Also ich kann auch paar direkte Vergleiche beisteuern
. Zudem bin ich 20Jahre Reiterin gewesen.
Ich hatte nacheinander zwei deutsche Schäferhunde
Einen Mittelspitz
Einen Boxer-Ridgeback Mix
Und jetzt einen Boxer
Winterfell der Rassen
DSH:
Stockhaar und üppig Unterwolle, wenn der Hund nicht gerade 23Std/Tag in einer 22°C warmen Wohnung hockt. Bevor die frieren muss man schon Richtung Nordpol und den DSH vorher ordentlich nass werden lassen. - 15°C, inkl. eisige Windböen und Nieselregen überhaupt kein Problem. Tiefster Winter, unbeheizter Stall, da lag der DSH gemütlich und zufrieden in der Box im Stroh, egal ob 1Std. oder 3Std. Mantel/Pullover war nichts dergleichen am Start. Einfach nicht notwendig.
Mittelspitz:
Viel Fell, viel Unterwolle, aber anders. 10min. starker Regenschauer und er war nass, auch die Unterwolle. Das Fell ist insgesamt im Vergleich zum DSH nicht so "wasserabweisend" und viel weniger robust. Durch das lange, plüschige Fell bilden sich gut "Lufttaschen" die ihn warm gehalten haben, auch bei eisigen Temperaturen, aber anhaltender Regen war Endgegner. Auch blöd war starker Wind, da wurde das Fell rasch bis zur Haut durch den Wind zur Seite geblasen. Mantel brauchte er nur Regenmantel.
Im Stall, bei trockener Kälte und windfreies Plätzchen, war alles ok. Auch bei 1-3Std. Wartezeit. Er war aber auch ein verwöhnter Wohnungshund.
Boxer-Ridgeback Mix und Boxer:
Tja, ich sag mal so, ich habe hier 11 verschiedene Pullover und Mäntel am Start (ok bei mir hat sich auch ein Tick draus entwickelt
). Sehr kurzes, feines Fell, keine Unterwolle. Solange sie im eigenen Tempo in Bewegung sind frieren sie auch bei -5°C nicht, aber langsame Leinenspaziergänge oder gar länger mal wo stehen, dann frieren sie schon bei 5°C. Richtig ätzend sind Regen und Wind, da hat das Fell nichts erwähnenswertes entgegen zu setzen. Wie gesagt, so lange sie im eigenen Tempo in Bewegung sind relativiert sich auch da einiges - aber auch nur dann. Ab 5°C und weniger hat der Hund was an. Bei Regen sowieso.