Beiträge von PocoLoco

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    Mmh, ich dachte, dass die Aggression die auf der Ressourcenverteidigung beruht quasi ein Unterkategorie der Aggression ist, die auf dem aktuellen sozialen Status beruht. (?)
    Also: Ein Hund, der eine Tendenz hin zur "Führungspersönlichkeit" (=> Dominanz) hat, wird verstärkt versuchen andere (Menschen, Hunde) dazu bewegen sich so zu verhalten, wie er möchte. Also: Der Hund möchte nicht, dass der zweite Hund beachtet wird und versuch dies zu verhindern, das Verhalten des Menschen zu beeinflussen...


    Auch weniger "dominante" Hunde verteidigen ihre Ressourcen. Zumal "dominant" eine schwierige Umschreibung ist. Ein wirklich domininanter Hund fällt meistens gar nicht wegen Aktionen auf, die man gemeinhin als dominant bezeichnet. Mein Rüde zum Beispiel ist unter Artgenossen ein sehr souveräner Hund. In der Gruppe in der er mitläuft ist er der Hund, der eigentlich den Ton angibt. Alle kuschen vor ihm. Aber er macht sie nicht gefügig dadurch, dass er Amok läuft. :) Ein Blick, eine Pfotenstellung, eine Kopfdrehung, ein Einatmen reichen aus um den anderen Hund sofort in seine Schranken zu weisen. Da ist nichts mit laut auf den anderen stürzen und platt machen. Aber mein Rüde nimmt es durchaus ernst, wenn diejenigen, die ihm sonst zu Füßen liegen ihre Grenzen ihm gegenüber ziehen. Das heißt wenn ihn einer einschränkt, dann nimmt er das so auch hin. Weil er es nicht nötig hat, sich deswegen in eine Auseinandersetzung zu begeben.

    Ein Beispiel: In unserer Gruppe war ein Hund dabei, der leider wenig Grenzen gesetzt bekommt zu Hause. Dieser Hund geriet eines Tages völlig ausser Kontrolle und stürzte sich auf eine Hündin, die nichts mit uns zu tun hatte und eigentlich nur an uns vorbei wollte. Wir haben alle (5 Mann) versucht ihn von dieser Hündin weg zu bekommen, denn er machte wirklich ernst. Wir haben es nicht geschafft, weil die Hündin flüchten wollte und er ist hinterher und wir bekamen beide Hunde nicht zu fassen. Und dann kam mein Rüde dazu. Er ist hin, hat sich zwischen die beiden gestellt und den Angreifer nur angeschaut und der vorher noch hochaggressive Hund ist wie ein Kartenhaus hin sich zusammen gefallen.

    Große Schnauze heißt also nicht auch, dass der Hund dominant ist. Ich habe vielmehr die Erfahrung gemacht, je mehr der Hund das Maul aufreißt, umso unsicherer ist er eigentlich.

    Das mit dem wenig trinken habe ich auch. Auf der Arbeit gehe ich meinen alten Leutchen auf die Nerven, dass sie trinken sollen, aber selbst? Nach 8 Stunden Arbeit fällt mir dann mal ein, dass ich auch mal was trinken sollte und vergesse es meist gleich wieder.

    Es gibt Tage, an denen trinke ich fast gar nichts. Vielleicht mal ein Glas Milch. Ansonsten nichts. Und deswegen habe ich mir angewöhnt immer eine Flasche/Kanne dort stehen zu haben, wo ich mich gerade aufhalte. Sehe ich es, trinke ich auch mehr. Aber sehe ich nichts, trinke ich nichts. Das ist ganz schlimm.

    Ob sie nun wegen der Käfer erbrochen hat, kann ich nicht sagen. Nur schau dir das Trockenfutter mal an. Ich hatte mal so ähnliche Käfer im Trockenfutter.

