Gustaf ist auch seit vielen, vielen Jahren wieder mein erster Welpe/Junghund und mein zweiter Welpe/Junghund überhaupt. Dazwischen hatte ich nur (anfänglich) etwas verhaltensoriginelle Adults aus dem Tierschutz. Eine andere Art der Herausforderung, die eine gänzlich andere Herangehensweise und Führung benötigte. Ein pubertärer aber freundlicher junger Rüde ist für mich dann doch einfacher durchs Leben zu führen als z.B. ein 40kg adulter DSH Rüde aus dem Auslandstierschutz, der meint er wisse wie der Hase läuft und in vermeintlichen Konfliktsituationen als erste Maßnahme die Ärmel hochkrempelt plus seine 42Argumente überprüft.
Aber ich habe tatsächlich die "Macht der Hormone" bei einem sehr energetischen, körperbetonten, halt noch lange nicht fertig erzogenenen >30kg Hund etwas unterschätzt. Nicht schlimm, aber ich war so manches Mal echt baff das mein Hund mal wieder sein Gehirn verloren hat und habe mehr als einmal befürchtet das wir es nie wieder finden
. Mein Neid gilt wirklich allen deren Junghunde hormonell besser sortiert durch die Pubertät kommen, denn ich bin ziemlich sicher das ich meinen Junghund durchaus zu führen und anzuleiten weiss - und dennoch regelmässig Situationen hatte in denen ich nur noch durch die Situation hindurch manangen konnte. Solche Situationen wird es auch in Zukunft noch diverse geben.
Aber wir kommen grundsätzlich echt gut klar
. Es gab keinen Tag, keinen Moment, wo ich das Gefühl hatte ich bin am Rand meiner Belastungsgrenze oder weiß nicht weiter. Für jedes Problem und jede doofe Phase (die auch schonmal 2-3Wochen anhält) hatte ich irgendwie intuitiv eine Lösung. Langjährige Erfahrung mit dem Hundetyp hilft natürlich, weil man dann schon einen recht gut ausgestatteten Werkzeugkoffer hat.
Hilflos stehe ich lediglich den gesundheitlichen Begleiterscheinungen gegenüber. Aber das ist ein anderes Thema. Schaut ja aus als ob wir das hinter uns gelassen haben und gut im Griff.