Beiträge von SavoirVivre

    unsere nachbarin hat manchmal den rauhhaardackel ihrer eltern für mehrere tage zu besuch da. der ist so süss, aber bellt auch gerne und findet fremde menschen höchst überflüssig. er würde wohl auch in der wade hängen, würde man ihn lassen wie er sich das vorstellt sagt die nachbarin :pfeif:

    uns stört der kleine kerl null. wir haben selbst einen hund der 2-3 minuten braucht bevor er einen fremden menschen in der schublade "tut mir nix und hat zwei hände zum streicheln" ablegt.

    Bei uns in der Gegend gibts momentan viele American Steffs.
    Die meisten sogenannten "Kampfhunde" wie Pitbull und Steffs waren hier schon älter. Und nun gibt es eine neue Welle mit Welpen. Gestern erst wieder einen getroffen. Und die Besitzer sind jung. Seehr jung. Das Mädl gestern vielleicht grad mal 18. Dann gibts noch ein Päärchen (so um die 18-20 Jahre) die haben auch einen Welpen.

    ich würde die halter sofort ansprechen und interessiert nach den vorausetzungen für die haltung dieser rasse fragen. wenn die halter völlig ahnungslos sind, würde ich ihnen sagen dass es leider eine ganze reihe von haltungsvoraussetzungen gibt die man erfüllen muss und das sie diese anstreben sollten, wenn sie nicht wollen dass ihnen der hund abgenommen wird.

    ich persönlich finde die kombination listenhund als ersthund sehr jungen jahren nicht ideal. da ist einfach ein erhöhtes konfliktpotenzial drin und am ende leidet der hund drunter. ich kenne einige halter von listenhunden und diese sind so akribisch darauf bedacht alles richtig zu machen - auch bezüglich den auflagen - so dass ich es einfach als unfair empfinde, wenn da eine 18jährige losmaschiert und ohne sinn und verstand sich einen solchen welpen holt, der irgendwo im hinterhof "gezüchtet" wurde. am ende gibt es nur verlierer!

    ich gehöre zu denen die sich (mindestens innerlich) tierisch darüber aufregen wenn tut-und-hört-nixe in uns reinbrettern. von hinten > noch geiler, da freue ich mich besonders drüber. wenn daraus eine rauferei entsteht, die sich so entwickelt wie von rafile beschrieben, würde ich mich ebenso wie sie darüber echauffieren.

    der einzige unterschied wäre der, dass ich meine versicherung von anfang an mit einbeziehen und dieser den vorfall schildern würde. ich gehe mal davon aus, dass eine solche situation auf eine 50:50 kostenteilung hinausläuft. das wäre für mich fair. denn
    a) bin ich mir sicher dass mein hund nicht gebissen hat, kann es aber nicht beweisen
    b) kann es trotzdem sein dass er die verletzung verursacht hat
    c) allein aufgrund seiner existenz eine natürliche tiergefahr von ihm ausgeht

    die forderung des anderen HH 100% der kosten zu übernehmen und die drohung mit OA empfinde ich hingegen als absolute frechheit. dass sein hund unabrufbar leinenfrei lief und somit eine rauferei provoziert hat, ist für mich mindestens eine mitschuld.

    nun ja, ich weiss ja dass viele menschen/hundehalter meinen hund als hässlich bzw. unansehlich finden (dafür fahren molosser-fans total auf ihn ab :D ). das stört mich nicht. wirklich nicht.

    aber ich unterscheide schon zwischen persönliche vorliebe in der optik und beleidigung. wenn jemand sagt "das ist aber ein hässlicher köter", dann ist das eine beleidigung und etwas ganz anderes als jemand der sagt "puh, also mein hund ist das optisch nicht. sorry, aber schön ist anders".

    reagieren tue ich auf beides neutral oder mit einem nachsichtigen lächeln, aber an einem schlechten tag mache reagiere ich auf beleidigungen auch mit einem verbalen hinweis auf die ganz offensichtlich fehlende erziehung beim absender.