Ein Hundehalter der sich nicht bereit ist dauerhaft an der finanziellen Belastungsgrenze zu leben, weil der Hund hohe TA Kosten verursacht ist weder ein schlechter noch ein schlechterer Hundehalter. Für den einen sind dauerhaft 500€ zuviel, für den anderen 100€. Woran will man das festmachen?
Wir haben 13.500€ (die vorher genannten 15.000€ waren zu viel) in drei Jahren für einen kranken Hund ausgegeben, um ihm Lebensqualität zu erkaufen. Das empfinde ich schon als langfristig. Es war aber OK, weil es finanziell nicht geschmerzt hat. Hätte es aber finanziell geschmerzt wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Wäre es ein anderer Hund gewesen wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Wären weitere Menschen betroffen gewesen wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Solche Entscheidung sind oftmals nicht allgemeingültig sondern durchaus einmalig, werden situativ getroffen und von verschiedensten äußeren Einflüssen beeinflusst.
In einer Sache sehe ich aber klar. Menschen kommen vor dem Hund. Wenn Kinder mittel- oder langfristig deswegen zurückstecken müssen, das Zuhause aufgegeben, Sparkonten der Kinder aufgelöst, Notreserven aufgebraucht, Arbeitszeiten verlängert, private Rentenfonds angegangen, das Familienleben dadurch massiv gestört.. werden muss, dann sollte man sich die Frage stellen ob die Geisteshaltung „Alles für den Hund“ noch gesund und vor allem fair ist. Und zwar gegenüber den Menschen die einem nahe sind.
Und damit meine ich nicht, das auf einen Urlaub von vier, im Jahr verzichten werden muss.