Beiträge von Tanzbaerin

    Bei uns in der Nachbarschaft leben zwei Boston Terrier. Die beiden sind Brüder, allerdings waren sie ca. 1,5 Jahre bei verschiedenen Haltern und kamen erst dann zusammen.

    BT1 Paul wurde von Frauchen ausgesprochen gut erzogen. Er lief hervorragend an der Leine und frei, war abrufbar, verträglich mit anderen Hunden, belästigte niemanden, bestand die BH mit Bravour.

    Und an der Vergangenheitsform merkt ihr schon, was dann kam:

    BT2 Bacio - ein Terrortier. Unerzogen, nicht leinenführig, kläfft alles an, versucht anzuspringen, unverträglich mit anderen Hunden.

    Soviel Frauchen auch unternahm - inzwischen ist etwa ein weiteres Jahr vergangen - es wurde mit Bacio nicht besser, dafür mit Paul schlimmer.

    Nun geht Frauchen mit den beiden Hunden immer alleine spazieren, nicht mehr mit anderen Hundefreunden. Sie macht einen Bogen um andere Menschen und Hunde - und andere Hundehalter versuchen auch, ihr aus dem Weg zu gehen.

    Aus der schönen Paul-Zeit weiss ich, dass es durchaus möglich ist, einen Boston Terrier zu erziehen und zum guten Begleithund zu machen. Aber es ist wohl ganz schön schwierig und erfordert jede Menge Konsequenz.

    Da auch wir vor zwei Jahren als Anfänger einen nicht einfachen Hund übernommen haben, denke ich, dass der BT nicht unbedingt für eure Situation geeignet ist, da euer Hund ja unterschiedliche Bezugspersonen hat. Und es ist - man verzeihe den Ausdruck - verdammt schwierig, das Verhalten von 4 Menschen, die den Hund erziehen und betreuen sollen, gleichzuschalten.

    Zum Glück habt ihr ja noch eine ganze Weile Zeit, euch zu informieren, wer denn als neuer Hausgenosse einziehen wird. Schaut doch auch mal ins Zergportal, da werden die schönsten Hunde aus dem Tierschutz angeboten....

    Gruss
    Gudrun

    Pack dein Fleisch in alle verfügbaren Kühltaschen oder in die Bettdecken ein, das geht schon mal für 2 Stunden. Dann ist der Schrank leer und Du kannst mithilfe von heissem Wasser und Föhn fix abtauen.

    So mache ich das auch - wobei ich möglichst nicht einen 30-Grad-Sommertag aussuche, sondern eher einen kühleren.....

    Gruss
    Gudrun

    Schade, dass ich Dir keine Wohnung anbieten kann - bei uns wäre der Nero herzlich willkommen (Du natürlich auch).

    Kannst Du ggf. für einen kürzeren Zeitraum mal "zur Probe" bei Deinen Eltern einziehen? Wenn die sehen, dass der Dreck gar nicht so schlimm ist und Du ihn auch wegmachst, ist die Situation vielleicht schon wieder anders.

    Wenn das nicht so ist hilft nur eins: Eigene Wohnung suchen, wo Du mit dem Strubbelschatz unterkommen kannst.

    Gruss
    Gudrun

    PS: Ich hoffe, man sieht sich mal wieder!

    Leika heult auch bei Martinshorn-Geräuschen, aber nur, wenn sie nah genug sind. Wir haben etwa 500 m zur Autobahn, da hört man oft Martinshörner. Aber das interessiert nicht, nur wenn Feuerwehr, Polizei oder Rettungswagen direkt am Haus vorbeifahren.

    Sie ist halt unsere Wölfin.... und das sieht soooooo süss aus, wenn sie heult....

    Gruss
    Gudrun

    Da ich den Thread eröffnet habe, melde ich mich nochmal zu Wort, obwohl mein ursprüngliches Anliegen eigentlich schon weitgehend beantwortet wurde.

    Ich danke den Foris, die konstruktive Vorschläge gemacht haben bzw. mir mit Links zu Rechtsseiten geholfen haben.

    Es tut mir sehr Leid, dass hier einige glauben, sich als Anwalt von Wohnungsbewohnern aufspielen zu müssen, vor allem, weil KEINER von euch die tatsächlichen Situationen gesehen hat.

