflege geht.

    Bedeutet allerdings auch, dass man dann seine Komfortzone verlässt.

    schade das Du so auf diesen Standpunkt beharrst und alle, durchaus schlüssigen Argumente, abprallen lässt. Fällt es Dir so schwer nachzuvollziehen warum „Wanderhirt“ zu sein im Heute keinen Sinn mehr macht? Warum es eine Abkehr von diesem Beruf gab?
    Geht es Dir nur darum zu sagen „lalalalala mir doch egal was ihr erzählt, es ist so wie ich es sage“ ?

    Du kommst hier mit gefährlichen Halbwissen und ignorierst völlig, dass hier Nutztierhalter unter uns sind die das täglich leben - aber Du bist schlauer und die Nutztierhalter nur bequem?
    Du meinst also Nutztierhalter X, der einen Schafbetrieb (ich nenn das mal so) hat sollte morgen zu seiner Frau und drei Kleinkindern sagen „der Papa ist dann mal paar Wochen weg, Schafe hüten. Ihr macht den Hof, ne!?“

    Du bist wirklich fernab jeder Realität diesbezüglich.

    Nun, wenn ich mir eine Schafherde / Ziegenherde halte, dann ist das genau der Tod, den ich sterben muss will ich nicht riskieren, dass mein Vieh schutzlos ist im Sinne von der HSH wird das schon regeln.
    Wobei Handy. PC und Co. durchaus via Akku und Bank laufen ;-) und es mittlerweile im Outdoorbereich durchaus Annehmlichkeiten gibt, die leicht sind und wenig Platz benötigen.

    Etwas semihaft in der Richtung machen zu wollen halte ich persönlich für nicht ganz durchdacht.


    Recht viele Nutztierhalter tun dies nicht als Haupterwerbsquelle. D.h. diese gehen in erster Linie einem Beruf im Angestelltenverhältnis oder auf selbstständiger Basis nach. Trotzdem halten sie seit vielen Jahren und aus Leidenschaft Nutztiere. Natürlich in der Hoffnung und Kalkulation dass es finanziell mindetens eine Nullrunde wird, oder gar einen kleinen Gewinn abwirft.
    In der Regel gibt es diese ambitionierten Hobby-Nutztierhalter schon bevor irgendjemand auf den Gedanken kam dass es eine tolle Idee ist den Wolf wieder anzusiedeln bzw. seine Ansiedelung zu unterstützen und seinen Weg dahin zu schützen. Den Nutztierhalter jetzt so im Stich zu lassen - das ist die eigentliche Tragödie.

    Aber Deinen Vorschlag finde ich noch unpassender als alles was die Politik bisher an kruden Ansätzen präsentiert hat.

    Deine Idee wie das auflösbar wäre, nämlich dass der Nutztierhalter als Hirte mit seiner Herde unterwegs ist, würde voraussetzen dass man a) seinen Hauptjob aufgibt oder zumindest b) sein Leben - also auch Privatleben - komplett umstrukturiert.

    Die Vorstellung die Du hast ist schlichtweg naiv, denn "wie früher" wird auch heute ein Mensch bei der Herde keinen erwähnenswerten Schutz darstellen. Es sei denn der Mensch ist mit einem Sturmgewehr bestückt.

    Die Schlussfolgerung, wenn Nutztierhelfer nicht signifikant mehr Hilfeleistung und Unterstützung von der Politik erhalten, ist simpel. Es werden immer mehr ihre Nutztiere abgeben, oder es wird irgendwann eine Wolfsjagd geben.

    Wir werden definitiv im nächsten Jahr wieder nach Dänemark fahren, wenn alles klappt für 6 Wochen! :bindafür:
    Natürlich sind wir auch ein wenig wehmütig, denn wir werden die Asche von Buffy dort verstreuen und was mit Opi bis dato wird, wissen wir noch nicht, denn der Tumor wächst unaufhaltsam. :( : Höchstwahrscheinlich werden es dann zwei Zeremonien werden, dort wo sie immer so unendlich glücklich waren aber ich hatte es ihnen versprochen! Ein anderer Urlaub ohne sie, wird es auf jeden Fall werden.

    LG Sabine

    oh man, bei deinen Zeilen wird mir mein Herz schwer. Ich wünsche euch noch eine lange und wirklich gute Zeit mit eurem Senior