Beiträge von Antoni

    Fehler wohl mehr oder weniger viele :roll:
    Zum Glück ist mein Toni ein Hund den man als perfekten Anfängerhund bezeichnen würde und hat sich trotzdem super gemacht :smile:

    Den größten Fehler, den ich nach heutigem Wissenstand nicht mehr machen würde, war, dass ich ihn auf Raten meiner Trainerin habe kastrieren lassen.

    Ist der Hund seinem Menschen nicht schon treu, wenn er mit diesem eine Bindung aufbaut, sich zu seinem Menschen/Familie zugehörig fühlt?
    Haus und Hof bewacht (hoftreue Hunde), mit seinem Menschen ein Team bildet, bei der Jagd und hier rede ich jetzt nicht von ausgebildeten Jagdhunden, sondern von Pariahunden bei Naturvölkern, die Hunde die in Afrika jeden Tag mit den Viehhütern und Herde raus gehen um diese vor Raubkatzen zu warnen, ohne das den das jemals jemand beigebracht hat etc.
    Gucken wir mal nicht auf unsere Haushunde, sondern auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund in anderen Ländern/Völkern an, kann man schon von treue reden.
    In diesen Fällen ergänzen sich Mensch und Hund, beide ziehen ihre Vorteile daraus, beide sind in vielen Fällen Abhängig von einander und bildet sich aus dieser Abhängigkeit nicht eben in vielen Fellen eine Art treue Beziehung/Freundschaft?
    Ich glaube daran.

    Mensch und Hund ergänzen sich hundert- und tausendfach; Mensch und Hund sind die treuesten aller Genossen.
    - Alfred Brehm, deutscher Zoologe.

    Mein Hund z.B. ist auch sehr verfressen, jeder der irgendetwas essbares in der Hand hat, wird angehimmelt.
    Mit gehen würde er trotzdem nicht.
    Momentan lebt mein Hund zu Hause, ich sehe nicht all zu oft, trotzdem, wenn ich da bin, bin ich die wichtigste Person für ihn.
    Ist er von mir abhängig?
    Nicht im geringsten, es gibt wesentlich mehr Leute die er gut kennt, die ihm mehr zu fressen geben, auf Spaziergängen eine rundum Bespaßungstour mit ihm machen (würde mir im Leben nicht einfallen) etc. pp.
    Trotzdem sind alle andere unwichtiger, sobald ich bei ihm bin.
    Als treu habe ich das noch nie bezeichnet, aber als besondere enge Beziehung.

    Ich habe noch nie vom treuen Hund gesprochen, aber ich glaube an die besondere Beziehung zwischen Hunden und Menschen, die über die Abhängigkeit des Hundes vom Menschen und umgekehrt hinaus geht.

    Zitat

    rinder sind nun mal lebensmittel - so krass sich das anhört. ein bulle ist echt gefährlich und in der herde kaum zu halten. man investiert da auch nicht unbedingt in erziehung.

    Darf ich kurz OT werden.
    Bullen werden nur noch ganz selten kastriert, da sich Ochsenmast so gut wie nicht mehr lohnt.
    Bullen werden in einer Herde gehalten, solange keine Kühe dazwischen sind, verstehen die sich sehr gut (paar kleine Machtgerangel gibt es schon mal) und mir ist das arbeiten mit Bullen lieber als das arbeiten mit Kühen mit Kalb bei Fuß.
    Da sind Bullen aber um einiges umgänglicher und ruhiger.
    Die meisten schweren Unfälle passieren mit Mastbullen die im Stall gemästet werden oder mit Zuchtbullen im Boxenlaufstall.

    Was eine Kastration im Hormonhaushalt anstellt, wurde ja nun schon paar mal erklärt und zu dieser Veränderung im Körper führt es ganz sicher nicht nur beim Rüden.
    Warum man Kleintiere kastriert?
    Meistens weil Kleintiere in Gruppen gehalten werden müssen und diese Gruppe in einer natürlichen Zusammenstellung häufig aus einem Männchen und mehreren Weibchen besteht und da Nachwuchs verhindert werden soll, gibt es eben nur eine Möglichkeit.
    Ebenso bei Pferden.

    Gucken wir uns nun die anderen Nutztiere an, hat es weniger mit der Verhinderung von Nachwuchs zu tun, sondern viel mehr dem Genuss des Menschen.

