Beiträge von Antoni

    Meiner Erfahrung nach beißt sich das nicht. Ich nehme meine Hunde nicht aus der Alltagsarbeit, übe aber vor den Trials schon gezielt die dortigen Aufgabenstellungen (auch für mich, damit ich wieder drin bin). Das A und O beim Trialen sind ja die geraden Linien beim Treiben. Auf die achte ich schon in der alltäglichen Arbeit, damit das zur Routine wird für die Hunde.

    So machen wir das auch im Training bzw. hat meine Trainerin mir das auch erklärt.
    Es ist einfach einfacher für den Hund, wenn es schon im Alltag Routine ist und deswegen achten wir ebenfalls auf gerade Linien.
    Ich habe da aber auch wirklich Glück mit meiner Trainerin, die selber gerne Trials läuft und auch gerne Phelan mal Trials laufen sehen möchte, dabei aber nie die praktische Alltagsarbeit aus den Augen lässt.
    Und da sie ihre BC auch mal an Rindern geführt hat ist sie eh, was die praktischen Tipps (gerade Stallarbeit) angeht, echt genial.
    Ich hätte wohl sonst schon so manch einen Fehler mehr gemacht |) ´


    Ich führe meine Hunde nicht nach dem "Joystick-Flanken-System". Ich möchte, dass sie möglichst eigenständig arbeiten. Auch auf dem Trialfeld. Mein Nian kann das Einpferchen z.B. auf ein Schnalzen. Er sieht mich am Pferch und weiß, dass sie rein sollen.


    Das ist auch mein Ziel!
    Ich brauche keinen Hund der nur auf Befehle wartet, ich brauche einen selbst denkenden Hund der Zusammenhänge versteht.
    Da mache ich mir bei Phelan aber gar keine Gedanken, denn das tut er bereits jetzt.
    Es ist Wahnsinn wie er nach ein paar Wiederholungen Zusammenhänge versteht und dann anfängt selbstständig Dinge zu erledigen.
    Deswegen wird er auch verstehen, das die kleinen wolligen Dinger durch die Treibetore müssen etc. :smile:

    Ich habe darüber auch noch mal intensiv mit meiner Trainerin gesprochen und sie ist der Meinung, dass ich mir bei Phelan keine Gedanken machen brauche und er beides gut hin bekommen wird.

    Ich bin gespannt wie wir uns dann auf unserem ersten Trial schlagen werden :hust:
    Aber Hauptziel ist einfach die Alltagsarbeit und sollte sich da irgendetwas beißen wird die Ausbildung an den Rindern IMMER im Vordergrund stehen!

    Vllt. stresst du dich etwas selber, in dem du auf alles achtest was Frodo stressen könnte @oregano?
    Ist bei Phelan zumindest so, je mehr ich auf alles achte, was ihn eventuell zu viel hochpushen könnte, umso mehr reagiert er auf alles.
    Er achtet halt extrem auf mich und meine Körpersprache und es spiegelt sich sofort in seinem Verhalten wieder.
    Je entspannter ich bin und Dinge einfach mal hin nehme, um so entspannter ist er.

    Noch mal an die, die mit Katzenfutter hochwertig belohnen, wie nehmt ihr das mit?

    Wir treffen hier im Moment fast täglich auf Rehwild und da Lexi und Phelan sich da immer so erstklassig beherrschen können, will ich einfach auch mal was hochwertiges für beide haben, ebenfalls wenn Phelan pöbelnde Hunde links liegen lässt.

    Also habe ich mir gestern diese kleinen Beutel geholt, nur ist das irgendwie ganz schön saukram :omg:

    Wie belohnt ihr damit also, ohne euch vollends einzusauen? :hilfe:

    Ich hatte in Lexi auch so einen vermeintlich "dummen" Hund, als ich sie bekam.
    Ich glaube mit ihr wurde rein gar nichts gemacht in ihren ersten zwei Lebensjahren.
    Die hat sich auch einfach nur hin gesetzt und geguckt und wenn dann nichts passierte wurde sie ganz unsicher.

