Beiträge von SavoirVivre

    Äh, ich finde euch beide im Moment nicht sonderlich erwachsen ;). Flauschig  Eurasierfan2


    Ich vermeide es tunlichst meine Hunde, ohne Beaufsichtigung, irgendwo anzubinden. Es gibt aber dennoch Situationen in denen ich das in Kauf nehmen würde und habe. Kann ich in den letzten Dutzend Jahren an einer Hand abzählen, kam aber vor und wird es zukünftig wahrscheinlich auch. Alles eine Frage der Umgebung und Abwägung.

    Ich kann nur von mir selbst sprechen. Ich würde von mir behaupten, dass ich die ersten 3-4Jahre als Hundehalterin aus heutiger Sicht unglaubliche Fehler gemacht habe, die meinem ersten Hund, mit mehr Hundesachkunde und reellen Erfahrungen, erspart geblieben wären.

    Ich hatte lediglich das verdammte Glück, dass ich fast täglichen Austausch mit sehr erfahrenen Hundehaltern hatte, die schlimmeres verhindert haben, aber einiges auch verschlimmert haben, da DSH Halter und Führer vom "alten Schlag".

    Für mich ist man, wenn ich pauschalisieren müsste, die ersten 5Jahre "Anfänger". Es heisst nicht umsonst "Ersthundhalter" :hust:

    Ich denke aber, dass jemand der bereits vorab fachkundig informiert - und sei es nur theoretisch - zum Welpenkauf beim Züchter geht, um ein vielfaches besser vorbereitet in die Hundehalterwelt eintritt als ich damals.

    Es gibt aber Dinge, die theoretisch nicht erlernbar sind. Die Calming Signals z.B. muss man erst erkennen lernen, weil sie oftmals seeehr beiläufig und in kürzester Frequenz gezeigt werden. Die Eskalation kann aber naheliegen wenn man sie ignoriert.

    Die vier Fs (Freeze, Fight, Fiddle, Freeze) muss man auch live erleben. Erst recht muss man Zusammenhänge erkennen und seinen Hund kennenlernen, um zu wissen wann er welche "Methode" anwendet, um ihm in der jeweiligen Situation helfen zu können. Gerade bei Bürohunden kann es sein, dass z.B. Fiddle und Freeze positiv interpretiert wird vom Halter und das Geschrei gross ist, wenn der Hund eines Tages "auf einmal" schnappt.

    All diese Dinge auf Anhieb zu erkennen, seinen eigenen Hund und erst recht Fremdhunde, lesen lernen, dauert seine Zeit.

    Und ja, in dem Zusammenhang kann es böse ausgehen, wenn ein Anfänger sich eine ungeeignete Rasse ins Haus holt. Stichwort Rassespezifikationen. Es gibt Hunderassen die legen von Haus aus wenig wert auf fremde Menschen. Es gibt Hunde die sind darauf gezüchtet vermeintliche Konfliktsituationen selbstständig zu lösen oder gererell selbsständig zu agieren, usw.

    Es ist ein müheseliges Unterfangen gegen Rasseeigenschaften anzuerziehen. Als Anfänger noch ungleich schwerer, mit hohen Konfliktpotenzial mit anderen Mitmenschen oder Lebewesen.


    Man trifft die bewusste Entscheidung Risiken einzugehen (z.B. seinen Hund frei laufen zu lassen, oder mit einem Glas Wein intus Auto zu fahren) und somit trägt man auch die bewusste Entscheidung die Konsequenzen zu tragen wenn es schief läuft.

    Denkst Du jedes Mal, wenn Du den Hund ableinst: "Wenn er nicht hört, stirbt vielleicht jemand?"

    Ich picke mir auf die Schnelle mal diese Frage raus weil ich sie wichtig finde.

    Ja, das tue ich tatsächlich, sofern Du das "stirbt vielleicht jemand" ersetzt durch "verletze, ängstige, belästige ich vielleicht jemanden". Weil ich seit vielen Jahren in der Regel Hunde an meiner Seite habe, die "nicht ohne" sind. Ich würde fahrlässig handeln, würde ich mir diese Frage nicht immer vor dem ableinen stellen.

    da ich mich ja als 'Landhundehalter' damit ja nicht auskenne: vlt kann mir ja jemand von den 'Stadthundehaltern' erklären, wieso man einen nicht zuverlässig hörenden Hund völlig ohne Sicherung in einem so belebten Gebiet laufen lassen muss?
    Weil das alle so machen?

    Ich als Großstadtmensch und langjährige Hundehalterin kann Dir sagen, dass das unerklärbar ist. Bestenfalls ist es Naivität und schlimmstenfalls purer Egoismus.