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    Das mit dem Abbrechen und Korrigieren des Verhaltens: Hab ich das nicht genau so gesagt? Dass sie schnell sein muss, ein Korrektursignal kennen sollte, evtl. für Alternativverhalten sorgen sollte? Ihren Hund überhaupt mal beschäftigen und draußen fördern und ablenken und auf sich lenken sollte, falls sie daran noch nicht arbeitet?
    Und ich habe auch gesagt, dass sie sich einen guten Trainer suchen soll.


    Habe ich irgendwo geschrieben, dass du das nicht geschrieben hättest?


    Zitat

    Du schreibst, beim Fixieren des Objekts wird jeder Unterbrechungsversuch fehlschlagen - für mich beginnt fixieren beim zuwenden, wenn ich weiß, was dann kommt. Er darf gucken, aber sobal ich sehe, dass er sich in irgendeiner Form steif macht, oder länger hinguckt und sich steifer macht, wird abgebrochen. - Soll der Hund schob gar nicht mehr gucken dürfen?? Dann hats du demnächst einen komplett Umweltunsicheren Hund, der nicht mehr weiß, was er darf und was nicht.


    Du unterbrichst deinen Hund doch bevor er fixiert oder?
    Angucken und fixieren ist ein Unterschied, den du doch anscheinend kennst, denn sonst würdest du deinen Hund, bevor er fixiert, nicht unterbrechen.
    Etwas anderes habe ich nicht geschrieben.

    Zitat

    Und zu den beiden Hundeschulen über die wir hier gesprochen hatten: Woher willst du die Methoden der jeweiligen Schule kennen? Nur aus dem TV? Ich bitte euch alle mal, das ist doch das Fernsehen... ihr könnt diese paar Szenen nicht als Anhaltspunkte nehmen, die darüber entscheiden, ob die Schule gut oder schlecht ist.


    Woher willst du wissen, wie ich mir meine Meinung gebildet habe?
    Aber wie Murmelchen schon angemerkt hat, dazu gibt es seitenweise Threads.

    Aber mal anders gefragt, wie kann man beurteilen ob es sich um territoriales Verhalten handelt, wenn man nichts über den Hund weiß?
    Nicht wie er aufgewachsen ist, wie er sozialisiert wurde, was für Erfahrungen er bereits mit schnell bewegenden Objekten gemacht hat?
    Das ganze kann aus Angst/Stress hervorgehen oder aus dem Beutefangverhalten oder es hängt mit der Pubertät zusammen oder, oder, oder.
    Bei so einem gezeigten Verhalten würde ich niemals pauschal sagen "dieses oder jenes bestimmte Verhalten ist es" ohne den Hund und den dazu agierenden Halter kennen gelernt zu haben.
    Aber ich würde in diesem Fall nicht sofort auf territoriales Verhalten schließen, erstens ist er mir noch ein Stück weit zu jung, es sei denn er ist für seine Rasse ein früh Entwickler und zweitens aus den oben genannten Gründen.

    Deshalb mein Rat zu einem Trainer, den hattest du ja auch schon gegeben.

    Was soll der Hund daraus lernen, dass er nicht vor einem laufen darf?

    Ich sehe das ganze auch nicht als territoriales Verhalten deines Hundes, aus dem selben Grund wie Sleipnir, er ist einfach noch ein wenig zu jung, sondern das er sehr leicht auf Bewegungsreize reagiert.
    Hier würde ich auch gezielt mit der Impulskontrolle arbeiten und du musst lernen deinen Hund genau zu lesen.
    Schon in der ersten Phase, sobald der Hund auch nur minimal sich dem Objekt zu wendet, musst du sein Verhalten schon unterbrechen.
    Bei allem anderen, selbst dem Fixieren des Objektes, werden Unterbrechungsversuche fehl schlagen.

    Wie und wann du einschreiten musst, würde ich mir von einem guten Trainer (nicht denen hier aufgeführten :hust: )zeigen lassen.
    Jenes kann man in der Theorie schlecht beschreiben.

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    Sie hat damals bei ihren Geschwistern in eine Art Box den Tag und die Nacht verbracht hatte aber viel Nähe zur Familie. Allerdings lernte die Kleie schon einiges - wie mal alleine sein - mit ihren Kumpels


    Wie du schon richtig geschrieben hast, war sie nie alleine, denn die Geschwister waren immer da.
    Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen "ich bin alleine, ohne irgendjemanden" oder "Mama ist gerade nicht da, aber noch meine Geschwister" ;)
    Das alleine bleiben muss Schritt für Schritt langsam aufgebaut werden.


