Was wurde denn untersucht bei der Kotprobe?
Habt ihr das Futter mal gewechselt um eine Unverträglichkeit auszuschließen?
Ansonsten rufe ich mal SavoirVivre, die hatte mit ihrem Boxerjungspund auch so eine Odyssee…
Danke fürs rufen 
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Ich würde mich, natürlich, in erster Linie immer nach dem richten was der behandelne TA sagt. Bezogen auf Diagnostik und der Behandlung auf dieser Basis. Wenn ich aber skeptisch bin, hilft eine zweite TA Meinung ungemein.
Mich würde das 5x/Tag Kot absetzen und regelmässig weicher Kot auch (sehr) stören. Genau das haben wir auch monatelang hinter uns. Nicht "schlimm" aber eben weit weg von optimal und auch meinen Junghund hat es in der körperlichen Entwicklung spürbar ausgebremst. Er war monatelang immer einen guten Sprung unter jeder Wachstumskurve die ich für Boxerrüden kenne und streckenweise wirklich zu dünn, weil nichts opimal verwertet wurde und nach viel zu kurzer Verweildauer hinten wieder raus kam. Seine kontinuierlich wiederkehrenden "Verdauungsprobleme" haben uns an mehreren Stellen zurückgeworfen, da gefühlt ständig Schonung und Schonkost angesagt war. Seit er in der Pubertät ist, kommt auch eine temporär immer mal wieder vergrößerte Prostata mit ins Spiel, die auch ihren entsprechenden Einfluss nimmt.
Vom Vergleich anhand einer Wachstumskurve darf man sich aber nicht verrückt machen lassen, es ist nur ein Indikator von vielen und Hunde nunmal individuell. Dass ein Junghund schlaksig schlank ist finde ich völlig ok, sogar erstrebenswert. Ich finde es auch ok wenn die Gewichtszunahme, durch Masse, langsam von statten geht. Da würde ich mir an Deiner Stelle keine Sorgen machen, sofern euer Hund nicht dürr ist.
"Diagnose" bei uns, nach mehrfachen Tierarztbesuchen mit diversen Kottests, Bluttests und allgemeinen Untersuchungen. Die Darmflora ist gestört/beschädigt - wahrscheinlich aufgrund von Wurmkuren die schon beim Züchter gegeben wurden, denn er wurde mit Werkseinstellung Matschkot übernommen - so dass sie mittelfristig wieder aktiviert und aufgebaut werden muss. Gestörte Darmflora/Verdauung = alles im Ungleichgewicht, da auch großer Einfluss aufs Immumsystem - insbesondere bei Welpen, jungen Hunden, wo alles noch in der Entwicklung ist. In dieser Phase bilden sich leider auch viele Unverträglichkeiten/Grundlage für Allergien. Kennen wir ja auch aus der Humanmedizin.
Dass unser Hund, aus Gründen, zweimal Antibiotika bekommen hat, machte das Ganze natürlich nicht besser. Ich bin mir recht sicher, dass er auch Unverträglichkeiten gegen einiges hat, aber dem sind wir noch nicht nachgegangen/auf die Schliche gekommen. Das folgt irgendwann später, denn vorraniges Ziel ist, die Verdauung/Darmflora zu unterstützen, aufzubauen und zu optimieren. Also alles Step bei Step.
Was wir machen und was wirklich gut funktioniert (= kontinuierlich guter, fester Kot / kein Mundgeruch mehr / kein Bauchweh oder -grummeln / normales Junghundverhalten (vorher gebremstes Allgemeinverhalten) / kontinuierliche aber langsame Gewichtszunahme):
- Prä- und Probiotika, jeden Tag und für mindestens 6-9Monate wenn nicht sogar dauerhaft oder kurzweise immer mal wieder
- RoyalCanin GastroIntestinal als Hauptfutter (ich habe mich lange gewehrt, warum auch immer, aber ich muss einfach sagen seit wir dieses Futter füttern ist alles im Lot. Innerhalb von 5(!) Tagen haben wir eine Kotabsatz Anzahl pro Tag und kontinuierliche Kotkonsistenz erreicht, auf die wir vorher monatelang vergeblich hingearbeitet haben)
- 1x/Woche vegetarischer Tag (Möhren, Kartoffeln weich gekocht und matschig gestampft mit einem Esslöffel Hüttenkäse / fein geriebener Apfel und Möhren (überbrüht) mit einem großzügigen Schuss Leinöl)
- keine Futterexperimente
- konstant gleiche Leckerlis in kleinen Mengen, ansonsten sein TroFu als Futterbelohnung
- 2 Mahlzeiten am Tag, am vegetarischen Tag gibts mittags noch eine kleine Portion (geriebener Apfel + Möhren) zusätzlich, weil er sonst zu sehr Hunger schiebt und das seinem Magen nicht gut tut
Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Und ich habe mir sagen lassen, von diversen erfahrenen Hundehaltern und Tierärzten, dass die Chance dass sich Verdauungsproblematiken mit dem Erwachsenenalter verwachsen recht hoch ist. Dies begleitend bedeutet auch ein deutlich verbessertes Immumsystem insgesamt.