Beiträge von SavoirVivre

    Es ist toll, was die moderne Veterinärmedizin kann, absolut! Aber parallel dazu sind halt auch die Kosten immens(!) gestiegen. Alleine die Kosten der Diagnostik :shocked: . Ich kann gut verstehen, dass gerade ältere Menschen geradezu erschlagen sind von den "neuen" Kosten und dass bei vielen dieses "Kosten spielen keine Rolle" gedanklich noch in einer anderen Liga angesidelt ist.

    Das genau ist es meiner Meinung nach nicht.

    „Früher“ hat man weniger behandelt und weniger behandeln können.

    Darauf will ich ja hinaus. Heute kann man mehr, die Diagnostikmöglichkeiten haben rasante Fortschritte gemacht.. und dass dann parallel die Kosten steigen ist klar. Ein CT und MRT kostet halt mehr als Röntgen und Ultraschall.

    Ich fände es eine gute Sache, wenn Tierärzte und Kliniken grundsätzlich bei hohen Rechnungen Ratenzahlung bzw Finanzierung anbieten würden. In unserer hiesigen Klinik gibt es die Möglichkeit, über eine health finance Gruppe in Raten zu bezahlen über einen Zeitraum bis zu 48 Monate.

    Was bei uns bisher anfiel, lag bei höchstens 2000 Euro, das konnten wir immer sofort bezahlen. bei Summen um die 10 000 Euro wird es dann schon happig, das kann man normalerweise nicht mal so aus dem Ärmel schütteln.

    Aber ein Familienmitglied aufgeben, weil das Geld nicht reicht? Für mich unvorstellbar...

    Das tun viele Tierärzte/Tierkliniken. Aber nicht jeder der will ist auch kreditwürdig. Oftmals reicht schon ein negativer Schufa-Eintrag (auch aus eher nichtigen Gründen), damit eine Finanzierung nicht klappt.

    Ich z.B. habe ich mich mal über Monate über einen Negativ Eintrag kümmern müssen, weil ich aus "Prinzip" eine Rechnung verweigert habe zu zahlen deren Entstehen auf Basis von arglistiger Täuschung zustande kam. Es hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst, aber es hat gedauert bis der Eintrag raus war. Es war nur deswegen "kein Problem" weil ich genügend Barreserven hatte und zu keiner Zeit auf einen Kredit angewiesen war.

    Die Problematik ist doch ganz ganz oft, dass man vorher gar nicht weiß, wieviel letztlich anfällt.

    Wann kann man schon mal sagen, das kostet jetzt 6000 EUR.

    Nehmen wir wieder mal meinen Hund Gino. Anfang August Beschwerden, die in einer Not-OP endeten. Diagnose Abzess im Rachen hinter den Zähnen eventl. durch Fremdkörper, der aber nicht gefunden werden konnte. CT, OP. Soweit so chic.

    Dann schlugen aber die AB nicht an. Der Kopf war voller Eiter. Die Klinik befürchtete, dass man das linke Auge entfernen muss. Dramatik ohne Ende.

    Musste man letztendlich nicht, aber auch hier hätten je nach Verlauf fünfstellige Kosten entstehen können, die vorher überhaupt nicht absehbar waren.

    Oh Gott, wie furchtbar. Wie gut dass ihr das gemeinsam überstanden habt. Und wie gut das Du das finanziell stemmen konntest. Wie gesagt, das könnte aber nicht jeder - und darum geht es ja. Das man nicht immer die Wahl hat das tun zu können was man will, oder vielleicht auch richtig wäre.

    weiss nicht ob ihr aneinander vorbei redet. Ich verstehe die mittlere, vierstellige Summe auf einen Schlag. Aber kann natürlich auch sein dass ich das fehl interpretiere

    Aber wo ist der Unterschied? Ich bin nach einigen Monaten auf füngstellig gewesen. Ob auf einmal oder nach 4 Monaten ist doch egal. Fakt ist, mein Hund wird lebenslang teuer bleiben. Dann müsste ich ihn doch erst recht einschläfern.

