Beiträge von Antoni

    Ich denke viele von uns, die hier im Forum einen BC haben, können etliche Videos erstellen, wie normal der Hund sich verhält.
    Ich schrieb nicht umsonst in meinem ersten Post, dass auch ich es etwas übertrieben finde, wie der BC hier teils als Alltagslegastheniker dargestellt wird.

    Auch Phelan ist unproblematisch im Alltag (ja, selbst Autos sind mittlerweile kein Thema mehr).
    Er geht ohne Leine an anderen Hunden vorbei, er belästigt niemanden, er ignoriert Jogger, Radfahrer, Walker, Kinderwagen etc. pp. ich brauche nicht mal was zu ihm sagen, er geht einfach dran vorbei.
    Er jagd nicht, er verhält sich außerhalb der Hütearbeit auch im Stall und auf der Weide völlig normal ohne permanent das Vieh zu fixieren.
    Wir gehen teils an den Hundestrand, er läuft mit uns am WE durch die volle Fußgängerzone in St. Peter-Ording, er fährt mit in Urlaub und liegt regelmäßig völlig entspannt unterm Tisch im Restaurant meiner Mutter.
    Ich stelle solche Fragen ja immer liebend gerne meinem Freund (der ist nämlich einfach unvoreingenommen) wie sagte er so schön:" Hä? Wieso fragst du das? Phelan ist doch unkomplizierter als die anderen beiden, aber definitiv kein Anfängerhund."

    Denn es geht doch um die kleinen Feinheiten bei diesen Hunden, die Neigung zu Stereotypen (nicht das sie die Zwangsläufig entwickeln) und auf nicht mehr haben hier der ein oder andere hingewiesen.
    Bei einer guten, soliden Ausbildung, bei einem Menschen der um genau diese Eigenschaften weiß, kann auch ein BC zu einem tollen Begleiter werden.
    Falls jetzt jemand fragt, was ich für Stereotypen meine...ich habe heute Vormittag mal ein Video gemacht:

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    Wenn man sich das Video nun anguckt, könnte man meinen das Phelan doch so wunderschön mit seinem Ball spielt, sieht lustig aus, er ist nicht übermäßig erregt, einfach ein Hund der mit seinem Ball spielt.
    Jaja, das könnte man nun meinen.
    Was Phelan da wirklich macht ist, den Ball in Bewegung halten, dass ist kein Spiel.
    Er hält ihn durch anstubsen, durch in die Luft werfen, durch mit der Pfote wegglitschen in ständiger Bewegung.
    Fixieren, beobachten, wieder holen, wieder in Bewegung versetzen.
    Das hat nichts, rein gar nichts mit Spiel zu tun.
    Draußen geht das im übrigen soweit, dass er sich gezielt einen Abhang sucht und den Ball dort immer wieder runter rollen lässt.
    Nun könnte man meinen ich bin selber Schuld, habe bestimmt immer ordentlich Ball mit ihm gespielt.
    Nein, hier gibt es keinen Ball, vllt. wenn es hoch kommt zweimal im Jahr, wenn wir zu einem Fotografentreffen gehen und Actionbilder machen.

    Der BC hat bei der Arbeit am Vieh ein Ziel, das Vieh in Bewegung zu versetzen.
    Alles was er will ist das Vieh an zubewegen.
    Viele Fragen wie ich in bei der Arbeit am Vieh belohnen kann, genau damit, ich lasse ihn das Vieh an bewegen.

    Tja und wer nun denkt mein BC ist total ballaballa, der kann sich diese Videos von der Border Collie Rescue UK mal anschauen, bei 1:20 fängt es an (im allgemeinen ist die ganze Episode aber sehr interessant)

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    Genau das ist es, was den Alltag mit einem BC nicht ganz unproblematisch macht.
    In den richtigen Händen, bei Menschen die um all diese Dinge wissen und ihre Hunde gar nicht erst in solche Situationen bringen, können sie sich wirklich wundervoll entwickeln.
    In den falschen oder unverstandenen Händen...

    Und viel häufiger trifft man doch die Menschen, die anschleichen, fixieren etc. pp. im Alltag einfach dulden.
    Die sehen den Hund nicht als kompliziert, meine Hunde hassen es aber z.B. als Jagdobjekt missbraucht zu werden.
    Aber bei wie vielen kommt nur der Spruch "Ist halt ein BC" wenn der Hund im Spiel andere Hunde fixiert, umkreist, anschleicht, in Nacken beißt.