    Und ja - unsere Leika ist ein Second Hand Hund, der im Alter von 4 Jahren zu uns kam und NICHTS kannte. Wir wissen inzwischen, dass wir sehr blauäugig waren und uns nach kurzem Kennenlernen keine grossen Gedanken darum gemacht haben, dass dieser Hund Probleme verursachen könnte. Sie war anfangs ruhig und lieb, bellte halt in Schrecksituationen - ok, wir glaubten, dass wir das innerhalb kürzester Zeit im Griff haben würden. Der Vorbesitzer hat uns auch nicht die vollständige Wahrheit erzählt.... Klar, sie konnte Sitz und Platz, war stubenrein - aber das war schon fast alles.

    Wer Leika in der ersten Zeit bei uns kennengelernt hat, stellt heute fest, dass sie "ein ganz anderer Hund" geworden ist. Der eine oder andere Rhein-Main-Fori wird das bestätigen.

    Hätten wir damals so viel über Hundeverhalten und Körpersprache von Hunden gewusst wie heute, wäre Leika niemals bei uns eingezogen. Als wir uns aber damals für sie entschieden hatten, war schnell klar, dass wir sie nicht mehr hergeben wollten.

    Wir werden uns auch ganz sicher nicht unsere ganze Arbeit mit ihr dadurch kaputt machen lassen, dass wir ihr ein Halti anlegen. Wir werden weiter daran trainieren, dass sie ruhig und gelassen an "gefährlichen" Punkten vorbei geht, den Aufzug irgendwann einmal langsam verlässt, seltsame Dinge noch öfter ignoriert oder sich bei uns "versteckt".....
    Den wenigen Leute, die ein Problem mit ihr haben, werden wir so weit es irgend geht weiterhin aus dem Weg gehen.

    Und sollte bei der nächsten Eigentümerversammlung das Thema wieder auf der Tagesordnung stehen, geht eine detaillierte Information an alle Hausbewohner sowie an die Hausverwaltung. Und dass das Thema wieder auf die TO kommt ist klar - denn zwei der Beschwerdeführer sind Beiratsmitglieder, die wir im übrigen vielleicht 10 mal im Jahr sehen und ihnen mit Hund weitestgehend fern bleiben (d. h. warten, bis die in ihren Hauseingängen verschwunden bzw. mit Auto oder Motorrad weggefahren sind).

    Ich bitte nun, von allen weiteren Diskussionen hier abzusehen, denn die Thematik der letzten Beiträge ist schon weit entfernt vom ursprünglichen Ansatz.

    Sollte nicht Schluss sein mit den teilweise sehr rechthaberischen Beiträgen, werde ich den Thread schliessen lassen.

    Gruss
    Gudrun

    Zitat

    da fehlt der Grund: weil ich keine Tiefkühltruhe hab und immer frisch kaufen zu teuer ist :D

    Das habe ich dann auch gedacht..... mein Tiefkühlschrank ist gerade mal so gross, dass sie für die Versorgung der Menschen (und die Notrationen an Hühnchen und Reis) reicht.

    Ich hätte auch das eine oder andere Problem, die rohen Dinge anzufassen. Ich denke da an Pansen usw.

    Wie Leika auf rohes Gemüse und so reagieren würde kann ich nicht sagen. Ich denke, mit rohem Fleisch zusammen würde sie es akzeptieren.

    Wir füttern heute vernünftiges Trockenfutter und einmal täglich eine halbe Dose reines Fleisch (200 g). Manchmal gibt es auch "richtiges" Fleisch, z. B. etwas Rindergulasch, Hackfleisch oder so, wenn es anfällt. Ich kaufe nicht extra ein, sondern behandele das als Sonderleckerli...

    Wenn ich mehr Platz hätte, würde ich mir Teilbarf überlegen - aber momentan ist das kein Thema.

    Gruss
    Gudrun

    Danke für die vielen Antworten.

    Tja, das mit den Leuten sprechen ist so eine Sache. Mit vielen haben wir schon gesprochen und da gibt es auch positive Reaktionen. Nur sind diese Leute meistens nicht bei den Versammlungen (es waren gerade mal 50 % der Eigentümer überhaupt vertreten, anwesend waren noch weniger).

    Die vier "Beschwerdeführer" sind nicht gesprächsbereit. Gerade den mit den Kindern haben wir mehrfach angesprochen - er ist absolut unkooperativ. Im Gegenteil - sogar wenn die nicht draussen, sondern in der Wohnung sind, wird von innen geschimpft, "gebellt" und dafür gesorgt, dass Leika aufmerksam wird und ggf. bellt (immer öfter bellt sie nicht - ich bin richtig stolz auf sie).