    Es macht für viele einen großen Unterschied ob man auf einen Schlag eine mittlere vierstellige Summe aufbringen muss, oder aufgeteilt in mehreren Monaten. Wäre das nicht so, gäbe es keine Ratenkredite.

    Nur weil man selbst das Geld hat solche Summen in die tiermedizinische Versorgung seines Hundes zu investieren, heißt das nicht das das andere das können und nunmal eine andere Grenze für sich ziehen müssen.

    Oder anders gesagt, Du bist in der glücklichen Situation es zu können, andere nicht. Das ist kein Wunschkonzert, sondern das ist das Leben das selten immer richtig und fair ist. Ein Hundeleben dauert ca. 12Jahre.. und es gibt auch Lebensphasen in denen eine mittlere vierstelle Summe kein Problem ist, in anderen hingegen einfach nicht aufzubringen.

    Es geht auch nicht immer nur um den Hund. Nicht jeder kann es verantworten jeden Cent seines Ersparten in den Hund zu stecken, denn in der Regel besteht das Leben aus mehr Personen und Lebewesen als nur sich selbst und den Hund.

    Ich weiss nicht ob ihr aneinander vorbei redet. Ich verstehe die mittlere, vierstellige Summe auf einen Schlag. Aber kann natürlich auch sein dass ich das fehl interpretiere. Weil Du absolut recht hast, es ist oft nicht vorher absehbar was für eine Krankheit am Ende was für Kosten verursacht hat.

    Ich habe vor einigen Wochen in der Tierarztpraxis ein Gespräch am Empfang mitbekommen. Eine ältere Frau mit zwei Dackel, die eine Rechnung beglichen hat. Aus dem Kontext war zu entnehmen dass es die Hunde ihres Sohnes sind und er die Rechnung zahlt, sie hätte gerne wieder einen Hund, hat sich nach dem letzten aber keinen mehr geholt, weil "man sich das heutzutage gar nicht mehr leisten kann". Da habe ich mal drauf rumgedacht und eigentlich hat sie gar nicht so unrecht.

    Es ist toll, was die moderne Veterinärmedizin kann, absolut! Aber parallel dazu sind halt auch die Kosten immens(!) gestiegen. Alleine die Kosten der Diagnostik :shocked: . Ich kann gut verstehen, dass gerade ältere Menschen geradezu erschlagen sind von den "neuen" Kosten und dass bei vielen dieses "Kosten spielen keine Rolle" gedanklich noch in einer anderen Liga angesidelt ist.

    Ich denke keiner außer den Beteiligten weiß genau was war. Ich persönlich halte nichts davon mich an Spekulationen zu beteiligen. Und ich denke auch, dass man als Halter in einer solchen Situation nicht ganz beisammen ist, wenn man keine Maschine ist.

    Ich finde es nicht schön öffentlich zu spekulieren. Insbesondere wenn keine Namen (wenn, dann nur positive hervorgehoben) genannt wurden um niemanden im schlechten Licht dastehen zu lassen.

    Wenn du solch eine Geschichte öffentlich erzählst regt dies automatisch zur Spekulation an.

    Wenn du so denkst dürftest du hier auch (fast) nie was schreiben. 😉

    Du hast Recht und ich meine Ruhe

    Hatte das schon auf FB gelesen und irgendwie ist die Geschichte doch komisch ...

    Ich denke keiner außer den Beteiligten weiß genau was war. Ich persönlich halte nichts davon mich an Spekulationen zu beteiligen. Und ich denke auch, dass man als Halter in einer solchen Situation nicht ganz beisammen ist, wenn man keine Maschine ist.

    Ich finde es nicht schön öffentlich zu spekulieren. Insbesondere wenn keine Namen (wenn, dann nur positive hervorgehoben) genannt wurden um niemanden im schlechten Licht dastehen zu lassen.