Beiträge von mollrops

    Auch wenn es ohne Medikamente weg geht, hier gehört die Ursache abgeklärt - also Gastroskopie, Kotauswertung auf Bakterien, Ultraschall. Starke Aufgasungen können auch bei kleineren Hunden eine Magendrehung verursachen.

    WEiterhin ein Medikament, dass eine Aufgasung bzw. Bildung der Bläschen verhindert - wie z.B. Lefax oder Sabsimplex (der Wirkstoff wird nicht vom Körper aufgenommen, sondern komplett wieder ausgeschieden).

    Hallo

    wurde denn schon eine Gastroskopie durchgeführt ? Was sagen die Röntgen- und Ultraschallbilder ? Wurde eine Infizierung mit dem Heliobacter ausgeschlossen ?

    Gegen die Aufgasungen hast Du sicher Sabsimplex empfohlen bekommen - wirken sie nicht ?

    Was fütterst Du ? Wann treten die Koliken auf ?

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    mollrops: ich habe nicht geschrieben, dass ich umstellen würde, wenn mein hund einen schaden hat, sondern wenn das blutbild nicht optimal ist. das ist ein sehr großer unterschied, es gibt viele menschen, die z.b. einen eisenmangel im blut haben, ohne jemals einen schaden zu spüren bzw. die auch keinen schaden davontragen. und wenn man alle halbe jahre ein blutbild macht kann man mängel erkennen, bevor ein schaden entsteht.
    machst du ein blutbild bei deinem hund? wie fütterst du deinen hund?

    Die gesamte Verdauung ist auf Fleisch ausgelegt, das fängt bereits beim Abschlucken der Nahrung an. Der Speichel im Gegensatz zum Menschen enthält kaum bis keine Verdauungsenzyme, er dient nur dazu, die Mahlzeit gut abschlucken zu können. Der PH - Wert der Magensäure liegt unter 1 (der des Menschens zwischen 4 - 5) und vom Volumen her bis zu 10 mal höher als beim Menschen. Somit ist ein Hund in der Lage, eine Fleischportion innerhalb von 24 h zu verdauen und auszuscheiden. Das passiert im Hundekörper automatisch, sobald er den Schlüsselreiz "Fleisch" erhält. Nun bekommt er jedoch rein pflanzliche Nahrung zugeführt und seine Verdauung wird "beschissen" bzw. kommt nur deshalb überhaupt in Gang, indem er Verdauungsenzyme supplimentiert bekommt, um somit erst in der Lage ist, diese für ihn nicht artgerechte Nahrung überhaupt verdauen zu können. Pflanzenfresser brauchen bis zu 4 Tage, um ihre Nahrung zu verdauen und verwerten zu können. Die pflanzliche Nahrung durchwandert dabei ein kompliziertes Verdauungssystem. Wofür Pflanzenfresser also Tage benötigen, stopft man einen Hund mit verschiedenen Enzymen voll, damit er die Nahrung, die überhaupt nicht auf sein Verdauungssystem zugeschnitten ist, verwerten zu können.

    Wobei man als Veganer ja dann auch wieder darauf achten muss, dass keine Schweinepankreaslipase verwendet wird, hier muss man auf Schimmelpilzkulturen zurück greifen, die ein Hund bei fleischiger Nahrung nie bräuchte.

    Fast jeder Hundehalter weiss, wie wichtig das Calcium/Phosphorverhältnis für den Organismus des Hundes ist - wie bekomme ich das in der veganen Ernährung hin ? Wie berechne ich überhaupt das C/P Verhältnis ?

    Zu Deiner Frage zur Ernährung meiner Hunde und Katzen: Ich habe mich viel mit der Hunde- und auch Katzenernährung beschäftigt. Meine Hunde und Katzen bekommen kein Trockenfutter, sondern Fleisch von Tieren, die aus zertifizierter ökologischer Viehwirtschaft stammen. Diese Tiere wurden nicht wegen meiner Hunde und Katzen geschlachtet.

    Alle Halbjahr lasse ich von jedem Tier ein grosses geriatrisches Blutbild erstellen. Das ich den richtigen Weg eingeschlagen habe, sehe ich daran, dass meine Hunde bisher sehr alt wurden. Mein verstorbener Schäferhund wurde 15, mein Whippet ist jetzt über 15 Jahre alt und seine Blutwerte können mit denen eines jungen Hundes mithalten.


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    außerdem kann keiner sagen, dass meine hunde an ihrer ernährung schaden nehmen. sie bekommen, im gegensatz zu den azawakhs doch keine hirse zu fressen, sondern ein ausbalanciertes futter, das ist ein riesenunterschied!

    Das war nur als Beispiel angeführt, dass es Hunderassen gibt, die ausschliesslich mit Hirse ernährt werden und kurzfristig mit dieser Ernährungsform zurecht kommen. Da die Hunde in ihrem Ursprungsland jedoch nicht alt werden, hat man keine Nachweise, in welchem Grad eine Mangelernährung vorliegt.

    Ich habe Dir nicht unterstellt, Deinen Hund nur mit Hirse abzufüttern.

