Und @Cattledogfan gibt es schon was neues bzgl. Koolie?
Wir sind ja nun einen Schritt weiter gegangen und üben nun weg treiben.
Tja, es liegt ihm im Blut, das was er auch schon am ersten Trainingstag gezeigt hat 
Bei den linken Flanken braucht er noch etwas Unterstützung, in dem ich ihn im Moment aus der Bewegung heraus links rum schicke, dass fällt ihm leichter und er macht es dann astrein, rechte Flanken waren von Anfang an kein Problem (war von Anfang an aber auch seine stärkere Seite)
Am Montag haben meine Rindviecher ein wenig Arschlochhoch gespielt und es ist einfach Wahnsinn zu sehen, wie schön ruhig er dabei bleibt und die Nerven zu 100% behält.
Als sie mir dann in eine Ecke bretterten und ich schon dachte die hüpfen mir vor lauter Bocksprüngen durch den Zaun, schickte ich ihn links, schön dicht am Zaun
und er hat sie wunderbar ausgebremst und mir zugetrieben.
Danach haben wir sie zusammen auch schön wieder runter bekommen.
Beim Training diese Woche haben wir dann das erste Mal an 6 Muttern mit Lamm bei Fuss gearbeitet.
Die eine Muttern musste ihn kurz testen, aber auch hier hat er seine Nerven bewiesen und hatte einen schönen Vorwärtsdruck, so dass sie sich kurzerhand umgedreht hat und danach hatte er alle 6 mit Lamm so schön gearbeitet.
Heute wollten wir dann Kälber umhüten, von den Gruppeniglus in die große Gruppenbox, ca. 6-7 Meter.
Mache ich immer mit meinem Freund immer, Kalb am Strick und rüber.
Tja, wie das mit den Männern so ist, haben die immer irgendetwas anderes und kommen nicht ran.
Ich dann also überlegt...Kalb alleine umhüten ist echt anstrengend, im "schlimmsten" Fall kämpfen dann 110-130kg gegen 55kg und wir kommen keinen Schritt vorwärts
Phelan stand neben mir und so habe ich gedacht, ein Versuch ist es wert.
Ihn links abdecken lassen, mit dem Kalb raus, Kalb sieht Hund, läuft also schon mal in die richtige Richtung, ihn links geschickt und gestoppt, Kalb läuft weiter gerade aus, dann eine rechts Flanke etwas weiter raus, gestoppt, damit das Kalb nicht weiter gerade aus läuft, Tor zur Gruppenbox aufgemacht, ihn nachtreiben lassen, Kommando fürs aufpassen gegeben, damit keines der anderen raus läuft, Strick abmachen, nächstes Kalb.
5 Kälber haben wir so umgehütet, nach dem dritten Kalb brauchte ich keine Kommandos mehr geben.
Das ist ja auch mein Ziel, dass er die Routineaufgaben, die Morgens und Nachmittags immer Anfallen, irgendwann selbständig und ohne Kommandos erledigen kann.
Nach den 5 Kälbern war dann aber Schluss für ihn, denn mir ist wichtig ihn nie an seine Belastungsgrenzen zu bringen, nicht in dem Alter.
Er ist noch sehr jung und kann dafür schon verdammt viel und da ist eben auch der Krux, dass man ihm nicht zu viel zumutet.
Deswegen sind diese Alltagssituationen auch noch absolute Ausnahme!
So ein Tag wie heute zeigt mir aber, wie unterstützend er später mal für mich sein wird und wie einfach plötzlich Dinge sind, die für mich alleine mit den Tieren vorher kaum machbar waren.
Jetzt steht in zwei Wochen erstmal unser erstes Seminar an und ich bin schon sehr gespannt wie er sich unter gänzlich neuen Umständen zeigen wird. 