    Ich kann hier etliche Videos rein stellen, wie normal Phelan sich im Alltag benimmt, dass ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass ich mit ihm im Alltag, bei bestimmten Reizen, ganz anders umgehe als mit meinen anderen Hunden, weil es für die aber auch einfach keine Trigger da stellen.
    Mein Freund kann im übrigen ein Lied von meinen Sätzen " Lass das bitte" "Pusch ihn nicht zu doll" "Schatzi, das bitte nicht mit Phelan, mach das doch mit Lexi oder Susi" etc. singen.
    Der sagt nicht umsonst, dass unter seinen Händen der Hund schon vollkommen gagga wäre.

    Solche Videos gibt es hier im Forum doch reichlich.
    Corinna, mal als Bsp., stellt immer wieder "langweilige" Gassivideos von ihrem Rudel ins Forum.

    Ich kann auch ein Video machen, wie Phelan fröhlich und ohne Probleme neben Schäffer, Trecker und co. läuft, ohne zu fixieren und in Reifen zu beißen.
    Trotzdem hat er mit 10 Wochen angefangen, von heut auf morgen und nicht schleichend, Autos zu fixieren.

    Aussies sind ursprünglich für "Großvieh" im Gebrauch gewesen - nicht nur bei einem Vieh, Aussies treiben auch Enten zusammen, wenn es sein muss.
    Und ja, es stimmt, dass der Aussie immer mitdenkt, mitarbeitet und auch immer alles um sich herum im "Blickfeld" hat.

    BCs hüten Schafe.

    Trotzdem sehe ich - bis auf die Hütetätigkeit an welchem Vieh - viele Ähnlichkeiten bei den Rassen. Sagt mir, was da noch der wesentliche Unterschied ist?

    Auch muss ich mittlerweile lächeln, wenn es heißt, dass BCs und auch Aussies absolute Arbeitstiere sind und beschäftigt werden müssen - also viel Bewegung etc.
    Was macht der Schäfer im Winter, wenn die Viecher eher im Stall sind und dort gefüttert werden, weil draußen nichts zum Grasen gibt. Was macht da der BC oder Aussie?
    Dann machen sie doch auch "nichts" und drehen nicht gleich durch.

    Bitte korrigiert mich, wenn ich auf dem Holzweg bin.

    BC arbeiten nicht nur Schafe ;)
    Die arbeiten so ziemlich alles an Vieh, bei einem zukünftigen Rinderhund muss man auf gewisse Eigenschaften achten ;)

    Unsere Weidesasion ist jetzt z.B. beendet (gestern kamen die letzten Tiere rein)
    Trotzdem gibt es im Stall immer noch genug zu tun.
    Das reicht von mal nem Tag 10 Minuten bis hin zu nem ganzen Vormittag.
    Gibt aber genauso Tage, da gibt es für Phelan nichts zu arbeiten.
    Im übrigen komplett an Rindern ;)

    Hier leben zwei intakte Hündinnen und ein intakter Rüde.
    Im Grundsatz sind sie alle verträglich, nur kann der Rüde richtig pissig werden, wenn jemand seine Mädels blöd anmacht
    Bei der älteren Hündin ist es schlimmer als bei der jüngeren, von daher lasse ich selten mal Fremdhundekontakt zu und wenn dann bleibt die Alte immer an meiner Seite.

    Viel schlimmer ist allerdings die Eifersucht der jüngeren Hündin, wenn ein anderer Hund mit IHREM Rüden in Kontakt tritt und die beiden sich womöglich auch noch blendend verstehen.
    Da muss ich sie ganz schön deckeln.

    Während der Läufigkeiten bleiben hier alle unter Aufsicht zusammen und werden nur voneinander getrennt wenn ich nicht da bin/aufpassen kann und nachts.
    Selbst in den Stehtagen ist es relativ entspannt.
    Fremdhundekontakt gibt es dann aber gar nicht.

    BTW. Hüten ist jagen, das hat nichts mit Jagdersatzbeschäftigung zu tun, da fehlen schlicht die beiden letzten Sequenzen ;)
    Nicht umsonst gibt es genügend Border die nicht von der Leine kommen...

