Beiträge von Antoni

    Das finde ich jetzt sehr interessant. Darf ich fragen, wie das möglich ist? Also, dass die Hunde unterscheiden können, welches Tier sie "holen" sollen und welches nicht? Woran erkennen sie dies? "Vermischen" sich die gemolkenen und nicht gemolkenen Tiere erstmal nicht, oder erkennen die Hunde das an was anderem? Um wieviele Rinder insgesamt handelt es sich denn bei Dir? Oder spielt die Anzahl gar keine Rolle dahingehend?Ganz schön viele Fragen, aber das ist ja sehr spannend! Oder würde eine Antwort zu sehr ausufern?


    Nein, die noch nicht gemolkenen und gemolkenen vermischen sich nicht, dann würden wir ja endlos melken ;)
    Wir hüten vorm Melken alle Kühe (wenn man jetzt vom Blick auf den Melkstand aussgeht) auf die komplette linke Seite des Stalles, an allen Übergängen werden die Pforten geschlossen, so dass der Stall quasi zweigeteilt ist.
    Um wieviele Tiere es sich handelt, ist irrelevant, aber in Milch sind immer um und bei 160 Tiere bei uns.

    Das ganze ist ein reiner Lernprozess beim Hund, wobei er eben ganz genau weiß, die Kühe müssen in Melkstand.
    Er hat einfach gelernt, sich auf die eine Seite zu beschränken, was bei Phelan relativ einfach ging.
    So wie er draußen auf der Weide auch gelernt hat, dass alles was hinter der Litze ist (denn auf fast allen Flächen stehen links und rechts die Rinder der Nachbarn) links liegen zulassen.

    Phelan arbeitet allerdings noch keine gesamte Melkzeit mit und auch nicht jeden Tag, dafür ist er noch zu jung.
    Aber da im Moment alle Rinder drinnen sind, kann man ihn im Moment gut an die mehr werdenden Routinesachen ran bringen.

    Das ist doch aber verkehrt....
    Ich gehe jetzt mal nicht von dem ha aus, den ein Hobbyschäfer vllt. mal zur verfügung hat.

    Auf einem Trial ist das richtig, ich brauche Hunde die jedes Kommando sofort ausführen, es gibt nicht umsonst den Begriff Joystick Hunde.

    Phelan kann das auch, bringt mir im Alltag aber herzlich wenig.
    Im Alltag brauche ich einen Hund, der ohne viele Kommandos selbständig arbeitet.
    Ich brauche gerade bei Routineaufgaben nichts mehr sagen und das ist mir wichtig.

    Wenn ich den Hund jetzt also immer anleiten müsste, was soll ich dann machen, wenn er außer Sicht arbeitet?
    Das ist auf unseren Flächen normal.
    Ich habe hier Standorte im Moor, da sehe ich meine Rinder nicht, wenn die am anderen Ende sind und wenn ich den Hund dann schicke, dann sehe ich nicht, was der am anderen Ende macht, der muss alleine arbeiten und Entscheidungen treffen, denn nicht immer laufen die lieben Rinder Schnur gerade zu mir.

    Das gleiche wenn ich im Melkstand stehe und der Hund mir die Rinder rein hütet.
    Ich sehe ich nicht was er macht und ich wirke nicht auf ihn ein.
    Dabei muss er sogar noch unterscheiden, welche Rinder er rein holen muss und welche auf der anderen Seite fertig sind und er zu ignorieren hat.

    Das sind jetzt im übrigen nur zwei Bsp. aus dem Alltag.
    Die Ausbildung eines BC am Vieh ist sehr komplex und ist nicht mal eben so getan.
    Der Hund bringt das Potenzial mit aber die Ausbildung dauert nicht umsonst um die drei Jahre, bis man wirklich sagen kann, der Hund ist fertig.
    Und man lässt den jungen Hund auch nicht umsonst erst reifen und beginnt mit der eigentlichen Ausbildung erst wenn der Hund im Durchschnitt 1 Jahr alt ist.

    Ich kann nur von Phelan sprechen. Bei Routineaufgaben, die Morgens und Abends stattfinden, fängt er von alleine an und hört von alleine auf, wenn sein Job erledigt ist, ohne das ich was sagen muss.
    Das ist aber halt erlernt.


    Ebenso läuft er ja auch so mit durch den Stall, ist beim Zaun gucken etc. immer dabei ohne das er Schafe/Rinder glotzt.
    Auf normalen Spaziergängen genauso.
    Jeder der ihn so sieht, würde wohl kaum auf den Gedanken kommen, dass er überhaupt Interesse am Vieh hat.

    Und ich würde einfach mal behaupten, dass er einer der wenigen BC ist, die tatsächlich jeden Tag, mal mehr mal weniger, am Vieh ist.

    Ansonsten stimme ich @Murmelchen zu, wenn er arbeitet, soll er nicht von alleine aufhören!

    Lexi fängt auch das Pöbeln an, wenn Phelan mit anderen Hunden spielt.

