Beiträge von SavoirVivre

    Bei der Mischung ist zu erwarten, dass er irgendwann in seinem Territorium selektiert, wen er da haben möchte oder nicht. Angesichts der Rassemischung würde ich davon ausgehen, dass er gezieltes Beißen dann irgendwann drauf haben wird.

    Was meinst du mit "gezieltem Beißen"? Wirklich richtig feste zubeißen mit Verletzungs- bzw. Tötungsabsicht oder nur ein bisschen schnappen?

    Da Du einen Havaneser hast, macht das bei dem Endmaß dass der kontrolllos rumlaufende Hund zu erwarten hat keinen relevanten Unterschied.

    Dir wurden bereits in einem anderen Thread diverse Tipps gegeben. Lerne das blocken und schütze Deinen Hund! Wenn der Jungspund jetzt schon merkt, bei euch gibt es nichts zu holen, weder Leckerlies noch Lebendbarf, besteht eine gewisse Chance dass Dein Hund (oder besser gesagt Hund Deiner Mutter) gut aus der Sache raus kommt. Ach ja, und schön großräumig ausweichen.

    Und wer nicht spricht dem kann nicht geholfen werden. Klar könnt ihr alle es so weiterlaufen lassen.. bis es schief läuft. Oder einer von euch/ihr kneift mal die Axxxbacken zusammen und sprecht den Herrn freundlich an. Wenn alles nichts nützt, der Polizei wegen/bei Gefahr in Verzug (und ja, das geht dann recht schnell) oder den OA melden.

    Ich habe gerade schon die erste Frage.

    Die Kleine ist ja erst 5 Monate alt. Da ich nächste Woche noch arbeite, und erst die Woche darauf Sommerferien sind, muss sie ab Montag jeweils einen halben Tag zur Sitterin bis am Freitag. Es geht leider nicht anders, die Familie möchte sie so schnell wie möglich abgeben, und ich möchte sie nicht noch eine Woche länger dort lassen, sonst überlegen sie es sich vielleicht wieder anders... Und da wir noch Schulfest und Schulschluss haben, fallen meine beiden freien Tage leider nächste Woche auch weg.

    Nun hat die Sitterin, die selber 3 kleine Hunde hat, mir gesagt, die Kleine sei robust genug, um sie mit auf ihre jeweils 1 -1.5 Stunden langen Spaziergänge mitzunehmen. Das ist mir aber gar nicht recht. Ich denke, die Kleine hat genug zu verarbeiten mit dem Umzug und den neuen Hunden. Die braucht nicht noch eine Stunde spazieren zu gehen, auch wenn die Umgebung extrem ruhig ist. Zumal sie ja dann eine Stunde an der Leine laufen müsste, da sie den Rückruf von der Familie her noch gar nicht kennt und dort nicht ohne Leine laufen durfte.

    Was meint ihr? Soll ich sonst lieber eine andere Lösung suchen, oder bin ich zu heikel?

    Ich finde 1-1,5Std Sparziergänge sind ok bei einem 5Monate Hund wenn entsprechende Pausen darin enthalten sind. Also nicht 1-1,5Std. stramm durchmaschiert wird. Und wenn die Sitterin etwas kompromissbereit ist könntest Du sie fragen ob sie nicht für die nächste Woche (wir reden hier ja über einen sehr begrenzten Zeitraum) entsprechend Junghundgerecht gestalten könnte.

    Also unser Hund wird auch 5Monate alt sein wenn wir aufbrechen nach Schweden. Er ist dann zwar schon 8Wochen bei uns, aber ich gehe stark davon aus dass wir durchaus auch 2-3 Std. am Stück mit ihm unterwegs sein werden, aber Welpen/Junghundgerecht gestaltet - zumal wir auch mein 2jähriger Neffe dabei ist.

    Genau das ist der springende Punkt. Camping kann wunderbar sein für die Mensch-Hund-Bindung weil man auf engsten Raum Zeit miteinander verbringt und zwangsläufig viel miteinander kommuniziert - im positiven Sinne. Aber das klappt halt auch nur dann gut, wenn man als Halter dafür Sorge trägt dass das Umfeld dazu passt.

    Also mit "neuen" Hund in der Hauptsaison auf einen riesigen Familiencampingplatz wäre kontraproduktiv. Ein kleiner CP oder Wohnmobilstellplatz im Grünen hingegen eignet sich wunderbar.

    Finde das wirklich gut.

    Aber ich glaube auch nicht, dass wirklich für viele das Ziel der Sozialisation ein "Hundewiesen- alle Hunde sind meine Kumpel"- Hund ist. Erstens weil das Ziel, wie du ja sagst, für viele Hunde gar kein realistisches ist, weil die mit Fremdhunden eh nicht spielen oder auch nur länger interagieren wollen, und zweitens, weil auf Hundewiesen rumstehen weder dem Halter noch dem Hund was bringt.

    Kaya hat als Erwachsene wirklich null Interesse an längerer Interaktion mit anderen Hunden. Auch mit gut bekannten spielt sie nicht mehr (oder nur gaaaanz selten), aber ich möchte, dass sie Begegnungen im Freilauf in der Regel stressfrei hinkriegt und ich gemeinsam mit anderen bekannten Hunden und Haltern leinenlos spazieren kann, ohne dass das ein Problem ist.

    Ich glaube da irrst Du Dich. Ich denke diese Erwartungshaltung "Hundewiesen- alle Hunde sind meine Kumpel" haben recht viele Hundehalter und es ist eher verstärkt hier im DF so, dass wir eine "realistischere" Erwartungshaltung haben und auch sowas wie Rasseeigenschaften mit berücksichtigen.

    Nicht ohne Grund hatten wir eine ganze Weile viele Neuuser, die verzweifelt hier aufgeschlagen sind, weil ihre Hunde die ersten 1-1,5Jahre andere Hunde auf der Hundewiese superduper fanden und das dann vermeintlich schlagartig kippte - bis hin zum geschredderten Hund.

    Und auch aus meinem Umfeld bekomme ich mit, dass nicht wenige Ersthundhalter sich darauf freuen mit ihren Hunden Hundewiesen zu besuchen um ihren Liebling die Möglichkeit zu geben schön mit anderen Hunden zu spielen.

    @Langstrumpf

    Genau so sieht es aus. Wenn es bereits einen Konflikt zwischen zwei Hunden gab, gehe ich in der Regel erstmal davon aus, dass es nicht besser wird, sondern weiter eskalieren würde. Wobei ich meine, einen reinen Kommentkampf schon zu erkennen. Ich weiss aus eigens gemachter Erfahrung, dass die Hunde direkt im Anschluss auch wieder friedlich und freundlich miteinander kommunizieren und auch toben können. Allerdings kenne ich das nur von Rüden so :hust: . Meine DSHündin war da dann doch eher auf die nächste Gelegenheit lauernd unterwegs.

    Gute Frage

    Meine Hunde kamen ja überwiegend als bereits nicht so verträgliche Adults oder junge Adults zu mir. Da war dann schnell klar, keine Fremdhundkontakte - nada. Das Letzte was ich da gebrauchen kann ist eine Rauferei oder schlimmeres.

    Mit der Zeit kam die Bindung, Vertrauen und ja, auch konsequente Erziehung. Damit waren z.B. auch Wanderungen mit fremden Hunden in kleinen Gruppen möglich (u.a. mit vieeeeelen hier aus dem DF). Aber Fremdhundkontakt gab und gibt es nach wie vor nur sehr selten und dann kontrolliert. Also Rücksprache mit dem anderen Hundehalter und wenn die Rahmenbedingungen stimmen, findet die Annährung dann ritualisiert ab. Sprich, ein Stück gemeinsam an der Leine laufen. Und wenn das zivilsiert klappt, dann wird kurz hintereinander oder zeitgleich abgeleint - oder halt auch nicht, wenn der Leineneindruck schon klemmig ist.

    Wenn mein Hund an der Leine ist, gibt es gar keinen Fremdhundkontakt, sofern ich das verhindern kann (das blocken muss ja auch gelernt sein). Das hatte aber auch keiner meiner Hunde gerne. Bei bekannten Hunden bin ich da etwas lockerer. Die dürfen sich auch kurz(!) mal beschnüffeln an der Leine, aber es gibt kein Spiel und wilde Interaktion.

    Demnächst zieht hier ein Welpe ein. Da werde ich es so handhaben.

    Keine Welpenspielgruppe, dafür einige ausgewählte, regelmässige Kontakte mit souveränen Adulthunden, sowie einige ausgewählte Kontakte mit anderen Welpen/Junghunden (aber auch hier wird es kein kopfloses Ballern geben, sondern die Spieleinheiten bleiben kurz und stehen unter Beobachtung).

    Kein Fremdhundkontakt an der Leine, da werde ich konsequent blocken.

    Aber ich finde gegen Fremdhundbegegnungen im Freilauf ist nichts einzuwenden, sofern es eine vorherige Absprache mit dem anderen Hundehalter gab (siehe oben). Klar ist, dass ich dann in den Vertrauensvorschuss gehen muss, nach Einschätzung soweit möglich. Aber der Kurze soll schon lernen auch Fremdhundbegegnungen im Freilauf zu üben, ich kann und und möchte nicht alles totreglementieren. Zumal es auch viele wirklich nette Hunde gibt, und wenn ein Fremdhund einen netten Eindruck macht, der Halter auch und sagt sein Hund ist total super mit Welpen, dann würde ich das auch zulassen. Im Junghundhalter muss ich da dann genau hinschauen, weil nur wenige adulte Hunde mögen das Überschwengliche eines Jungspunds.

    Ja, ich bin in einer Hundeschule. Die Trainerin begründet auch viel mit Dominanz. Sie meint, dass sich junge Rüden prügeln müssen, damit sie die Rangordnung klären und sich selber einschätzen können. In der Hundeschule wird er immer von einem Rauhaardackel verprügelt. Sie meint, dass es auch vorkommen kann, dass ein Hund einen anderen dominiert und ihn 45 min. auf dem Rücken festhält. Man dürfe nicht eingreifen, da man so die Rangordnung stört. Ich muss meinem Hund auch das Essen wegnehmen können, weil das Alphatiere ja angeblich so machen. Ich lese gerade ein Buch über die Sozialstrukturen von Wölfen. Darin wird eigentlich das Gegenteil behauptet, trotzdem kann ich mich ja nur an meinen Trainer halten. Ich bin da leider nicht so überzeugt und kann die Hundeschule nicht wechseln, da es hier keine gute gibt. Eigentlich nur „gewaltfreies, modernes Hundetraining“ und Schäferhundvereine.

    Oh mein Gott, das ist ja gruselig!!! Furchtbar dass es noch solche Hundetrainer* gibt :fear:

    Sieh bloß zu dass ihr da weg kommt. Da musst Du ja Deinen Hund vor der Geisteshaltung der Trainerin schützen.