Beiträge von Theobroma

    dann erstmal echt viel Schritt reiten

    Wir reiten nur Schritt. ;)
    Wobei "Reiten" eh as falsche Wort ist. Er wird ja gar nicht geritten, sondern läuft halt geradeaus, meist am Strick.

    sich dadurch halt ein einfach Spannung aufbaut und dann ein Geräusch irgendwann das Faß zum überlaufen bringt und er wegspringt bzw bockt und wenn dann halt auch nicht sofort die Hand weggeht, kann daraus ein extremen explodieren werden.

    Nein, kommt nicht hin. Er läuft ganz ruhig (und entspannt wie halt möglich mit dem "Ding" da oben), hört dann was, erschrickt sich und explodiert dann vor Schreck, weil der Reiter sich kurz "festklammert".

    Aussitzen wollen wir da gar nichts. Der "Haus"ta meinte 2-3 Tage wenige Schmerzmittel und das Mineralfutter dann ist gut. Bzw wenn er schlecht läuft wieder Schmerzmittel.
    Nur das kommt uns spanisch vor. Ich war mir nur unsicher ob der spezial Ta oder Chiro oder erst den Ta und dann Chiro.

    So wars auch nicht gemeint - ich warte bei sowas selbst erst mal ab. Aber da es ja wohl nicht besser wird, würde ich schauen, wen ihr zuerst ans Pferd bekommen könnt... Lieber morgen den TA als ne Woche auf die Physio warten...

    Wenn er an der Longe immer noch einen schnelleren Trabtritt macht, dann würde ich erst mal vom Boden weiter Antischrecktraining machen. So lange bis er da wirklich bei allem recht gelassen bleibt.

    Ich fürchte, dann bleibt er noch Jahre ungeritten - er ist schon ein "elektrischer" Typ, der alles in sich aufsaugt. Es wird besser, ja, aber ein schneller Trabtritt wird wohl noch ne Weile normal sein.

    Es kann auch sein das er nie ein Verlasspferd beim reiten wird. Und immer ein Risiko beim reiten bleiben wird. Auch wenn er dann 100 mal brav war kann es beim 101 mal wieder anders sein.

    Das denke ich auch...

    Oder vielleicht irgendein ein leichtes Gewicht drüber legen. Z.B. einen Sandsack oder ähnliches.

    Deshalb eben die Idee mit "Herman, the German" - der Reiter-Dummy. Wenn er den aushält, müsste er alles aushalten... theoretisch.

    Ich hoffe ja wenn ich ihr beschreibe wie er läuft, das wir dann recht schnell einen Termin bekommen.

    Ruf sie an und beschreib es ihr! Und zwar schnell...

    Einen Bruch im Bereich der Hüfte schließt ihr sicher aus? Wobei, das wäre sicher einseitig... mh.

    Ich würde wohl beides holen - TA und Osteo. So bald wie möglich einen Profi ans Pferd. Und ich bin ein Freund des Abwartens, aber das klingt mir zu dramatisch zum Aussitzen.

    Ein Pferd, das zu Panikattacken neigt ist als Fahrpferd keine gute Option (mal ganz milde ausgedrückt).

    Die hat er ja nur mit Reiter. ;)
    Ich hab ihn schon an der Hand gefahren (also vor mir her), auch im Gelände - kein Problem, klappt gut. Der Reiter ist das Problem.

    wie sieht es mit dem erschrecken an der Longe/Bodenarbeit usw. aus bei Stimmen draußen, Tauben unter dem Dach auffliegt, Sturm geht usw.? Oder bleibt er da mittlerweile gelassen?

    Alles kein Problem. Vielleicht macht er mal einen schnelleren Trabtritt oder so - aber alles absolut im Rahmen.

    Wenn er natürlich beim Longieren/Bodenarbeit usw. eine total coole Socke ist, hmm dann muss man sich wirklich was für oben überlegen und ganz langsam machen.

    Ja, am Boden ist es ausgereizt. Jetzt muss es von oben weitergehen... nur wie ohne Hilfe?

    Für mich wäre das Training mit "Zwang" , einer hält ihn fest und der andere sitzt oben drauf und du musst da durch egal wie, nichts.

    Der unten ist ja nur die "Sicherung", damit dem oben nichts passiert. Ohne das ist es eben einfach saugefährlich. Selbst damit ist es noch ein hohes Risiko.

