Beiträge von Antoni

    Wir haben unser erstes Seminar hinter uns gebracht und es war einfach nur toll!
    Neben vielen Fachgesprächen, viel lachen und einer Menge Spaß, haben wir natürlich auch trainiert ;)
    Jeweils Samstag und Sonntag zwei Läufe.
    Was haben wir nun also mit genommen?
    Ich habe einen Hund, der für 14 Monate sehr, sehr gut trainiert ist, dem es anfängt langweilig zu werden und der arbeiten muss und das auf großen Flächen und das wir ein sehr gutes Team bilden =)
    Nach dem ich am Samstag noch etwas verhalten war und meinem Hund also nur das zugetraut habe, was wir bislang zu Hause gemacht haben, ihn oft gestopt und zurück gehalten habe, kam beim ersten Lauf der Satz "Der kann das, lass den man laufen".... und mein Hund konnte das und lief auf einmal ganz anders und knallte mir heute dann einen Outrun von ca. 100 Metern hin, gute Flanken, toll kontrollierbar.
    Dadurch das ich ihn oft gebremst habe, wartet er noch zu sehr auf Kommandos und nun wird ordentlich am Selbstbewusstsein gearbeitet, am eigenen Ideen haben und machen lassen.

    Ich habe ordentlich Input bekommen, gesehen was mein Hund kann und darauf wird nun aufgebaut :smile:

    Ein Bildchen habe ich schon mal fertig gemacht, nicht von Phelan, von dem gibt es keine ;)
    Der Rest kommt mal später.

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    Du hast ja die richtigen Hunde, die eben das Hirn ausschalten und hören, hat man ja lange drauf selektiert.
    Gibt aber eben andere Kaliber von Hunden. Reif, selbstständig und unabhängig. Ich hab was in der Mitte und damit komme ich klar. Ich
    brülle nicht mal ein Mal, ich spreche. :)

    Solche Hunde kann man halt nicht überall frei laufen lassen und ich wundere mich immer, wo ihr eure Hunde, egal wie toll erzogen rumlaufen lasst, daß irgendwelche LKW oder Autos sie erfassen könnten. Das Beispiel kommt dann nämlich schon reaktiv.
    "Der muss hören, sonst wird er überfahren!"


    Solche Wege gehe ich jeden Tag.
    Trecker, Autos, Schrotlkws...Alltag auf den Gassistrecken.
    Da muss jeder Hund zu mir kommen, da gibt es auch kein überlegen, da muss auch Madame Oma, die an der langen Leine läuft, zu mir.
    Das musste auch Mister von und zu Dackel und Madame Spitz (die ich 1 1/2 Jahre zum spazieren öfters dabei hatte)
    Ob die den Sinn dahinter gerade gesehen haben, war mir in dem Moment wurscht.
    Okay, beim Dackel war der schnelle Rückruf nicht "Hier" sondern "wo ist die Maus?" und er durfte dann mäuseln bei mir, Hauptsache er war am Wegesrand.
    Wer nicht hört auf solchen Strecken, muss an der kurzen Leine bleiben.

    Ich habe beides gerne, sehe in nichts seine Vor- oder Nachteile.
    Mein Dackel hat mit mir genau so kooperiert wie mein Border und doch völlig anders.

    Beide waren/sind in gewissen Sachen anstrengend oder leicht führig.
    Beide komplett unterschiedlich zu motivieren, wenn man aber weiß wie, zu allem bereit.
    Mein Dackel lief immer offline, ich kann mich noch gut an alte Zeiten erinnern, wo ich mit DSH und Dackel sie Morgen Runde durch den dunklen Wald gelaufen bin.
    DSH an der Flex, Dackelchen habe ich laufen lassen, ohne Leuchtie, ohne Blinklicht, komplett nackig. Ich sah ihn nie, wusste aber immer er ist da, er lief nicht weg.

    Kooperation heißt für mich nicht Kadavergehorsam, auch mein Border läuft völlig normal mit mir spazieren und himmelt mich nicht non Stop an, hätte ich gar keine Lust drauf.
    Er bedarf im Alltag einen ganz anderen Umgang als mein Dackel, der in meinen Augen häufig anstrengender ist ( flying-paws hat das gut beschrieben)

    Bevorzugen tue ich weder das eine noch das andere und würde jederzeit sowohl Border als auch Dackel wieder nehmen.

    Ich kann dir da aber Mut machen, nicht mit Phelan, den hat mit 8 1/2 Wochen nichts gejuckt, aber mit meinem ehemaligen Panikhund Lexi.

    Lexi hatte keine Angst, Lexi hatte Panik im Kuhstall, auf dem Hof, vor Treckern etc.pp.
    Hätte sie ein Halsband umgehabt, sie hätte sich erdrosselt, so lief sie nur mit Geschirr und kurzer Leine.
    Langsames gewöhnen, immer wieder den Situationen aussetzen, auch einfach mal Augen zu und durch.
    Irgendwann wurde aus der Panik Angst, aus der Angst Unsicherheit, bis zu es ist alles gar nicht schlimm.

    Inzwischen ist alles eine Selbstverständlichkeit geworden, Angst vor den Kühen?
    Sieht inzwischen eher so aus, dass sie genervt guckt und nen halben Meter zur Seite geht, wenn die Kuh nun ausgerechnet da lang muss.
    Tatsächlich lief sie schon mal unter einer Kuh durch, als diese in der Schrotstation stand und Madame hinter mir auf den Futtertisch lief.
    Sie läuft ohne Probleme am Schäffer mit und fährt super gerne Trecker (da bekam sie die größten Panikatacken)
    Sie liegt neben dem Güllemixer auf ihrem Sonnenplatz, während wir mixen und neulich war sie sogar beim Bullenumhüten dabei |)

    Jeder der sie sieht, glaubt mir nicht, dass sie einst ein Panikhund war.
    Ich habe sie häufig einfach stehen lassen, ob es war wenn ich auf den Futtertisch gegangen bin oder in den Kälberstall, irgendwann hat sie den Mut gefunden, mit zu kommen und sich selbst zu überraschen.

    Das einzige was geblieben ist, ist ihre Angst vor der Flex, dem Schweißgerät und dem Hochdruckreiniger.

    Ich denke also mit Zeit und Geduld, kann man den Spock bestimmt an alles gewöhnen und ich drücke die Daumen, dass er irgendwann so viel Mut hat, auch die Rinder zu arbeiten :smile:

    Das hatte/hat oberste Priorität.
    Phelan lief nie ohne Aufsicht bei den Kühen rum, viel zu groß war die Gefahr, dass mal eine (auch durchs Fressgitter durch ) stoßen könnte, von treten wollen wir gar nicht erst sprechen.

    Beim Training ist Strom immer aus, ansonsten lege ich ihn im Abstand ab und lasse ihn dort warten, er weiß aber auch, dass die Weiden ohne meine Erlaubnis absolut tabu sind.

    Die ersten Monate hatte ich auch immer Leckerchen bei mir und habe alles belohnt, was mir an seinem Verhalten gefallen hat.
    So hat sich vieles von alleine geformt und er ist mittlerweile einfach unproblematisch im Hofalltag (wobei er generell unproblematisch ist)

    Da jeder für sich so was ja anders definiert und jeden wohl auch andere Sachen stören, ist das wohl nie wirklich zu beantworten.
    Wenn ich es richtig perfekt haben wollte, dann müssten hier Phelan und Toni als Duo sitzen.

    Beides Hunde, die wie Arsch auf Eimer zu mir gepasst haben bzw. passen, ich hatte/habe nichts an ihnen auszusetzen und das obwohl es bei beiden Menschen gab, die sie als anstrengend empfanden ;)

    Ich weiß wie es anders sein kann, Lexi ist perfekt unperfekt und obwohl ich sie sehr lieb habe, kann sie mich echt in den Wahnsinn treiben, von Susi wollen wir gar nicht erst reden, aber die ist ja auch nicht mein Hund :p

    Als ich mich dafür entschieden hatte, dass ein kleines Borderchen bei mir einziehen soll, fing die Planung und Überlegungen richtig an und so kamen auch Fragen auf.
    Eine dieser Fragen war, wie handhabe ich einen Welpen/Junghund zwischen den Kühen...
    Ich las viel - in Büchern, in Foren, auf Websides - und immer wieder stieß ich auf die Aussage, dass man den jungen Hund am besten nicht vor dem ersten Lebensjahr mit dem Vieh in Kontakt bringen soll...doch wie stellt man das an, wenn der Alltag sich ausschließlich zwischen den Kühen abspielt, den jungen Hund irgendwo 10 Std. am Tag weg sperren? Nein, das macht doch keiner.
    So fragte ich mich, ob mein Unterfangen überhaupt möglich war und genau mit dieser Frage trat ich an meinen Züchter.
    Zu meiner Überraschung sagte der mir etwas ganz anderes.
    Ich solle den Welpen vom ersten Tag an mit zu den Kühen nehmen, aber ganz große Obacht geben, dass sich kein Fehlverhalten einschleicht, ihn gegebenenfalls auch mal irgendwo anbinden und warten lassen.
    So kam also eine XXL Gitterbox auf die Diele, zum warten und Pause machen (gerade in der Welpenzeit, heute stecke ich ihn da nur noch rein, wenn wir Jungtiere umhüten) und er lernte eine ganz wichtige Sache...warten und er musste viel warten und sich beherrschen lernen.

    Der erste Morgen, nach dem ich ihn abgeholt hatte, warten während Frauchen einstreut...

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    Auf dem Schäffer warten, während Frauchen Strohbütten weg bringt und Tore zu macht...

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    Warten während wir Stroh abladen (hier ausnahmsweise im nicht genutzen Zwinger, damit er nicht doch mal in das laufende Förderband springt)

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    warten während Frauchen die letzten Kühe in den Melkstand hütet...

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    So wuchs er also inmitten der Kühe und der alltäglichen Arbeit auf, ich aber immer darauf achtete, dass sich kein unerwünschtes Verhalten einschleicht.
    Mittlerweile habe ich hier einen Border laufen, der sich nicht nur in unmittelbarer Nähe zu den Kühen und auch bei den Schafen total beherrschen sondern auch entspannen kann

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    der "Schalter" im Kopf aber sofort umswitscht sobald es für ihn an die Arbeit geht.

    Hat schon jemand so ein Duo-Halsband? Sind die 2 Bänder nur an den Enden miteinander verbunden oder auch in der Mitte des Halsteiles? Nicht, dass der Hund auf einmal 2 dünne Bänder am Hals hat.
    Hängt sich da rauhhaariges Fell leicht fest?

    Das Duo ist in der Mitte auch noch mal verbunden.
    Ich kann mir das bei rauhhaarigem Fell eher nicht vorstellen, Erfahrungen kann ich da aber leider nicht mehr bieten...


    Ich dachte gerade ernsthaft, wie kommt man auf die Idee, man müsse das Halsband nur einmal einstellen..!? Bis mir dann eingefallen ist, dass nicht bei allen Hunden die Länge (und damit Dicke) des Fells deutlich variiert und so eben auch der Halsumfang... |)
    Wenn Kimi frisch geschoren ist, muss ich meist nochmal nachstellen, weil sie dann sooo einen dünnen Hals hat..

    :D
    War bei Toni nach dem trimmen aber auch immer so ;)