    Motorradfahrer allgemein sind nicht unbedingt das Problem, sondern dieser eine , der deutlich seine Abneigung zeigt.....

    Wir werden uns wohl weiterhin genauso verhalten wie bisher: Möglichst den Angsthasen aus dem Weg gehen, weiterüben und für die nächste Versammlung dafür werben, dass die "Leikafreunde" auch kommen.

    Übrigens gibt es in der Hausordnung keinen Maulkorbzwang - und Leine ist für uns absolut selbstverständlich. Wir wollen ja auch keinen Ärger.

    Zum Thema Halti werde ich mal sehen, dass ich da ein paar schön negative Quellen finde und die an die Hausverwaltung weiterleiten - als Kommentar zum Versammlungsprotokoll.

    Ich denke nicht, dass wegen Leika eine ausserordentliche Eigentümerversammlung einberufen wird - und dass diese überhaupt beschlussfähig wäre.....

    Danke nochmal für die Infos.

    Liebe Grüsse
    Gudrun und ihr schwarzes Monster

    Wir hatten ja schon mehrfach Reibereien innerhalb unserer Eigentumswohnanlage (wir sind Eigentümer, nicht Mieter).

    Hundehaltung ist grundsätzlich erlaubt.

    Nun haben sich angeblich einige Bewohner über Leika beschwert. Sie sei aggressiv und gefährlich.

    Leika ist stressanfällig und bellt in unterschiedlichen Situation (schnelles Auftauchen von Leuten aus Hauseingängen oder Garagen oder um eine Ecke, schreiend rumlaufende Kinder, Aufzug hält an und vor der Tür steht jemand usw.). Da sie gross und schwarz ist und gute Zähne hat, wirkt das möglicherweise bedrohlich.

    Aber: Sie ist in der Wohnanlage und überhaupt in bewohnten Gebieten IMMER an der Leine bzw. wird am Geschirrgriff zusätzlich gehalten, so dass sie nicht an irgendwelche Personen heran kann.

    Wir üben ständig mit ihr und es hat sich auch schon vieles verbessert (was die Beschwerdeführer wohl nicht sehen wollen).

    Wir gehen "Umwege", um zweifelhaften Begegnungen aus dem Weg zu gehen.

    Nun kam in der Eigentümerversammlung der Antrag, Leika sollte in der Wohnanlage nur noch mit Halti geführt werden (Ergänzung dazu im Protokoll - bitte nicht lachen! - "das ist so eine Art Pferdehalfter").

    Ein Beschluss dazu konnte nicht gefasst werden, weil die Versammlung nicht mehr beschlussfähig war.

    Kann eine Eigentümerversammlung einen solchen Beschluss durchsetzen? Das Halti ist für mich ein Erziehungsmittel, das nur mit Anleitung durch einen fähigen Trainer eingesetzt werden sollte (wenn überhaupt). Die Trainerin, mit der wir arbeiten, ist nicht dafür und wir ebenfalls nicht.

    Die Leute, die einen solchen Antrag stellen und unterstützen, haben vermutlich absolut keine Ahnung, was sie da fordern.

    Was haltet ihr davon, "die Flucht nach vorne" anzutreten und einen Rundbrief an die Bewohner zu schreiben. Es gibt 56 Wohneinheiten, angeblich haben sich 4 Leute beschwert. Wer das war ahnen wir zwar, wissen es aber nicht. Einer davon hat in der Versammlung massiv gelogen und behauptet, er sei von Leika rücklings angesprungen worden.
    Einer ist ein Bewohner in unserem Haus mit 3 Kindern, denen er sagt, sie sollen schreiend weglaufen, wenn sie uns sehen. Einer ist der Antragsteller (und Beiratsvorsitzende), Motorradfahrer und ein stets in Motorradkleidung auftretender Bär, den Leika auch immer anbellt, weil sie ihn wohl bedrohlich findet. Bei der vierten Person haben wir nur eine Vermutung.

    Die nächste Versammlung ist erst in einem Jahr - also haben wir noch einmal ein Jahr Zeit, weiter zu trainieren. Ich bin aber heute schon absolut sicher, dass der Punkt im nächsten Jahr wieder auf der Tagesordnung stehen wird.

    Wir haben keine Lust auf Streitereien mit Nachbarn und tun alles, damit niemand belästigt oder gefährdet wird. Das schliesst aber nicht den Einsatz fragwürdiger Erziehungshilfen ein.

    Vielleicht haben ja andere hier im Forum auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht und Lösungen gefunden.

    Gruss
    Gudrun