    Vor 2 Wochen ist meine RB mit ihm in der Halle geritten. Alles gut, Pferd entspannt an der Longe. So entspannt, dass wir nach 5 Minuten ausgeklinkt haben. Weitere 5 Minuten später - Geräusch vor der Halle, Jamie galoppiert los, lässt sich anhalten und explodiert. Hat meine RB abgebuckelt. Das ist eben das Problem - ich hab ihn schon eine Stunde ausgeritten. Heute weiß ich, dass ich nur großes Glück hatte, dass nichts passiert ist. Man weiß einfach nie, wann die Situation eskaliert. Würde er dann mal 1-2 Buckler machen, wäre das auch kein Thema, aber er macht dann keine Freunde mehr. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass er schon gelernt hat, dass man den Reiter gezielt loswerden kann.

    Aus all den Einzelheiten und den miterlebten Panikattacken gehe ich eher davon aus, dass er eine ganz stark ausgeprägte "Raubtierangst" hat, die vom "Klammereffekt" getriggert wird. Sprich, er erschrickt, galoppiert an, lässt sich aber ausbremsen, spürt dann aber den Knieschluss des Reiters (der halt beim Erschrecken oben bleiben wollte) und explodiert.

    Ich hab selber zweimal in so einem Moment oben gesessen - er bekommt dann Herzrasen, wird völlig steif-verspannt und dann explodiert er, wenn man es nicht verhindern kann oder einfach Glück hat. Wenn er explodiert, dann springt er mal eben einen Meter in die Luft senkrecht nach oben und buckelt und steigt dann wild weiter.

    Das kann man halt ohne Reiter einfach nicht gezielt trainieren - und mit Reiter nicht, ohne die Gesundheit des Passagiers ernsthaft zu gefährden. Ich arbeite im Schrecktraining, um ihm generell mehr Selbstvertrauen zu geben, ihm die Angst vor "da oben ist was" zu nehmen und seine Schreckhaftigkeit zu reduzieren.

    Eine Option, die mir noch bleibt ist der Reiterdummy... das ist so die letzte Wahl, aber durchaus auf der Liste der Möglichkeiten.

    Falls nun einer Bereiter/Trainer vorschlägt - alle in der Umgebung haben abgewunken. Die brauchen ihre heilen Knochen für die braven Pferde zum Geldverdienen.

    Am besten wäre wohl, ihn als Fahrpferd zu verkaufen.

    Und wenn man das Reiten ganz neu aufbaut?

    Das habe ich in den letzten 9 Monaten ja gemacht.

    Ich hab Jamie gekauft mit der Beschreibung: "wurde früher von einem Teenie geritten, bis sie keine Lust mehr hatte, weil neuer Freund usw, dann stand er da rum, dann haben wir ihn übernommen und wieder angefangen bis die Reiterin sich den Arm gebrochen hat (nicht beim Reiten), dann stand er wieder 6 Monate rum, weil kein Reiter da, nun soll er weg, muss aber neu angeritten werden". Okay, ich war blöd genug, hab das geglaubt und ihn als "Projekt" gekauft.

    Er mochte von Anfang an das Sattel nicht sonderlich (mache ich heute freistehend ohne Halfter), haute an der Longe ab, wurde völlig steif beim Aufsteigen usw. Longe läuft er heute wie ein Uhrwerk, generell ist er am Boden ein komplett anderes Pferd. Aufsteigen geht inzwischen total relaxt:

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    Ich mache seit Wochen Anti-Schrecktraining, vor allem von Dingen, die über ihm sind. Auch das klappt super - zweites Mal mit Plane:

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    Auch unterm Sattel hat er oft gute Tage. Wir waren schon Ausreiten, mit Handpferd, alles gut.
    Nun das Aber - wenn Jamie sich erschreckt, was leider öfter vorkommt, weil er halt sehr außenorientiert ist (da reichen Stimmen vor der Halle, eine unter dem Dach auffliegenden Taube, ein Pferd, das vorbeiläuft usw.), dann macht er zwei Hopser. Alles nicht wild. Leider erschrickt er sich dann vor dem Reiter (oder er bekommt Angst vor der Reaktion des Reiters - das weiß ich nicht 100%ig) und bockt und steigt. Kompromisslos. Bis der Reiter unten liegt.
    Man kann das abfangen, wenn unten einer steht, der ihn am Strick hat. Dann hört er zu und fängt gar nicht erst an. Meistens, nicht immer.

    Wenn man nun aber niemanden hat, der unten steht, ist es einfach lebensgefährlich ihn zu reiten im Moment. Ich bin überzeugt, dass das zwei Leute gemeinsam hinbekommen. Nur hab ich einfach niemanden. Eine Option ist noch offen - mal schauen.