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    Nun schläft sie fast durch und dafür ist aber Morgens gegen 6 oder 7 Uhr die Nacht zu ende .


    Die kleine ist erst 9 Wochen alt und schläft schon so lange durch, da ist es doch voll kommen normal, dass dann um 6 oder 7 Uhr irgendwann mal die Nacht vorbei ist.
    Geht denn dann einer mit ihr auch raus?
    Das man die Box zumachen soll, hat nämlich nur etwas mit Erleichterung des Stubenreintrainigs zu tun und nicht um den Welpen weg zu sperren, nur damit man schlafen kann.
    Hunde sind sehr reinliche Tiere und machen ihr Geschäft nicht in unmittelbarer Nähe ihres Schlafplatzes, das ist der Grund warum Welpen dann meistens anfangen unruhig zu werden und gegebenenfalls zu jaulen.


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    Wichtig hierbei ist bei uns wichtig, dass mein Mann Nachtschichten hat und dann morgens um 7 Uhr seinen Schlaf nachholen möchte und nicht mit Arya den ganzen Vormittag spielen. Sie muss also lernen auch"ruhe"Phasen zu haben..


    Ruhephasen schön und gut, aber nicht wenn der Welpe 9 Wochen alt ist und schon ganz brav die Nacht durch geschlafen hat.
    Irgendwann hat auch so ein kleiner Hund seine aktive Phasen am Tag.

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    Wir haben sie heute (nach einem fast Nervenzusammenbruch unserseits) mal in Ihrer Box bellen lassen, weil ich auch gelesen habe, dass man die Nasen auch mal bellen lassen soll.
    Leider - hat sie wirkich fast ne stunde komplett durchgebellt und gejault so dass ich dann wieder zu ihr bin....


    Macht das bitte nicht.
    Gerade in dieser Zeit benötigen Welpen noch ganz viel die Nähe ihrer Menschen, besonders wenn sie gerade erst von ihrem Familienrudel getrennt wurden.
    Wegsperren bringt nichts, der Welpe lernt daraus nichts.


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    Zudem mag sie auch nicht mehr so gerne in die Box gehen.. ach mensch ... das ist doch echt schade!
    :hilfe

    :
    Wundert mich nicht wirklich.

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    Unsere Nachbarn hören die kleine nicht, was uns schon mal beruhigt, aber wenn sie jetzt immer bellt wenn sie alleine ist, dann wird das auf dauer nicht machbar.


    Das alleine sein muss, wie oben schon erwähnt, langsam aufgebaut werden, das geht nicht von heute auf morgen, bei einigen kann das Monate dauern.
    Gibt mal in die Suchfunktion "Alleine bleiben trainieren" ein und du wirst zig Threads zu dem Thema finden.


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    Jetzt beispielweise liegt sie auf dem sofa und pennt- hauptsache bei uns


    Das ist auch super wichtig für Welpen.

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    So sehe ich das auch. Ich denke für den Hund ist es sogar schöner draussen auf seine Familie warten zu dürfen (solang das Wetter nicht extrem ist jedenfalls). Aber als dauerhaftes Zuhause finde ich einen Zwinger ungeeignet. Auch wenn er ein paar Stunden am Tag rausgeholt wird für Gassi und Training.

    Hier muss man aber auch auf den Hund achten.
    Ist er es gewohnt von Anfang an alleine im Zwinger zu bleiben, vllt. sogar ein Hund der auch so gerne draußen im Garten liegt, sollte das okay sein.

    Es gibt aber auch Hunde die mit der Situation, Garten/Zwinger und alleine überfordert sind, nicht zur Ruhe kommen, Stress haben.
    Stelle ich mir nun vor so einen Hund die Arbeitszeit über alleine, draußen im Zwinger, zu lassen, dieser dann aber bei jedem kleinen Geräusch hoch fährt, vllt. noch durch einen hohen Zaun gar nicht einschätzen kann was genau das für Geräusche, Gerüche etc. sind, werde ich ganz bestimmt einen hochgepuschten, gestressten Hund vorfinden.
    Für Hunde mit diesem Typ ist es wahrlich besser in einer Reizarmen Umgebung (drinnen) alleine zu bleiben.

