Auf die Schnelle gefunden:
ZitatSoziale Unsicherheit und Angst begleiten das gesamte Hundeleben, wenn die Jugendentwicklung in "Hundefabriken" ohne ausreichende Sozialisation an Artgenossen und Menschen erfolgte.
Restriktiv in Zwingern aufgewachsene Hunde werden stets "Schwierige", oftmals bissige Hunde. Es besteht - zumal in der Jugendentwicklung eines Hundes (sensible Phasen, in denen besonders einprägsam gelernt wird!)
eine innige Wechselwirkung von Umwelt und Erbgut, die den späteren Hund "formt".
So wird die Art und Weise, Konflikte zu lösen in dieser Zeit geübt, im spielerischen Kontext. Isoliert oder reizarm aufgezogene Hunde zeigen häufig situativ unangemessenes, übersteigertes Angriffs- wie
Abwehrverhalten, wodurch erhebliche Gefahrenmomente geschaffen werden. Dieses geschieht am häufigsten aus sozialer Unsicherheit und Angst.
ZitatHeute wissen wir, das Aggression viel ursächlicher ist, vererbt wird jeweils nur eine Reaktionsnorm, gleichsam ein Angebot an die Umwelt.
Ergo: Innerhalb dieser Norm entscheiden dann die verschiedenen Umwelteinflüsse, in welcher Weise die vom Erbmaterial ausgehenden Informationen im Einzelfall verwirklicht werden. Es besteht eine ständige
Wechselwirkung von Umwelt und Erbgut. Rituale der Konfliktlösung werden dabei gerade in der Zeit der sensiblen Phase (3.-12. Woche) der Jugendentwicklung gelernt - die Voraussetzung für dieses soziale Lernen
sind für eine normale Welpen- und Junghundeentwicklung obligatorisch.