    Ich trage Verantwortung für das Tier, ja. Das ist schlimm genug, über einen Verkauf nachzudenken. Aber ich trage auch Verantwortung für meine Kinder und ich darf es einfach nicht riskieren, mir wirklich weh zu tun.

    Wenn dem nicht so ist: ok. Dann kann ich eine Abgabe verstehen.

    Ich mag Jamie. Das ist nicht der Grund.
    Aber ein 7jähriges Pferd auf die Weide stellen und nur noch angucken? Monat für Monat immense Kosten für nix?

    Ich hab alles probiert, sogar den Stall gewechselt, TA war da, Osteo kommt auch noch, Zähne gemacht, er bekommt Baldrian, wir haben wochenlang Aufsteigen geübt, mit Planen longiert usw. Ich bin einfach an einem Punkt, wo es nicht weitergeht.

    Wenn Jamie geht, wird kein zweites Pferd einziehen. Ich hoffe, ich kann den Schimmel schonend aufbauen und ansonsten werde ich wohl 1-2 mal im Monat eine Reitstunde nehmen. Die sind leider enorm teuer hier mit Schulpferd. Nun ja.

    Ich hab mir nicht mehr gewünscht als ein Pferd, das ich in Ruhe selbst wieder einreiten/aufbauen kann zu einem netten Freizeitpartner. Es müsste nichts leisten als ein bisschen Dressur daheim und schön ausreiten. Aber bitte ohne Panikattacken, die mich ins Grab bringen können.

    Was würdet ihr machen? Option A oder Option B? Option A hat den Vorteil sie kann gleich Blockaden, Verspannungen usw. lösen.

    Wie schnell bekommt ihr bei der Osteo einen Termin?
    Lahmt das Pony?

    Warum muss wer dann bald wieder weg ? Nur weil du keine Reitbeteiligung hast ?

    Das ist ne komplizierte Geschichte. Ich hab da hier in letzter Zeit nicht viel erzählt.
    Es hat sich herausgestellt, dass Jamie ein ganz schönes Päckchen schlechter Erfahrungen unter dem Sattel mitgebracht hat. Das ist korrigierbar, aber nicht alleine. Man braucht eine zweite Person am Boden.
    Kurz gefasst: Jamie bekommt unter dem Reiter Panikattacken und setzt den Reiter dann schonungslos ab mit allem was er hat.
    Nun bin ich ja immer allein im Stall und mir fehlt mit drei Kindern auch der "jugendliche Leichtsinn", den man braucht, um an diesen Problem zu arbeiten.

    Ich hatte einen erfahrenen Reiter/Ausbilder gefunden, der nach dem Verlust seines Pferdes eine kostenlose RB gesucht hat, wo er bei der Ausbildung mithelfen kann. Das war für uns Beide eigentlich eine Win/win-Situation. Aber nun ist das wohl geplatzt.

    Alleine kann ich aber nicht weitermachen ohne meine Gesundheit zu riskieren. Ich denke tatsächlich drüber nach, ihn einfach zu reiten gut eingepackt in Weste und Helm, aber es wäre einfach dumm. :verzweifelt:

    Ja, das ist der Stand...

    Nur die Stute ist 1,50m groß. Ich reite zwar viele Pferde in dieser Größe aber irgendwie sah ich auf den Fotos so riesig auf ihr aus... ich bin 1,70m groß und habe etwa 58kg +|- 5 kg Schwankung. Findet ihr das unpassend?

    Dann hast Du ähnliche Maße und das Pferd eine ähnliche Größe. Deine Stute ist aber kräftiger und voll im Training. ich sag mal so - zunehmen solltest Du nicht, dann passt das schon. :smile:
    Und eine ganz Süße ist sie auf jeden Fall! :herzen1:

    Ob Isis oder Araber - es gibt schon ne Menge Idioten, die zu schwer für ihre Pferde sind und es nicht merken. Hier hab ich noch keine abschreckenden Bilder gesehen. :D

    Heute hat uns ein Feuerwerk den Abendreitstunde verhagelt. Das Arabär hat direkt Durchfall bekommen und war dermaßen unter Spannung, dass ich das Kind mal lieber rechtzeitig runter geholt hab... :fear:
    Auch unerfreulich - meine neue RB hat mich versetzt. Nun hab ich wieder niemanden mehr, der mit mir mit Jamie arbeiten kann/will. :motzen: