Beiträge von mollrops

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    Nein, es gibt Menschen, die behalten lieber ihre rosarote Brille auf.
    Massig seriöse Züchter reißen sich Bein aus, viele Vereinsmitglieder lassen Untersuchungen für die Rasse durchführen, obwohl sie diese für ihren Hund nicht brauchen, genügend Halter ohne Vereinsbindung beteiligen sich, weil sie auch später wieder einen gesunden Hund nehmen möchten. Vereine koordinieren das Ganze und zahlen nicht grade wenig für die Forschung.
    Und wofür?
    Damit irgendwelche Vermehrer gesunde Hunde für die Wurfkisten bekommen und man weiterbeten kann, dass das alles ja gar nicht so problematisch sei :kopfwand: .

    LG
    das Schnauzermädel


    Genau Dein letzter Satz trifft genau ins Schwarze ! Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen !

    Diese Einstellung öffnet Tür und Tor für unkontrollierte Schwarz- und Vermehrerzucht aus rein finanziellen Interessen.

    Zitat

    Ich stimme mollrops vollkommen zu :D .
    Je nach Verein sind die papiere zwar teurer als 15 Euro, aber ein VDH-Züchter darf seine Hunde gar nicht ohne Papiere abgeben, bzw. nur für einen Teil der Welpen welche anfordern.
    Der "offizielle" Weg beginnt mit der Deck- und Belegmeldung. Die muss nach erfolgtem Deckakt von Rüden- und Hündinnenhalter unterschrieben an die Zuchtbuchstelle des Vereins gesendet werden. Der Rüdenhalter führt zusätzlich ein Deckbuch.
    Nach der Geburt erfolgt die Wurfanzeige mit Anzahl und Geschlecht der Welpen. Jetzt besucht der Zuchtwart den Züchter mehrfach bis zur Endabnahme und fertigt Berichte, die auch Besonderheiten aufführen (Tod von Welpen, Farbfehler, Einhoder, etc.).
    Je nach Verein unterschiedlich geregelt ist, bis zu welchem Zeitpunkt die Meldung der Namen erfolgen muss. Im PSK z.B. darf das recht spät sein und normalerweise bekommt man die Papiere erst später. Aber ein vernünftiger Züchter wird zum Welpen eine Kopie des Wurfabnahmeberichts und Kopien der Ahnentafeln der Eltern abgeben, wenn die Papiere noch nicht fertig sind. Die Papiere gehören zum Hund und können nicht je nach Laune angefordert werden.

    LG
    dasSchnauzermädel

    Tolle Zusammenfassung - da sieht man mal wieder, dass ich zu lange aus der Materie raus bin, soweit hätte ich gar nicht ausgeholt :gut:

    LG
    Mollrops

    Wenn ich einen reinrassigen Hund erwerbe, bestehe ich doch auf einen Abstammungsnachweis. Das Ausstellenlassen der Papiere kostet den Züchter vielleicht futzige 15 Euro. Da würde ich mich schon fragen, weshalb keine ausgehändigt wurden.

    Die Papiere haben ja schliesslich auch den Zweck, nachverfolgen zu können, aus welchen Linien der Hund gezogen wurde. Das ist beim Belegen von grosser Bedeutung.

    Ich hoffe mal, wenn Du irgendwann Deinen Hund decken lässt, wenigstens vorher sämtliche rassespezifischen Erkrankungen ausschliessen lässt, unabhängig von der vermutenden Reinrassigkeit Deines Hundes.

    Nur anhand der Papiere ist ein Nachweis über die Reinrassigkeit vorhanden.

    Nein, der Whippet hat das Hetzen sicher nicht verlernt. Im Gegenteil, sie machen den grössten Anteil bei Rennen und Coursing aus. Naja, Tode habe ich bei Rennen, bei denen Barsois beteiligt waren, noch nicht erlebt. Eher Barsois, die mitten im Rennen stehen geblieben sind. Oftmals man gar nicht genug Hunde für den Lizenzlauf oder ein Rennen zusammen bekommen. Die heutigen Barsois sind auch nicht mit den ursprünglichen Barsois zu vergleichen, dazu sind sie viel zu gross und ihr Geläuf oft sehr empfindlich.

    Vielleicht liegt es auch nur daran, dass sie keine Wölfe mehr jagen können und sie beim Hasen nicht genügend Anreiz zum Hetzen erhalten. Einige Barsois, die ich in meiner aktiven Zeit auf der Bahn und im Coursing kennen gelernt habe, haben die Rennlizenz jedenfalls wegen der fehlenden Hetzeigenschaft nicht erhalten.

