Beiträge von Theobroma

    Und dann knallt es und den beiden wird das angekreidet da Felix intakt ist, richtig?

    Richtig.

    Wenn wir im Wald gehen, sind die Wege 1-2 m breit.
    Felix trabt entspannt auf einer Seite, ignoriert sogar viele Hunde komplett. Ein paar nette Hündinnen begrüßt er. Zwei Rüden auch, weil die mit ihm manchmal spielen.
    Ansonsten bleibt er meist auf "seiner" Seite. Nur gibt es dann halt ein paar Rüden, die zu ihm laufen, schnüffeln, steif werden und dann anfangen zu prollen. Anfangs ist Felix nur drauf ein gegangen, wenn der Hund wirklich angegriffen hat, aber inzwischen macht er halt auch mal ne Ansage, wenn ihm einer mit Körpersprache blöd kommt. Oft versucht er erst zu ignorieren - ich rufe ihn dann auch ab. Aber wenn der andere ihn nicht weglässt, dann kommt eben die Ansage. Je nach anderen Hund, gibt das eben Ärger oder nicht.

    Das blöde ist halt, dass die Leute gar nicht kapieren, dass ihre Hunde meinen nerven. Felix würde gerne einfach weitergehen, kann das aber nicht, weil der Kleinpudel versucht aufzuspringen. Macht Felix dann eine klare Ansage, ist er - weil intakt - der böse Rüde. Das nervt...

    Alle gehen normal Gassi (keiner auf die Hundewiese ) und lebens teils mit intakten Weibern im Haus
    Bis auf einer prollt keiner dieser Hunde!!

    Wir hatten das Problem bisher ja auch nicht... das fängt erst an.

    Das Problem hier ist, dass Hunde an vielen Stellen nicht erlaubt sind. Da, wo sie hindürfen, gehen dann alle - und hier leben sehr viele Hunde.
    Als ich mit Felix letztes Jahr in D unterwegs war, war ich meist alleine, hab 1-2 andere Hunde getroffen. Die treffe ich hier im Wald in den ersten 3 Minuten.

    Und ich kann nicht täglich ne halbe Stunde mit Felix ins Nirgendwo fahren - und selbst das ist dann wahrscheinlich Privatland oder Schafweide. Das ist schon sehr "anders" als in D.

    Ich habe selbst in England gelebt und auch Schottland ausgiebig bereist. Da gibt es für mein Dafürhalten genug Orte wo man unbehelligt Gassi gehen kann.

    Klar, er kann zum Beispiel im Stall freilaufen.
    Aber unser Gassigebiet direkt hinterm Haus - ein riesiger Stadtwald, wo ich problemlos von Zuhause aus eine Stunde gehen kann - oder der Strand gehen halt nicht, wenn er pöbelt. Da laufen fast alle frei und müssen verträglich sein. Sonst bekommt man echt Probleme hier.

    Glaub es oder nicht - Felix ist echt eine Ausnahme so unkastriert hier...

    Also, ob er tatsächlich gemobbt wird, weil er noch intakt ist, fällt mir schwer zu glauben.
    Vielleicht wird er eher gedisst, weil eben der Kleine ist, sich nicht wehren kann und es zugelassen wird, dass er der Prügelknabe ist

    Das war die Aussage der HuTa-Leiterin. Die meinte, es werden halt immer die Außenseiter gemobbt - weil er halt ganz anders riecht. Andere kleine Hunde haben das Problem dort wohl nicht. Ich war nicht dabei, kann das also nicht beurteilen.

    Wobei ich mich ehrlich gesagt frage, wie die Deckrüdenbesitzer, Aussteller von Rüden und Prüfungsteilnehmer mit Rüden das handhaben.

    Die gehen nicht Gassi. Ohne Witz - diese Hunde gehen entweder immer an der kurzen Leine durchs Wohngebiet (nicht in die Gassigebiete) oder bleiben im eigenen Garten.

    Insgesamt würde ich nicht damit rechnen, dass sie sich auflöst. Evtl. etwas steuerbarer, aber vorhanden.

    Okay. Kann ich mit leben.
    Erziehungsfrage - das sind oft Freilaufsituationen.
    Ich hab ja mal erzählt, hier läuft fast alles frei.
    Im Urlaub zum Beispiel waren wir am Strand mit Felix. War ein kleiner Privatstrand. Ich hab Felix an einem Picknicktisch angebunden nach einem ausführlichen Spiel, damit er mal ne Pause macht. Da kam eine Familie mit BC-Mix im Freilauf. Der kam natürlich angebrettert und stelle sich stocksteif in Felix Leinenreichweite. Der drohte erst und ging dann drauf. Ich hab dem fremden Hund dann Beine gemacht und dann pöbelnden Felix solange außer Reichweite befördert.
    Ich kann das regulieren, solange er bei mir bei Fuß geht. Aber wenn der andere Hund in Körperkontakt geht, halt nicht. Nur bin ich halt die Blöde, wenn mein Hund dann dagegen geht - auch wenn der anderen angefangen hat. Nur weil meiner halt intakt ist.

    Wenn er dann kastriert ist, aber davon immernoch nicht verträglich mit anderen Rüden geworden ist, kann er dann als unverträglicher Hund trotzdem in die Betreuung?

    In der HuTa wird er wohl den anderen (größeren) Hunden gemobbt, weil er als einziger nicht kastriert ist und steckt nur ein. Das müsste sich ja dann geben.

    Habt ihr denn schon alle privaten Betreuungsoptionen ausgelotet? Also eine Person, die Felix bei euch daheim betreuen könnte oder mit zu sich nimmt? Ohne andere Hunde?

    Ja. Jeder, der das hier professionell macht (mit Versicherung, geprüft ist usw.) nimmt nur kastrierte Hunde.
    Es gibt einen Profi, der nimmt kastrierte Rüden, aber nur einzeln. Ein Spaziergang am Tag reicht Felix aber nicht.

    Ich werde das mal mit meinem Mann besprechen. Meine Bekannte TÄ hab ich hier mal befragt - die fand die Idee nicht gut, weil Felix sonst eben wirklich so ein toller Hund ist und sie das für unnötig hält. Leider hat sie drei Katzen und kann ihn nicht nehmen.

    Und wieder sind 4 Monate vergangen - ohne Entscheidung und ohne, dass wir etwas unternommen hätten. Betreuung ist halt gestrichen.

    Nun stand aber kurz im Raum, dass ich zwei Tage nach D muss. Mein Mann würde Felix dann in die HuTa geben wollen, weil drei Kinder usw. wären ihm dann doch genügend Arbeit. Geht aber ja nicht.

    Außerdem merkt man deutlich, dass Felix noch mal einen Schritt zum erwachsenen Rüden gemacht hat. Er fängt an, zu pöbeln. Früher hat er ja nur reagiert und "geantwortet", wenn ihn ein Rüde wirklich angegriffen hat. Jetzt reicht es schon, wenn ihm einer blöd kommt, sprich ihn anstarrt, steif wird, Dominanzgesten zeigt usw.
    Das blöde ist halt, dass die Akzeptanz gegenüber einem intakten Rüden hier ja eh gering ist. Wenn er sich jetzt auch noch so benimmt, wie die Leute das erwarten (viele sehen die stille Provokation ja nicht mal!), dann wird das bald zum Spießrutenlauf. Im Urlaub hab ich das bei fast allen Hundebegegnungen gemerkt. Mit fremden Rüden ist Dynamit drin. Kommt halt drauf an, was der andere tut, ob es knallt.

    Nun überlege ich, ob sich diese Entwicklung (das zeigt sich seit etwa 4 Wochen vermehrt) aufhalten lässt, wenn ich ihn jetzt sofort kastrieren lasse? In der Hoffnung, dass sich das Verhalten dann nicht festigt. Oder ist das wahrscheinlich eh sinnlos, weil er halt einfach typisch Terrierrüde ist und mit den anderen Rüden nicht mehr kann?

    Und dann eben das Thema Fremdbetreuung, was ungelöst ist... :fear:

    Felix muss bei Besuch auf seine Decke und da bleiben. Wobei er gar nicht mal hibbelt - er fordert nur sehr konsequent Streicheleinheiten ein. Ich mag es aber nicht, wenn er da echt aufdringlich wird. Also darf er gar nichts. Nur schauen... gilt auch, wenn wir woanders sind. Da muss er unter meinen Stuhl und keiner darf ran. Und er nicht raus. Da er das von Anfang an nur so kennt, klappt das recht gut.

    Ich sage aber auch direkt zu ihm, wenn jemand kommt, dass das nicht sein Besuch ist - diesen Wink mit dem Zaunpfahl haben die meisten bis jetzt verstanden.

    Einfach mal spazieren gehen... soweit weg von Zuhause und ganz alleine - so ein armes Pferdchen hats schon schwer!
    (er kennt das noch gar nicht)

    Weg ins Gelände

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    @Winkehund Ich find deine Ponydame soooo süß! :herzen1: Also natürlich beide... :cuinlove:

    Ich weiss was diese Freaks fuer Schaden anrichten koennen und dennoch muss ich jetzt nicht auf andere Rassen zeigen und sagen 'aber die koennen doch auch Schaden anrichten!'..

    Stimmt - den Eindruck hab ich auch.

    Dennoch rechtfertigt es meiner Meinung nach nicht die Rasseliste selbst.

    Natürlich nicht.

    Ich hab lieber einen Jacky an der Wade als einen Mali/Pit/Staff/Kangal/Rotti am Arm oder noch weiter oben. Das ist doch nur realistisch. Auch wenn ich mehr "gefährliche" Terrier kenne als gefährliche Rottis und Staffis.

    Es "verkleinert" das eine Problem mitnichten, weil man auf andere Probleme (die im RL für viele sicher realistischer sind) hinweist!

    Warum entkräftet ein Themenwechsel das Problem?
    Nur weil Du auf andere Probleme hinweist, ändert das doch nichts am eigentlichen Problem.