Beiträge von SavoirVivre

    Und ich hatte in >25Jahren Hundehaltung mit meinen eigenen Hunden null ernsthafte Beissereien mit Beschädigungsabsicht. Weder von meinen Hunden ausgehend, noch von Fremdhunden ausgehend. Auch mein jetziger will im Grunde nur dass seine Individualdistanz eingehalten wird und geht von sich nicht zu anderen Hunden hin. Wenn es knallt - dann kurz, laut und ohne jegliche Verletzung.

    Dabei war ich bei einer einzigen Beisserei, bei der Beschädigungsabsicht vorlag.

    Ich finde es echt heftig was bei euch teilweise passiert. Bei uns knallen Gott sei dank nur tut-nixe rein (und das ist weiss Gott nervig und zurückwerfend genug) und wir sind die mit der "Bestie" :hust: .

    @partrick - ich würde mich gegenüber dem Nachbarn mit dem Labbi sehr deutlich dafür aussprechen, dass du seinen Hund nicht mehr leinenlos oder ungesichert (mauli) in ansatzweiser Reichweite zu deinem hund sehen willst. sonst ist das ein fall fürs OA.

    Das ist wirklich heftig. Wir treffen täglich mehrere verschiedene Hunde und wie gesagt... selten das was mehr als nur Knurren oder mal Verbellen passiert. Rüdengerangel zähle ich ebenso nicht zu den ernsthaften Angriffen.

    Alles andere war bisher eben das erwähnte Rüden-ich-bin-der-Größte-lass-mein-Weib-in-Frieden-Gerangel...


    Von daher, ja. Es ist sicherlich eine Gradwanderung. Deswegen waren wir immer darauf bedacht, das dieser Hund ohne Maulkorb und Leine das Haus nicht verlassen hat.

    Aber wie gesagt: Sie war eine Ausnahme.

    Hier in der Nähe wohnt auch ein agressiver Hund. Aber den habe ich noch nie ohne Leine getroffen. :ka:


    Das Problem ist, dass die meisten NIcht-Hundehalter und auch viele Hundehalter wenig Ahnung von Hundeverhalten haben. Für diese wird auch ein Kommentgerangel zwischen Rüden, der in der Regel verletzungsfrei von statten geht, als ernsthafte Beisserei gewertet.

    Wenn mein Hund sich mit einem anderen Rüden prügelt, was im Freilauf ca. 4x/Jahr vorkommt, dann ist mein Hund auch wochenlang später noch der aggressive, verhaltensgestörte Hund - obwohl null komma gar keine Verletzungen entstanden sind, das ganze max. 10Sek dauert und meiner im Anschluss neben dem Rüden mit dem er sich gerade in die Wolle gekriegt hat wandern gehen kann.

    Ich selbst störe mich gar nicht an "aggressiven" Hunden mit Beschädigungsabsicht, solange sie entsprechend gesichert und verantwortungsvoll von ihren Haltern geführt werden. Mir sind diese Hunde sogar lieber als die tut-und-hört-nixe, die uns belästigen. Ja, belästigen, weil deren Halter der Meinung sind, weil sie friedlic hsind, haben sie gefälligst Narrenfreiheit zu haben.

    Mein Hund geht nicht zu anderen Hunden hin bzw. lässt sich zuverlässig abrufen. Aber er fordert nunmal seine Individualdistanz ein und mag es gar nicht wenn ihm Fremdrüden näher als 1m kommen. Damit es nicht dazu kommt, ist er an der Leine, im kontrollierten Freilauf und abrufbar - was man von verdammt vielen anderen Hunden leider nicht behaupten kann. Ich bin es einfach leid, dass mein Hund dann trotzdem der Buhman sein soll, weil jemand anderes nicht in der Lage ist seinen Hund hundegerecht zu führen und meint auf einen freundlichen Hund wird immer freundlich reagiert.

    @Michi69
    Wie sicherst du ab? Nur Leine und wenn Aufregung gelegt kontrolliertes Hallo sagen an der Leine? Oder Leine & Maulkorb?

    Unsere Besucher wird eingeimpft den Hund zu ignorieren, auch wenn er bellt. Einige Fremdgäste (die intuitiv handelnden Hundefreunde) werden von Anfang an freudig begrüßt, andere drohend verbellt (sofortiger Abbruch durch uns und auf den Platz), aber nie länger als 2-3min. Lärm (inkl. Gegrummel vom Platz aus). Danach wird in zaghafte Kontaktaufnahme umgeswitcht und nach wenigen Minuten müssen wir unterbrechen damit das Kuschelmonster nicht durchkommt.

    Sehr bewährt hat sich Anfangs den Gast vor der Haustür abzupassen und gemeinsam reinzukommen. Das Bambi freut sich dann so über unsere Wiederkehr dass alle Begleitpersonen gleich mit befreut werden.

    Ich war ja schon mehrmals mit ihm wandern (u.a. Südtirol) und lief auch regelmässig in größeren, gemischten hundegruppen (hier aus dem DF) mit ihm mit. Hat prima geklappt.

    Trotzdem habe ich, aufgrund der fehlenden Routine, natürlich Respekt vor engen Wegen entlang eines Steilhangs, wo zwei Personen die sich entgegen kommen knapp aneinander vorbei passen. Wenn uns dann ein Hund entgegen kommt wäre das echt blöd. Und vorab weiß man ja nicht, ob nicht doch Streckenabschnitte kommen die so sind. Bisher hatten wir schlichtweg Glück dass uns nur Menschen entgegen kamen. Die interessieren ihn nicht, sofern sie ihn nicht stoppen und anquatschender oder betatschen :roll: . Aber selbst solche hat er vor Verwirrung auf Wanderpfaden bisher ignoriert.

    Fremdhundkontakt gibts bei uns nur nach Absprache mit den anderen Haltern und nur bei Hündinnen. Kastrierte Rüden geht auch. Bei intakten Rüden lasse ich es nicht drauf ankommen, wobei Bambi nicht beschädigt sondern immer nur Lärm macht und niederringt. Trotzdem no-go.

    Sind eure Hunde alle ausnahmslos sozialverträglich und allen Menschen gegenüber freundlich?

    Wir haben ja die zusätzliche Herausforderung, dass das Bambi rüdenunverträglich ist und manchmal ein Leinenpöbler. Das ist natürlich blöd bei (sehr) schmalen wegen auf denen uns andere Hunde entgegen kommen.

    Menschen interessieren ihn nicht. Werden alle ignoriert. Aber direkte Ansprache - am besten mit vorbeugen - oder gar antätscheln findet er gar nicht gut.