    Warum ich immer mehr gegen Zwingerhaltung bin, ich erlebe es einfach viel zu oft mit und kann, egal wie "gut" die Haltung ist, nur negatives heraussehen.

    Erste Zwingerhaltung die ich kennen lernte war die vom Schäferhund meiner Mutter.
    Der Hund hatte einen großen Zwinger ca. 7m x 3,5m und einen großen, trockenen Raum (eine Hütte war das schon nicht mehr) mit Teppichboden und für den Winter sogar eine Rotlichtlampe.
    Er bekam gutes Futter, Wasser etc. pp. alles was ein Hund, der im Haus lebt, auch bekommt.
    Morgens ging es 30 min - 1 Std, Nachmittags 1Std. - 2Std. und Abends noch mal eine kurze Pinkelrunde raus.
    Der Hund war demnach auch Zwingerrein.
    So, würde man sagen, ein relativ normales Hundeleben.
    Trotzdem war er nun die restliche Zeit im Zwinger alleine, das macht sumasumarum 21Std - 22Std am Tag ohne direkte Kontakte zu seinem Menschen.
    Der Hund war weder verträglich mit anderen Hunden (ausgenommen unserem Zweithund, der übrigens im Haus lebte) und auch fremden Menschen gegenüber musste man sehr vorsichtig sein.

    Zweite Zwingerhaltung: 11 Farmhunde, Schafe und Fleischrinder
    Die Hunde kamen Morgens vor dem Frühstück raus und wurden auf "ihre" Wiese hinter den Schuppen geschickt zum lösen.
    Danach ging es mit den Hunden, die gebraucht wurden, los zur Arbeit, die anderen kamen wieder in ihren Zwinger oder an ihre Hütte + Kette (3m)
    Der Tag war lang, Hunde meistens immer dabei und Abends kamen sie dann zurück in ihre Zwinger, jeder alleine.
    Für mich wohl noch die legitimste Art, Hunde im Zwinger oder Kette zu halten.

    Drittens: Hofhund, Kette bzw. lange Leine vor der Haustüre.
    Der Hund kam ab, wenn jemand mal Lust hatte, auf ihn aufzupassen, da er nicht hoftreu war bzw. ist.
    Heißt, wenn dies mal an Tagen nicht der Fall ist oder nur kurz Zeit, kommt der Hund eben gar nicht ab oder nur kurz.

    Viertens: Farmhunde, Milchviehbetrieb
    Der Arbeitshund kommt/kam Morgens mit zum Kühe holen, zwischen 30min - 1 Std. danach kam er zurück in den Zwinger für den Rest des Tages.
    Kein Sozialkonakt etc. ein- bzw. außgesperrt vom alltäglichem Leben.
    Seit ich hier arbeite, nehme ich ihn mit, egal was ich mache, wir kuscheln auch mal mit einander, unsere Bindung hat sich in den letzten Monaten so dermaßen entwickelt, dass ich nicht wissen möchte wie es wäre, wenn ich ihn mit nach Hause nehmen dürfte.

    Der "Haushund" kommt auch nur dann aus dem Zwinger wenn mal jemand Lust hat ihn raus zu lassen.
    Meistens Abends für 2-3 Std. läuft er dann draußen ein wenig rum, wenn drinnen vorm Fernseher gesessen wird, wirklicher Sozialkontakt herrscht demnach nicht.

    Übrigens sind die Zwinger von Farmhunden in Neuseeland und Australien von dieser Größe:
    http://www.woodworx.co.nz/new%20www/kenn…20run-1_jpg.htm
    In die Hütten passen sie nur zusammen gerollt.

    Die einzige legitime Zwingerhaltung für mich ist, wenn der Hund im Zwinger alleine bleibt, wenn seine Menschen nicht da sind, denn da sehe ich jetzt auch nicht so den großen Unterschied ob drinnen oder draußen alleine oder wenn es sich um Hunde handelt, die den ganzen Tag draußen sein dürfen evt. Arbeitshunde und dann zu zweit über Nacht in den Zwinger.
    Die Hofhunde, dich ich kennen gelernt habe und die wirklich draußen bleiben wollten, brauchen aber keinen Zwinger oder Kette!

    Bei allem anderen sollte sich Mensch doch noch mal über das höchst soziale Lebewesen Hund schlau machen.