    Ich halte das irgendwie einfach, indem es einfach nen warndendes "Lass es" gibt, wenn wir auf andere Hunde treffen und sollte sie doch noch einen Ton raus bringen, dann gibt es ein ziemlich ernst gemeintes "Klappe halten" und die Tonlage die ich dann habe, kennt Madame ziemlich gut.
    Ich kann das nämlich gar nicht haben.

    Phelan im übrigen ignoriert Lexi in solchen Situationen komplett und das bringt sie noch mehr in Rage, so dass sie ihn versucht in Hintern zu zwicken (wenn ich sie lassen würde).

    Und Mantel geht nicht @Cattledogfan?
    Unsere Alte trägt nur noch Mantel im Stall, die würde sich sonst den Tod holen.

    Hier ist einiges passiert und ich bin nach wie vor schwer verliebt in meinen Stinker :herzen1:
    Es hätte echt keinen besseren geben können.
    Er ist so souverän an den Rindern geworden, übernimmt selbständig Aufgaben, phne das ich was sagen muss und selbst vom Schwiegervater gab es schon einmal ein dickes Lob, als wir es nur durch Phelan geschafft haben, 5 Rinder von der Weide zu holen =)

    Mittlerweile sind alle Rinder im Stall und unser Training draußen beschränkt sich wieder auf die Schafe, aber auch im Stall gibt es immer was zu tun ;)
    Er hat enorme Fortschritte gemacht und ich will ihn nun tatsächlich für unser erstes Trial melden (wenn es denn mal was in gut erreichbarer Nähe gibt :roll: )
    Meine Trainerin meint zwar, er hat inzwischen Klasse 2 Niveau und gibt ihm, bei den Fortschritten, noch ein halbes Jahr für Klasse 3 Niveau, aber wir werden trotzdem klein anfangen, schließlich bin auch ich blutige Anfängerin |)

    Aber neben dieser Freude ist er für mich einfach mein Held im Alltag bei der Arbeit auf dem Hof :smile:

    Heute haben wir noch mal ein Seminar mit Ricky Hutchinson besucht und haben noch ein paar Tipps bekommen, wie wir die Flanken etwas weiter bekommen (und gewisse Sachen haben wir einfach ignoriert, man Filtert alt das raus, was man gebrauchen kann)
    Schön ist auch, wenn man zum Trainer hin geht, erzählt das der Hund bei den Outruns oft noch zu kurz stoppt und wenn man das dann zeigen soll, der Hund Outruns hinlegt, als hätten wir nie was anderes gemacht und das immer und immer wieder und auf beiden Seiten...ähm...ja :pfeif:

    Naja, ich lob diesen Hund immer nur, ich weiß, aber irgendwie haben wir auch nichts negatives mehr.
    :ops:

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    Hier noch was von den Rindern, vorher hatten wir gerade in selbigen trainiert :lol:
    Die sind auch einfach zu neugierig :D

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    Und dieser "Wehe du leckst mich noch einmal an" Blick |)

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    Ich mache auch fast ausschließlich geplante Bilder von meinen dreien und alles was nebenbei läuft, mache ich fast nur mit dem Handy.
    Mir geht es da wie Aleks, ich brauche nicht das xte Bild, wie sie über die Wiese laufen.

    Selbst bei Phelan als Welpe habe ich viel geplant was das fotografieren mit der DSLR angeht, die wirklichen grinse Bilder sind Handybilder, ich habe halt aber auch nicht ständig die DSLR parat ;)

    Allerdings gibt es den ein oder anderen Moment, da halte ich auch nur drauf.
    Meist am Strand, denn da steckt unsere Hunde Omi immer so voll Action, das kann ich nicht stellen und mich erfreuen diese Bilder einfach :smile:

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    Wobei ich bei solchen Bildern auch immer nur kurz mit Lightroom rüber gehe und da nicht noch groß Zeit in die Bearbeitung stecke.
    Es sind für mich einfach schöne Erinnerungen, da strebe ich nicht wirklich nach Perfektion.

    Dann gibt es diese Wege, da weiß ich, dass die Hunde vollkommen deppert sind und versuche das einzufangen, das ergibt dann so was:

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    Und dann gibt es diese Momente, die plane ich und muss doch auf den perfekten Moment warten und genau abpassen, weil man es einfach nie so planen kann, wie wenn man den Hund irgendwo positioniert.
    Das sind für mich die schwierigsten Bilder, denn ich habe ein Bild im Kopf und muss doch ein wenig auf mein Glück hoffen, dass alle Beteiligten so mit spielen, wie ich mir mein Bild vorstelle ;)

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    Und dann gibt es das ganz klassische, wo ich alles genau plane, positioniere, einstelle ;)

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    Ich mag alles irgendwie und bei meinen Hunden kann ich das auch voll ausleben.
    Bei Kundenshootings ist man da ja doch mehr auf das perfekte Bild aus, einfach weil es die Kunden auch erwarten.