Beiträge von mollrops

    Auf die Schnelle gefunden:

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    Soziale Unsicherheit und Angst begleiten das gesamte Hundeleben, wenn die Jugendentwicklung in "Hundefabriken" ohne ausreichende Sozialisation an Artgenossen und Menschen erfolgte.
    Restriktiv in Zwingern aufgewachsene Hunde werden stets "Schwierige", oftmals bissige Hunde. Es besteht - zumal in der Jugendentwicklung eines Hundes (sensible Phasen, in denen besonders einprägsam gelernt wird!)
    eine innige Wechselwirkung von Umwelt und Erbgut, die den späteren Hund "formt".
    So wird die Art und Weise, Konflikte zu lösen in dieser Zeit geübt, im spielerischen Kontext. Isoliert oder reizarm aufgezogene Hunde zeigen häufig situativ unangemessenes, übersteigertes Angriffs- wie
    Abwehrverhalten, wodurch erhebliche Gefahrenmomente geschaffen werden. Dieses geschieht am häufigsten aus sozialer Unsicherheit und Angst.

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    Heute wissen wir, das Aggression viel ursächlicher ist, vererbt wird jeweils nur eine Reaktionsnorm, gleichsam ein Angebot an die Umwelt.
    Ergo: Innerhalb dieser Norm entscheiden dann die verschiedenen Umwelteinflüsse, in welcher Weise die vom Erbmaterial ausgehenden Informationen im Einzelfall verwirklicht werden. Es besteht eine ständige
    Wechselwirkung von Umwelt und Erbgut. Rituale der Konfliktlösung werden dabei gerade in der Zeit der sensiblen Phase (3.-12. Woche) der Jugendentwicklung gelernt - die Voraussetzung für dieses soziale Lernen
    sind für eine normale Welpen- und Junghundeentwicklung obligatorisch.

    Dr. Dorit Feddersen-Petersen

    Tanja, die Gene helfen vielleicht beim Schafehüten, aber sie bewirken nicht, dass ein nicht sozialisierter Hund mit seiner Umwelt ohne Probleme zurecht kommt. Sonst könnte man sich die ganze Prägung ja sparen.

    Nach Beschlagnahme hatte ich auch einen Welpen anvertraut bekommen. Es hat ein Jahr wirklich intensivsten Trainings gedauert, bis wir eine Bindung auf- und die Angstaggressivität abgebaut hatten.

    Ich gebe Dir recht, dass ein Hund alles lernen kann, aber auch das liegt in den Händen des zukünftigen Hundebesitzers und seinem Wissen, wie er mit einem fehl geprägten Hund umzugehen hat. Solche Hunde sind aber in der Regel nicht als Familienhunde tauglich.

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    Die Hunde wurden im Garten an Ketten gehalten und waren schon laenger auffaellig durch Aggression gegen Menschen (also absolut untypisch fuer Pits), ausser der Grossmutter gegenueber.

    Fuer das Baby tut's mir mehr als lediglich leid, solche Dinge duerfen nicht passsieren......aber sie passieren durch dumme, ignorante Halter...

    http://www.mysanantonio.com/pets/Vicious_dogs_targeted.html

    DAS wurde von der Presse vorenthalten. Es ändert jedoch nichts an der traurigen Tatsache, dass ein unschuldiges Kind durch das absolute Unvermögen der Hundehalter ums Leben gekommen ist.

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    Morrigan ich glaube nicht, daß diese Hunde deswegen später mal verhaltensgestört sein werden....jedenfalls nicht zwangsläufig.

    Mollrops gut ist ein relatives Wort, da jeder was anderes darunter versteht.
    Alles in allem meine ich, daß es keine "schlechten" Hunde gibt ;)

    Von "schlecht" spricht doch hier niemand. Für den einen heisst "gut", dass die Hunde nie Hunger leiden mussten und für andere heisst "gut", dass der Hund den Situationen frühzeitig ausgesetzt wird, mit denen er wahrscheinlich Rest seines Lebens konfrontiert werden soll.

    Will ich also einen Hund in eine Familie integrieren, muss ich ihn bereits von klein auf anders prägen wie wenn ich ihn auf Schafe loslasse.

    Natürlich hört die Entwicklung eines Welpens nicht mit 8 Wochen auf, der Grundstein jedoch, den ich nach der neonatalen Phase lege, beeinflusst das ganze Verhalten des Hundes.

    Es gibt viele Zwingeraufzuchten, dass will ich gar nicht bestreiten, aber auch hier gibt es verantwortungsvolle Menschen, die in der Welpenphase ihre Tiere behutsam und altersgerecht Umweltreizen aussetzen, viel Kontakt zu dem Wurf unterhalten und ihre Hunde für das spätere Leben prägen.

    Lt. Feddersen-Petersen hat das Streicheln, in die Hand nehmen, Ansprechen des Welpens durch den Menschen sowie sein Geruch, die Wärme einen sehr positiven und vor allen einen langzeitlichen Einfluss auf die Sozialisierung an den Menschen. Und das wollen wir doch alle, dass der Hund dem Menschen positiv gegenüber eingestellt ist und nur gute Erfahrungen mit ihm macht.

    Edit: Ich habe Meckmeck nichts unterstellt. Vielleicht findet sie ja doch die Zeit, sich so um die Welpen zu kümmern, wie es sich jeder zukünftige Hundehalter wünschen würde.

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    Das heißt aber doch nicht, daß man 24 Std. mit den Welpen verbringt!


    Ich möchte sehen, daß JEDER Züchter das macht. Wirst Du so nicht finden und deshalb sind die Welpen später nicht gleich unsoziale Hunde. Ansonsten müßte man wohl jedem zweiten Züchter das Züchten verbieten!

    Das was ich geschrieben habe, wäre mein Anspruch für eine gute Aufzucht und sollte auch so gehandhabt werden, wenn man schon Lebewesen in die Welt setzen lässt. Ich verstehe nicht, wieso Du damit ein Problem hast.

    Die Besitzerin schaut wie von ihr erwähnt drei Mal am Tag bei den Welpen vorbei. Morgens vor der Arbeit, dann frühestens nach 9 Stunden nach der Arbeit und vor dem Zubett gehen. Das ist für mich kein intensiver Kontakt.

    Ich habe nichts von einer Bespassung rund um die Uhr geschrieben.

    Intensiver Kontakt mit Menschen ab dem Tag der Geburt
    Frühförderung und Gewöhnung an die Umwelt (Verkehr, verschiedene Geräusche, Gegenstände, andere Hunde, andere Tiere, Autofahren, Lärm, verschiedene Bodengründe etc.).