Zitat
Hallo!
wie von Grimm so schön beschrieben: " Knechte und Papageien " der Futtermittelkonzerne :motz:
Den SAtz wußte ich gar nicht mehr, trifft es aber voll. Mir hat mal eine Tierärztin gesagt, dass es im Studium zwei Semester Tierernährung gibt. Da sind dann aber alle Tierarten drin, vom Hamster über Schlange über, ganz wichtig, Nutztierernährung bis hin zu Katze und HUnd. Und dann kommen die Futterfirmen, bieten kostenlose Seminare an und sponsern die jungen, fertigen Ärzte dass es kracht. Und die Firmen werden ja wohl kaum objektiv informieren, denn es geht hier nicht um altruistische Ausbildung von Idealisten, sondern um Geld!
Schon die Wartezimmer sind voller Werbung.....ja, und wer profitiert denn auch von den vielen kranken Hunden
Mal ehrlich, ein guter Tierarzt muss eigentlich fast am Existenzminum herumkrebsen, will er Tiere wirklich so behandeln, dass sie dauerhaft gesund bleiben. Ich will keinem TA an die Karre fahren, aber alle Vierteljahr Entwurmung auf Verdacht, jedes Jahr alle Impfungen etc., das ist doch entweder uninformiert oder fahrlässig zu Gunsten der Praxiseinnahmen. Da lobe ichmir meine TA. Sie ist finanziell nicht überlebensnotwendig auf die Einnahmen angewiesen und ist entsprechend gründlich zum Wohle des Tieres.
Ich vertraue den Docs nicht mehr und halte ihre Empfehlungen schlichtweg für inkompetent und eigennützig und wahrlich nicht zum Wohle unserer Hunde :x
Geht mir genauso und da ich eine Hundeschule habe und sehr impf-, entwurmungs- und sonstwie kritisch bin, empfehlen mich nachvollziehbarerweise nur noch wenige TÄ. Tja, geht aber auch so.
[i]
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Hai.
Jetzt hole ich erst mal tief Luft.
Ich finde diese Äusserungen als eine Verunglimpfung eines ganzen Berufstandes !
Hier wird unterstellt, dass Tierärzte wissentlich angeblich krankmachendes Futter empfehlen, das für langfristige Kundschaft in den Praxen sorgt, wissentlich Tiere falsch behandelt, damit der Profit der Praxis für die Zukunft gesichert ist.
Bisher hatte ich mit den zum Teil missionarisch wirkenden Rohfütterern überhaupt keine Probleme, aber jetzt stösst mir dieses Thema das erste Mal durch Deine mit Arroganz vorgetragenen Unterstellungen sauer auf.
Solche Äusserungen wie diese schaden einer im Grunde nach guten Sache eher, als sie ihr nutzen. Du unterstellst, Tierärzte seien die Hampelmänner der Futtermittelindustrie sowie der Pharmaindustrie und dadurch nicht mehr zu einer eigenen Meinung und Beurteilung fähig oder stellten diese aus wirtschaftlichen Gründen hinten an. Das ist eine Polemie, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen habe und finde sie äusserst bedenklich.
Auch wenn der Bericht in "Der Hund" nicht nur aus der Sicht der Rohfütterer nicht als absolut objektiv zu bezeichnen ist, hat ein mündiger Leser zumindest die Möglichkeit bekommen, sich über diese Ernährungsmethode seine eigenen Gedanken zu machen.
Es gibt bisher keine mir bekannte offizielle Langzeitstudie, die beweist, dass die Rohfütterung besser oder schlechter als die mit Fertignahrung ist. Der einzigste Vorteil, den ich im Gegensatz zum Fertigfutter habe - ich weiss, was im Napf ist.
Und solange solch eine Studie mir nicht vorliegt, werde ich mich hüten, zu behaupten, Hunde oder Tiere, die nicht gebarft werden, sind oder werden kränker als gebarfte Hunde.
Meine Tierärztin verdient ihr Geld jedenfalls nicht mit ein paar Büchsen Diätnahrung und Entwurmungen. Sie ist auch flexibel genug, sich mit Barfen auseinander zu setzen, auch wenn sie diese Ernährungsweise nicht wirklich favorisiert. Aber deshalb ist sie kein Knecht irgendwelcher Konzerne und erst recht nicht unmündig oder gar blöd.
Auch wenn die Ernährungsberatung während des Studiums nur einen Bruchteil ausmacht, hat diese mit ihrer Tätigkeit als Tierarzt doch nur am Rande zu tun. Wenn ich wegen eines zu hohen Cholesterinwertes zu meinem Hausarzt gehe, kann ich von ihm auch keine auf mich zugeschnittene Ernährungsberatung verlangen.
Hier wie dort liegt es an mir, die Ernährung meinem Tier zukommen zu lassen, die es bis ins hohe Alter gesund erhält. Dazu muss ich mich selbst informieren, aber solche polemischen Äusserungen wie o.G. helfen mir dabei sicher nicht, sondern schrecken eher ab und zwingen sicher nicht nur mich, eine Partei zu ergreifen. Und das ist garantiert nicht im Sinne einer im Grunde guten Sache wie die natürliche Ernährung eines Carnivoren.