    Die Themenstarterin wird sich wohl nicht mehr melden.

    In meinen Augen ist der Border auf keinen Fall der Alltagslegasteniker, wie er hier beschrieben wird.
    Definitiv aber auch keine Rasse für jeder Mann und ich bin zumindest froh gewesen, mehr als einen Hund mein eigen nennen zu können und vorher auch schon viele Border kennen gelernt zu haben, bevor mein eigener eingezogen ist.

    Hier bleiben auch alle zusammen alleine.
    Die drei sind so harmonisch zusammen, da gibt es keine Streitereien, ab und zu bekommt jeder sogar noch nen Knochen in die Schnute gestopft.
    Ich weiß das die sich nichts klauen oder gegenseitig streitig machen.

    Nur wenn eine von den Mädels läufig ist, dann trenne ich natürlich.
    Wenn es Lexi ist, kommen beide Mädels ins WoZi, da kann ich die Tür abschließen und Phelan in Flur und Küche.
    Wenn es Susi ist, bleibt Lexi bei Phelan und beide bekommen in der Zeit ausnahmsweise noch das Schlafzimmer dazu (auch wenn ich weiß, dass beide dann im Bett schlafen :roll: )

    Liegt das nicht vllt. auch ein wenig am Individuum/Hund/Rasse?

    Ich spiele mit Lexi und Phelan Discdogging. Action schlecht hin.
    Lexi bellt sobald ich die Frisbeescheiben in die Hand nehme, beim aufwärmen, bei Tricks zwischen drinnen ( ansonsten hat sie ne Frisbee im Mund :p )
    Aus Freude, aus Spaß, aus Begeisterung, als ehemaliger Panikhund kann ich Stress mehr als gut bei ihr deuten ;)
    Sie ist ein Sheltie, Shelties bellen gerne, nicht nur beim Sport, wie Bonadea auch schon schrieb.

    Bei den Terriern wundert es mich im übrigen auch nicht.
    Schon mal bei ner Sauhatz mit ner Horde Terrier dabei gewesen? Da geht es alles andere als leise zu.

    Phelan würde im Traum nicht daran denken zu bellen beim Discdogging und ich niemals auf den Trichter kommen ihn dahingehend zu pushen.
    Der ist auch so genug fokussiert, rasend schnell und bleibt im denken und das ist mir ganz, ganz wichtig.
    Am Vieh sehe ich ihn trotzdem lieber, da ist das arbeiten geschmeidiger. Liegt mir persönlich aber auch mehr.

    Die Hunde leben da, wo wir leben. Den großteil des Tages also draußen auf dem Hof.
    Die Hunde leben also ganz normal auch mit in der Wohnung, wobei ich mir nun schon länger nen großen Zwinger für die drei wünsche, wo sie tagsüber rein kommen, wenn mal grad keiner auf dem Hof ist und sie dann quasi nur noch ab Abends mit drinnen sind.
    Susi war bis zu ihrem 10. Lebensjahr ein kompletter draußen Hund, hat auf der Deele angrenzend zum Jungviehstall ihren Platz gehabt und war dann immer mit draußen unterwegs.
    Ich habe sie dann rein geholt, nach dem bei ihr Arthrose festgestellt wurde, das bekommt ihr, gerade bei den jetzigen Temperaturen, um einiges besser.
    Ganz missen möchte ich meine Hunde drinnen nicht, dafür kuschel ich viel zu gerne Abends auf dem Sofa mit denen :smile:
    Aber gerade tagsüber,wenn sie mal nicht frei auf dem Hof laufen können, fände ich nen Zwinger schon echt toll.

    (Wenn da nur nicht mein Verlobter wäre, der das nun sooo toll mit den Hunden drinnen findet, dass er sich sträubt mir nen Zwinger zu bauen |) )

    Bei uns ist nun wieder Mantel angesagt, sonst friert die Oma ;)

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    Das ist erstmal ein Übergangsmantel (ja, Frauen brauchen Übergangsjacken und Hundemädchen brauchen Übergangsmäntel :D )
    Der ist aus Softshell mit einer dünnen Fleecefütterung, zum richtigen Winter gibt es dann was dickes :smile:

    Und noch so eines :smile:

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