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    zum konflikt veganer und tierhaltung: wenn es nach uns veganern ginge, gäbe es keine haustiere, sie würden nicht gezüchtet werden. die hunde, die bei mir wohnen kommen auch nicht von einem züchter, anouk kommt aus einem griechischem tierheim und luca ist ein scheidungskind (hab ich im internet gefunden). ich unterstütze keine zucht, weder von haustieren noch von nutztieren. und ich finde nicht, dass es ein widerspruch ist gegen tierzucht zu sein und tierheimtiere aufzunehmen.


    Mein ältester Sohn ist Veganer und er würde überhaupt kein Tier aufnehmen, weil es gegen seine Gesinnung ist. Für ihn spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Tier aus einem Tierheim oder sonst woher handelt. Er ist prinzipiell gegen Tierhaltung. Er hat aber überhaupt kein Problem damit, dass ich meinen "Raubtieren" Fleisch füttere. Denn er steht auf dem Standpunkt, dass das Tier in unserer Gesellschaft nichts dafür kann, dass es geboren wurde. Und wenn es sich schon in der Hand des Menschen befindet, hat dieser dafür zu sorgen, dass es artgerecht ernährt und so gut wie möglich gehalten wird. Deshalb habe ich auch nicht einen Hund, sondern drei.

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    es gibt menschen, die keine eigenen kinder bekommen möchten, weil sie finden, dass es zu viele menschen auf dieser welt gibt. wenn diese menschen dann aber ein kind adoptieren...ist das dann widersprüchlich?


    In diesem Thread geht es um eine unnatürliche Ernährung des Hundes und nicht um die Problematik der Überbevölkerung der Menschheit ;-).

    Ein Hund ist und bleibt ein Carnivora - das fängt am Gebiss an und hört am Darmausgang auf. Ein Fleischfresser hat das Recht, wie ein Fleischfresser und nicht wie ein Herbivor ernährt zu werden.

    Das schreibt übrigens der Tierschutzbund zur veganen Ernährung beim Hund:


    Quelle

    Wäre ich Veganer, würde ich von der Grundeinstellung her gar keine Tiere halten.

    Es gibt durchaus Hunderassen, die fast ausschliesslich mit Hirse ernährt werden - der Azawakh der Touareg in seinem Ursprungsland z.B. Da kleine Beutetiere in der Savanne heute immer seltener werden, müssen die Hunde sich mit der Hirse zufrieden geben, die Nomaden sind zu arm, um das bisschen Fleisch, was ihnen zur Verfügung steht mit ihren Hunden zu teilen. Leider ist die Sterblichkeit der Hunde ziemlich gross, so dass man Mangelerscheinungen nicht aufdeckt, weil die Hunde i.d.R. nicht alt werden.

    Diese Windhunderasse jedoch ist seit Jahrhunderten diese Ernährungsform gewohnt - ganz anders als unsere Haushunde, die sich seit Jahrhunderten von Fleisch, Tischabfälle und Aas ernähren.

    Leider kann sich ein Hund nicht selbst für seine favorisierte Ernährungsform entscheiden - das tun wir als Halter. Daher empfinde ich es als Egoismus, ihn vegan zu ernähren, weil ein Mensch ein Problem mit tierischen Produkten hat.

    Das, was Veganer im Grunde verurteilen - die nicht artgerechte Haltung (dazu zählt auch eine entsprechende Ernährung) - praktizieren sie an ihrem Hund, in dem sie ihm Produkte aufzwingen, die er in der Natur in dieser Form nie zu sich nehmen würde.

    Hunde vertragen lange eine Fehlernährung - aber in der zweiten Lebenshälfte zeigt sich, inwieweit die Organe die Belastungen der nicht artgerechten Ernährung vertragen.

    AUch die Aussage, verträgt er vegane Ernährung nicht oder ist das Blutbild schlecht - dann wird gebarft - finde ich widersprüchlich. Warum muss erst ein Schaden entstehen ? Darf so ein Veganer einem Tier gegenüber denken ? Ich meine doch nicht.

    Mein verstorbener Hund Nero hat auch heftig auf nahendes Gewitter reagiert. Ich hatte ihn damals neurologisch untersuchen lassen. Mir wurde erklärt, dass die Veränderung der Luftelektrizität und der damit eingehenden positiven Aerosolkonzentration, die durch die Luftdruckänderung im geschlossenen Raum entsteht mit der Ausschüttung von Serotonin vom Hund beantwortet wird. Ein hoher Serotoninspiegel kann den Hund in Panik versetzen. Auch sein Fell war elektrostatisch verstärkt aufgeladen, was ihn zusätzlich irritierte. Nachdem wir immer die Terassentüre bei Gewitter offen stehen liessen, hatte sich das Verhalten sehr gebessert. Das erklärt auch, warum Hunde draussen dieses ängstliche Verhalten nicht zeigen.

    Sei doch mal ehrlich - das wäre doch traurig, wenn man Hundehalter attackieren muss, damit sie ihre Hunde ins Feld führen. Das ist Egoismus pur. Ich werde die Haufen mal einsammeln und den Verursachern in den Vorgarten werfen. Mal sehen, was sie davon halten.

    Bin ich froh, dass ich meine Jüngste nirgends anbinden kann - so schnell könnt ich gar nicht gucken, würde sie sich aus Halsband und Geschirr winden, den Laden stürmen, einen Satz in die Wursttheke machen und sich den Wanst vollschlagen. Sie wäre garantiert nur eine Gefährdung für Fleischwurst und Co.