    Da sie rein gar nichts ins Maul nehmen wollte, habe ich mit einem bloßen Ball angefangen alles zu clickern, wenn sie diesen auch nur angeguckt hat.
    Von mal zu mal probierte sie mehr aus und ihre Fortschritte waren toll mit anzusehen.
    Erst kürzlich ist mir wieder bewusst geworden, wie weit wir es geschafft haben, als ich einen kleinen Basketballkorb mit Ball kaufte, um ihr beizubringen diesen da rein zu werfen.
    Schön zu sehen wenn der Hund diese zwei Gegenstände sieht und anfängt auszuprobieren und dabei auch noch viel Spaß hat.

    Ich habe es auch ganz kleinschrittig aufgebaut, in dem ich selbst kleinste Blicke und Aktionen gemackert habe, damit sie viel Erfolg hat.
    Vor allem ist es echt bewundernswert wie der Hund dann auch die plötzlich im Alltag Sachen ausprobiert.

    Bei Phelan habe ich vom ersten Tag an alles gemackert was mir gefallen hat und noch heute probiert er viel von alleine aus oder bietet bei einer Korrektur sofort was anderes an.

    Hui, super! Du hast das eine eindeutig bessere Ausgangslage als ich. Oben im Norden gibt es einfach mehr.


    Schauen wir mal, im Moment sind ja noch nicht viele Termine für das nächste Jahr öffentlich.

    Wir denkst du eigentlich übers trialen?
    Fürs Trial brauche ich ja einen sehr führigen Hund, der die Kommandos am besten punktuell und sofort ausführt.
    Im Alltag will ich meinen Hund ja aber selbständig haben und ob der mir nun nun halben Meter zu kurz oder lang stoppt oder der Outrun mal zu eng läuft, ist ja eigentlich nicht groß relevant.
    Auf einem Trial ja nun schon.

    Wie bereitest du deine Hunde vor?
    Ich habe nun auch schon gehört, dass einige ihre Hunde 8 Wochen vor einem Trial aus der alltäglichen Arbeit raus nehmen ( und das ist ja nun gar nicht mein Weg...)

    Schließt sich ein guter Trial Hund und ein guter Alltagshund von vornherein aus?

    Irgendwie höre ich im Moment so viele Dinge, da wird einem ja ganz schwummrig....

    Das finde ich jetzt sehr interessant. Darf ich fragen, wie das möglich ist? Also, dass die Hunde unterscheiden können, welches Tier sie "holen" sollen und welches nicht? Woran erkennen sie dies? "Vermischen" sich die gemolkenen und nicht gemolkenen Tiere erstmal nicht, oder erkennen die Hunde das an was anderem? Um wieviele Rinder insgesamt handelt es sich denn bei Dir? Oder spielt die Anzahl gar keine Rolle dahingehend?Ganz schön viele Fragen, aber das ist ja sehr spannend! Oder würde eine Antwort zu sehr ausufern?


    Nein, die noch nicht gemolkenen und gemolkenen vermischen sich nicht, dann würden wir ja endlos melken ;)
    Wir hüten vorm Melken alle Kühe (wenn man jetzt vom Blick auf den Melkstand aussgeht) auf die komplette linke Seite des Stalles, an allen Übergängen werden die Pforten geschlossen, so dass der Stall quasi zweigeteilt ist.
    Um wieviele Tiere es sich handelt, ist irrelevant, aber in Milch sind immer um und bei 160 Tiere bei uns.

    Das ganze ist ein reiner Lernprozess beim Hund, wobei er eben ganz genau weiß, die Kühe müssen in Melkstand.
    Er hat einfach gelernt, sich auf die eine Seite zu beschränken, was bei Phelan relativ einfach ging.
    So wie er draußen auf der Weide auch gelernt hat, dass alles was hinter der Litze ist (denn auf fast allen Flächen stehen links und rechts die Rinder der Nachbarn) links liegen zulassen.

    Phelan arbeitet allerdings noch keine gesamte Melkzeit mit und auch nicht jeden Tag, dafür ist er noch zu jung.
    Aber da im Moment alle Rinder drinnen sind, kann man ihn im Moment gut an die mehr werdenden Routinesachen ran bringen.