Auch auf die Gefahr hin, jetzt der Buhmann zu sein, aber wenn ein Hund so krank ist, daß er monatelang Extrempflege rund um die Uhr braucht, dann sollte man wirklich überlegen, ob das im Sinne des Hundes ist.
Unsere Hundeoma war 10 Jahre lang draußen Hund, auch als ich bereits bei Männe eingezogen bin und auch wenn ich mich mit dieser Haltung nicht groß anfreunden kann und für mich das nicht in Frage kommt, gänzlich verteufeln tue ich es aber auch nicht.
Durch einen Cryptosporidien Infektion in der Mundhöle starb ihre gesamte Haut unterhalb des Mauls und Halsbereiches ab.
5 Tage lang war sie in der Klinik deswegen, aber die TÄ gab ihr eine Chance.
Zu Hause musste das ganze komplett steril gehalten werden, jeden Tag zweimal komplett gewaschen, desinfiziert etc. pp. werden.
Diese sterile Umgebung kann man in einem Stall, Scheuen, Deele, Werkstatt nicht schaffen.
Wir haben dafür sogar extra unsere Küche umgemodelt.
3 Monate hat es gedauert, bis die Haut sich soweit wieder von den Seiten geschlossen hatte, dass nur noch eine kleine Narbe an das ganze erinnert.
Wer jetzt also denkt, dass ein Hund nicht so krank sein kann, das eine Außenhaltung nicht möglich ist... doch ist es.
Das ganze ist jetzt im übrigen 4 Jahre her, hätte ich deswegen den Hund einschläfern sollen?
Seit dem wohnt sie im übrigen, wie auch die anderen beiden, mit drinnen und ich denke sie hat es nicht einen Tag bereut.
Denn so wie @leiderHundelos es in ihrem letzten Absatz beschreibt, hatte ich bei Susi auch immer dieses Gefühl.
Und das obwohl auf einem ldw. Betrieb fast den ganzen Tag immer einer draußen ist.
Wenn ein Hund das gerne freiwillig möchte, habe ich da gar nichts gegen.
Der Leonberger meiner Tante war so einer, lieber Haus und Garten bewachen, rund um die Uhr draußen, das war seins.
Oder HSH die bei ihrer Herde wohnen, für mich ein ganz anderer Schnack.
Vor kurzem ist der 12 jährige Schäferhund von einem guten Freund gestorben.
Wie sagte er so schön, der Tod dieses Hundes tut ihm besonders weh, denn es war der erste Hund der rein durfte und ja sagte er, man hat doch eine andere und innigere Beziehung zu diesem Hund gehabt, als zu den Vorgängern.