Ich würde grundsätzlich seinen festen Platz an einen Ort legen, wo er räumlich keine Wachaufgabe vermutet. Also weiter weg von Haustür und der Wohnungsseite die zu besagter Strasse ausgerichtet ist. Viele Hunde mit Wachtrieb neigen dazu jede Kleinigkeit als Wachjob zu deklarieren.
Und bei einem Hund bei dem das schon so weit manisfestiert ist, würde ich ganz konkret "blocken" & Hausleine. Nicht nett, aber nett war ja schon eine ganze Weile Programm. Ergo, mir wirklich die Zeit nehmen um mich auf den Hund zu konzentrieren und schneller zu sein als er. Ich würde mich so positionieren, dass ich zwischen seinem Ruheplatz und dem interessanten Objekt bin (in diesem Fall die Seite zur Strasse).
Ich für meinen Teil mache es mir da in einem gemütlichen Sessel und Buch bequem. Ganz demostrativ im Weg, weil ich wache und aufpasse, und gleichzeitig ganz entspannt weil es das natürlichste auf der Welt ist. Macht er auch nur den geringsten Ansatz zu pöbeln/Aussenreize zu reagieren, würde ich aufspringen, Arme ausbreiten und nein/Abbruchsignal sagen - im Idealfall muss ich ihn gar nicht blocken weil er noch nicht in meiner Nähe ist. Ich weiss nicht wie sensibel Dein Hund ist, die Intensität des Auftritts muss natürlich dem Hund angepasst sein.
Die Hausleine ist dafür da dass - wenn Du zu spät bist, was möglichst nicht passieren sollte
- den Hund kommentarlos zum Platz bringen kannst. Ich mache das immer völlig neutral und wortlos.
Ich hatte einen sehr wachsamen Spitz aus dem Tierschutz, so habe ich das Kläffen ziemlich rasch und zuverlässig in den Griff bekommen. Leider nur während meiner/unserer Anwesenheit. War er allein zuhause, war er nach wie vor sehr meldefreudig. Da haben wir dann andere Lösungen gefunden (Betreuung) da alles andere nicht fair gegenüber den Nachbarn.
Wichtig ist wirklich das Timing. Du MUSST schneller sein als der Hund und schon "blocken" bevor er auf dem Weg zum Fenster, oder in seinem Film ist.