Mein 12monatiger Junghund hat Phasen, die GsD nur wenige Tage anhalten, vermutlich dann wenn gleich mehrere läufige Hündinnen am Start sind (Großstadt, Innenstadtlage, extreme Hundedichte), in denen sein Sexualverhalten "etwas" drüber ist.
In solchen Phasen hat er auch nachweislich eine temporär vergrößerte Prostata (Ultraschall + Rektaluntersuchung) und daraus resultierend unkontrollierte Hormonschübe. Sein pubertäres Verhalten verstärkt sich dann. Das normale Maß an Zähneklappern, Pipilecken, Winseln, Mitschleifen müssen, Futterverweigerung, Unruhe und Stress > Stressdurchfall, verstärkt sich dann signifikant.
Die Prostata wird relativ engmaschig kontrolliert (derzeit alle zwei Monate) und wir müssen mal schauen ob er nach der Pubertät frei von den temporären Vergrößerungen dieser ist.
Gedanklich und inhaltlich haben wir uns auch mit dem Chip auseinander gesetzt und er wäre das Mittel der Wahl, wenn die Phasen länger und schlimmer werden - allerdings nicht vor seinem 18 Lebensmonat und überhaupt wollen wir gänzlich drum herum kommen. Eine Kastration haben wir im Prinzip ausgeschlossen (es sei denn sie ist medizinisch notwendig, wovon aber nicht auszugehen ist), denn wir finden ihn trotz Pubertät und diesen Phasen gut händelbar und führbar. Der Chip ist lediglich eine Option aber eben im Bereich des möglichen.
Freilauf bekommt er allerdings nur an den Wochenenden, ausserstädtisch (und derzeit noch nicht einmal dann, aufgrund der Brut- und Setzzeit), und 1x Woche in einem umzäunten Auslauf, da er nicht zuverlässig abrufbar ist. Natürlich nicht optimal für einen Junghund, aber es gilt ganz klar die Regel "Wer nicht hört bleibt an der Leine". Aber ihr glaubt nicht wie viele blöde Sprüche ich mir deswegen schon anhören musste. I.d.R. von Tut-nix-und-hört-nix Haltern.
Mönchspfeffer, hatte ich das Gefühl, hat gut geholfen. Schon nach einer Woche habe ich die positive Auswirkung gemerkt. Allerdings hatte er in dieser Zeit auch einen recht starken Nesselsuchtschub und weitere allergische Symptome (u.a. starker Juckreiz) so dass ich Mönchspfeffer sofort abgesetzt habe, auch ohne eindeutig zu wissen ob es überhaupt daran lag. Jetzt haben wir dieses Allergiegedöns so gut im Griff, dass ich mich nicht dazu überwinden kann nochmal einen Test mit Mönchspfeffer zu starten. Vielleicht wenn er wieder einen argen Schub hat der länger anhält.