    Ansonsten gib ihr schwarzen Tee oder Fencheltee (wenn sie sowas annimmt) und lass den Magen sich 24 Stunden erholen. Danach Schonkost und dann ist es hoffentlich durchgestanden. :)

    Bin ich denn nun völlig verwirrt? Sie schrieb doch:

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    Ne Kastration ist ein großer Eingriff in den Körper des Hundes, für nichts und wieder nichts, wenn er bisher keine Probleme (Prostataprobleme, Innenliegender Hoden, "Hypersexualität" oder extremes Belästigen von Hündinnen - wobei Letzteres eindeutig Erziehungs-und nicht Hormon-Problem wäre!) hatte.


    Vielleicht ein Dreher?

    Meiner ist auch nie mit Eiern dran stiften gegangen. :) Der Hund einer Bekannten geht allerdings auch ohne Bömmel noch jeder heißen Hündin her. Genauso kenne ich kastrierte Rüden, die nicht weniger Rüde sind nach der Kastration und ich kenne auch die Neutren.

    Meine Hündin ist kastriert (nicht wegen mir, kam so aus dem Tierschutz) und sie ist in manchen Dingen mehr Rüde als mein Rüde. Die reitet eher auf wie er, sie ist diejenige welche die Pfützen der läufigen Damen findet.

    Man kann nicht von einem Rüden auf alle schließen. Man muss drauf hinweisen, dass es vielleicht nicht alles so verläuft wie man es sich wünscht. Ich verstehe halt nicht, warum man sich ein Tier holt und es dann kastrieren läßt nur weil einem das eventuell auftretende sexuelle Verhalten nicht passt. Ist es ein übermäßiges Verhalten, okay. Aber nur weil er an den Damen interessiert ist... ? Kein valider Grund für mich. Aber das sieht halt jeder anders.

    Mit Dominanz hat das in meinen Augen nichts zu tun. Es ist schlicht und ergreifend Ressourcenverteidigung, was auch nicht viel besser ist. Für Fluffy dreht sich dein Leben nur um ihn und wenn du deine Aufmerksamkeit einem potentiellen Konkurenten schenkst, muss Fluffy aus seiner Sicht eingreifen. Wie genau sieht es denn aus, wenn Fluffy reagiert?

    Als Beispiel bei uns. Ich habe 2 Hunde, bei denen beide Hunde dazu neigen mich als Ressource zu sehen. Das heißt wenn ich den einen Hund streichle, dann kommt es vor, dass sich der andere dazwischen drängelt. Was hat der Drängler davon? Nichts, weil ich ihn erst recht nicht beachte, wird er zu aufdringlich wird er sogar recht massiv von mir abgewiesen. Hund muss halt lernen, dass sich das Leben nicht nur um ihn dreht und das es meine Sache ist, mit wem ich mich gerade beschäftige. Bei meinen Beiden hat es schnell gefruchtet und man mischt sich nicht mehr ein, wenn ich mit einem kuschle.

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    ääähm BieBoss,genauer die Artikel lesen ^^
    die gründe FÜR eine kastration sind Prostataprobleme, nicht gegen :gut:


    Hat sie doch geschrieben. :???:

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    Und bei anderen Hündinnen ist es so, dass die HH sie teilweise dann nicht mehr mit ihm spielen lassen wollen, weil sie nur noch am Boden hocken und winseln bzw. so kurze Schreie ausstoßen, wenn er sich ihnen nähert...


    Glaubst du denn, das wird anders, wenn der Hund kastriert ist? :) Hier ist doch nicht euer Hund das Problem und ihr könnt die Probleme anderer Hundehalter doch nicht mit lösen!

    Weißt du, ihr habt euch für einen männlichen Hund entschieden, der nunmal auch ein sexuelles Lebewesen ist. Genau wie wir Menschen hat so ein Hund ab und an mal Gelüste. Vorteil beim Hund ist, dass diese Gelüste meist nur durch einen Stimulus durch eine läufige Hündin richtig ausgelöst werden. Und nur weil sich ein Hund ab und an ein bisschen sexuell benimmt, finde ich das (für mich) keinen Kastrationsgrund.

    Ob ihr ihn letztendlich kastrieren lasst, ist eure Sache, nur bedenkt das ihr damit unnötig und massiv in die körperlichen Vorgänge eures Hundes eingreift. Je nachdem kann eine Kastration auch sehr nach hinten los gehen.