Uff das ist schon ein weiter, schwerer Weg den ihr da hinter euch habt.
Allein Antibiotika ist wirklich böse für die Darmflora und diese muss im Anschluss über einen langen Zeitraum wieder aufgebaut und stabilisiert werden. Das ist nicht in 1-2Monaten getan.
Und die häufigen Futterwechsel können auch zu Unverträglichkeiten auf bestimmte Bestandteile geführt haben. Man kann einem Hund Unverträglichkeiten leider auch anfüttern.
Wir hatten es da längst nicht so schwer.
Lange Rede kurzer Sinn. Wir haben auf Rat einer TÄ, und von Hummel hier aus dem DF, auf ein gastrointestinales Spezialfutter gewechselt. Royal Canin Gastrointestinal - Trockenfutter.
Was soll ich sagen, seitdem ist Ruhe im Verdauungstrakt. Guter Kot, selbst in Situationen die vorher Matschkot Garantien waren. Ich soll es mind. 4-6Monate füttern, parallel Darmflora unterstützen, und dann schauen ob sich der Verdauungstrakt soweit stabilisiert hat, dass wir ein gängiges Sensitive Futter füttern können (oder halt bedarfsgerecht kochen).
Das ist keine Empfehlung sondern nur unser Weg. Mein Hund hatte keine Giardien und sein Zustand war zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht. 2x 5Tage Antibiotika haben wir allerdings auch schon hinter uns. Aber er hatte zwischendurch immer wieder wochenlang guten Kot und eine stabile Verdauung, bis zu einer externen Irritation und es kippte wieder in Matschkot (selten Durchfall). Und ich habe „nur“ 4x das Futter gewechselt seit ich ihn habe. Und das vierte ist das jetzige.
Ebenso habe ich auf tierische Mono-Proteinquellen geachtet und kann sagen, dass der Verdauungstrakt meines Hundes nicht so viel kennt, eben um Ausweichmöglichkeiten zu haben.
Also nicht vergleichbar mit euren Problemen die mir sehr leid tun.
Ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall eine Zweitmeinung bei einem anderen TA einholen und leider nochmal eine größere Diagnostik anstreben - aber planvoll und aufeinander aufbauend. TA, am Besten mit Spezialisierung, und über Empfehlung (Google, vielleicht hier im DF, oder regionale Facebook Hundegruppen).
Und ich würde eine Futterumstellung auf keinen Fall alleine angehen, sondern mit Ernährungsplan durch eine* Ernährungsberater*. Der TA stellt erfahrungsgemäß die Diagnose, aber ernährungstechnisch habe ich noch keinen getroffen der fit aufgestellt ist. Auch ich werde bei meinem Hund eine Futterumstellung voraussichtlich mit einer professionellen Ernährungsberatung angehen, wenn es soweit ist.