    Und nein, ich habe noch nie erlebt, wie zwei Barsoi lebende Hasen beim Coursing jagen - das gibt es gottlob in Deutschland noch nicht. Aber es stimmt, das harmonische Zusammenspiel zweier Barsois während der Jagd ist sensationell, ich glaube, es gibt keine weitere Hunderasse, die diese Jagdtechnik so perfekt beherrscht.

    Ich habe nicht geschrieben, dass die gesamte Population der Barsois krank sind. Unbestritten aber ist, dass diese Rasse sehr mit DCM, PRA, Magendrehungen, vermehrter Epilepsieanfälligkeit und sogar mit dem MDR1 - Defekt zu kämpfen hat. Bei Hunden aus Leistungslinien treten diese Erkrankungen naturgegeben weniger auf - die sich aber schon allein durch ihr Erscheinungsbild wesentlich von den Showhunden unterscheiden.

    Der Barsoi war immer mein Traum. Schade, dass man nach der russischen Revolution fast alle ursprünglichen Hunde umgebracht hat und so zum einen auf einen sehr geringen Genpol zurück greifen musste und andere Rassen einkreuzte.

    Naja, letztendlich ist es eben ein Whippet aus einer Leistungslinie geworden, der Grundstock für meine Zucht hätte werden sollen.

    Das Dein Hund gesund ist, freut mich. Und ich beneide Dich, dass Du einen so stolzen und aristokratischen Hund Dein Eigen nennen kannst.

    LG

    Mollrops

    Quelle: http://www.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/prom…98/gottwald.txt

    21.566 finde ich schon eine erschreckende Zahl - zumal die sicher heute noch viel höher ausfallen würde ...

    Ich schliesse mich souma an - Mache Dir einfach ein Bild vom Zuhause des Hundes - Spekulationen bringen doch nichts.

    AUch vermeintlich jung aussehende Hunde können tatsächlich bereits schon älteren Semesters sein. Sehr starker Zahnstein wäre ein Indiz. Vielleicht war es auch gar kein Deutsch-Kurzhaar - Schwarze DK sind ja recht selten, sondern ein WIndhundmischling ?

    Zitat

    Natürlich! Ich hatte noch nie einen Hund mit Papieren. Das war mir nie wichtig.

    Seufz.

    Das Papier an sich ist nicht wichtig, sondern das, was drauf steht - nämlich die Linien, aus dem der Nachwuchs gezogen wurde. Ein angehender Züchter, der sich mit der Rasse und seinen Vertretern auseinander gesetzt, bei Zuchtschauen das Gespräch mit anderen Hunden gesucht und somit EInblick in die "Szene" und Krankheitsproblematiken bekommen hat, kann sehr viel mit diesen Daten anfangen.

    Aber ich glaube, Du verstehst irgendwie gar nicht, worum es bei "Papieren" geht ...

    Hallo Smilex

    Was da beim Tierarzt passiert ist, ist nicht schön gewesen, aber sollte für Dich auch nicht im Vordergrund stehen. Das einige, was zählt - Du hast Deinem Hund weiteres Leiden erspart. Rede Dir bitte nicht ein, dass es etwas zu verzeihen gäbe - gibt es nicht. Du hast aus Liebe - und nicht aus Egoismus gehandelt.

    Dein Hund bekam 16 Jahre von Dir geschenkt und sogar einen gnadenvollen Tod. An die schöne gemeinsame Zeit solltest Du denken, Zwiesprache mit Deinem Engel halten - aber Dich nicht über so unwichtige Dinge wie das, was bei Deinem Tierarzt passiert ist, grämen. Das wichtigste für Deinen Hund war, dass Du ihn begleitet hast. Vergiss alles andere, es ist nicht wichtig.

    Weine um Deinen Hund, lerne mit der Trauer und dem Verlust umzugehen. Und kümmere Dich bitte jetzt vermehrt um Deinen verbliebenen Hund, denn sie wird auch trauern, weil ihre Lebensgefährtin nicht mehr da ist. Leider kann sie nicht weinen - daher ist es jetzt Deine Aufgabe, sie wieder fröhlich zu machen.

    Zusammen werdet Ihr es schaffen. Hunde heilen auch weinende Herzen, ich weiss das.