    Ich finde wer einen Hund in der Großstadt, in einem stark frequenzierten Gebiet halten will, hat sich bei der Führung entsprechend anzupassen. Für mich bedeutet das konsequent Leine! Für Freilauf nehme ich den Aufwand woanders hinzufahren auf mich - auch täglich. Wer dazu nicht willens ist, sollte keinen Hund in der Großstadt halten. Meine Meinung.

    Mich ätzen Halter von freilaufenden "hört-manchmal-Hunde-wird-aber-schon-gutgehen" in hoch frequenzierten Gebieten zunehmend an.

    Bronz zum Beispiel ist echt zuverlässig abrufbar. Trotzdem ist er in unserem Wohngebiet und städtlicher Gassirunde (ca. 3km) praktisch immer angeleint. Auch dort wo er freilaufen dürfte. Warum? Weil es gaaaaaaaaanz selten mal eine Freilaufkatze gibt. Ja, mitten in der Innenstadt. Wahrscheinlichkeit einer Begegnung < 0,5%. Aber dann wäre er nicht zuverlässig abrufbar. Also bleibt er angeleint. Und weil es gefühlt dutzende Menschen gibt für die ich mitdenken muss. Warum das andere so viel grosszügiger handhaben > würde ich auch gerne wissen.

    Mir tut der verstorbene Radfahrer unendlich leid und erst recht seine Familie.

    Ich kann beim Radfahrer, mit dem wenigen Wissen das ich habe, keine Teilschuld erkennen. Er war Radfahrer und fuhr auf dem Radweg - das Tempo ist nicht bekannt. Fakt ist, dass dieses junge Mädchen den Tod eines Menschen verursacht hat. Keiner ist perfekt und mit 18 schonmal gar nicht. Nichts deso trotz nehme ich an, dass die vollständige Schuld bei ihr gesucht und gefunden werden wird.

    Ich lebe selbst in einer Millionenstadt und einem Stadtteil der von Fahrradfahrern stark frequenziert wird. Und ich zahle als Hundehalterin den Preis dafür, der da lautet, meine Hunde laufen im Stadtbereich zu 95% an der Leine. Ja, auch in Freilaufgebieten, weil ich für zig andere Menschen, die diesen Bereich mit mir teilen, mitdenken muss.

    Dieser Unfall war vermeidbar! Sowas von vermeidbar und das hat nichts mit Perfektionsansprüchen an HH zu tun. Und das macht mich so wütend - ja auf dieses 18jährige Mädchen deren Verhalten und Entscheidungen schlussendlich eine Familie auseinander gerissen hat.

    Wer in stark frequenzierten Gebieten einen Hund halten möchte, soll das tun, sich aber dann verdammt nochmal auch entsprechend angepasst verhalten. Und mal ehrlich, ein 8monatiger Junghund einer Rasse die eher als HighLevelPower bekannt ist! Jeder der ein kleines Fitzel Hundesachverstand hat weiss einfach, dass Fremdreize oftmals nicht aushaltbar sind für einen so jungen Hund. Dieser Hund hätte in dem Streckenabschnitt gar nicht von der Leine gedurft, egal ob die Halterin ihn kurz vor dem Radweg anleinen wollte oder nicht.

    Ich wünsche diesem jungen Mädchen eine Strafe die es (er)tragen kann, aber ich empfinde es als richtig und fair, dass sie die Konsequenzen im vollen Umfang zu spüren bekommt. Das Ausmaß dessen bestimme Gott sei Dank nicht ich und der/die Entscheider werden es sich gewiss nicht leicht machen. Aber mein Mitgefühl ist hauptsächtlich bei der Familie des verunglückten Mannes.

    SavoirVivre Wie habt ihr denn einen Dimmer eingebaut bzw. was für einen? Den "originalen" Funkdimmer. Mein Freund hat bei uns einen Drehknopf eingebaut, aber scheinbar hat das Teil dadurch einen Schlag weg bekommen. frowning-dog-face Inzwischen leuchten fünf mal drei LEDs nicht mehr und wir haben das Teil erst seit Anfang des Jahres. Leider ist es geklebt, sodass es nicht einfach ausgetauscht werden kann. Aber immerhin bleibt die Funktion der Regenrinne erhalten. grinning-dog-face-w-smiling-eyes

    Wir haben die beleuchtete Regenrinne mit Dimmern noch nicht. Überlegen noch bezüglich der tatsächlichen Notwendigkeit und warten erstmal den Herbst ab =)