Beiträge von PocoLoco

    Zitat

    Meine Hündin kommt aus Spanien und brauchte keine Eingewöhnungszeit.


    Aha und weil deine Hündin so unkompliziert war, gilt das automatisch auch für alle anderen Hunde? Dem wage ich doch mal dolle zu widersprechen. Meine Hunde haben sich alle drei auch sehr schnell eingewöhnt. Meine türkische Hündin wohl auch, weil sie am Tag der Ankunft noch unter Beruhigungsmitteln stand. Die Hündin meiner Eltern, ebenfalls Türkin hat Monate gebraucht um sich einzugewöhnen. Jeder Hund ist anders, jeder Hund kommt mit Veränderungen unterschiedlich gut oder schlecht zurecht.

    Zitat

    Idealerweise wird der "neue" Hund mit der Leine durch's Haus/Wohnung geführt!


    Aus welchem Grund? Meine Hunden alle selbständig ihr neues Reich erkunden.

    Zitat

    Sollte ich das nun wirklich aussitzen und warten, bis sie so einen Kohldampf hat, dass sie freiwillig draus frisst?
    - sie hat seit ihrer Ankuft vor 4 Tagen gerademal 3 Portionen gefressen und dabei musste ich mich schon fast aufdrängen.


    Ich würde es tatsächlich aussitzen, da du sicher nicht den Rest ihres Lebens deine Hündin mit der Hand füttern möchtest. :) Kein Hund ist bisher am vollen Napf verhungert. Es prasseln ja viele neue Eindrücke auf sie herein. Meine Türkin hat am Anfang auch eigentlich alles mit spitzen Zähnen gefressen, denn da wo sie herkommt gab es nur Trockenfutter. Aber mittlerweile frisst sie alles was ich ihr gebe ohne groß zu mäkeln. Ich muss noch immer grinsen, wenn ich dran denke wie angewidert sie damals ihre erste Möhre wieder ausgespuckt hat und im Vergleich dazu kann sie es heute gar nicht abwarten eine Möhre zu bekommen. ;D

    Zitat

    Und zwar nimmt sie draussen keinerlei Leckerchen an. Sie scheint so beschäftigt mit ihrer Umgebung, dass sie daran überhaupt nicht interessiert ist. Allgemein ist sie an kaum etwas wirklich interessiert. Sie spielt nicht, nicht einmal im Ansatz, findet Leckerchen nur in der Wohnung ganz gut, zeigt so gut wie keine Reaktion auf Lob (zuminest keine sichtbare wie Wedeln) und bietet mir daher überhaupt keinen Ansatzpunkt, Dinge mit ihr zu üben, sie zu beschäftigen, mich interessant zu machen. (ähnlcihes Verhalten in der Wohnung: 90% der Zeit liegt sie im Korb und schläft oder döst...ich hab totale Bedenken, ihr könnte langweilig sein, aber sie zeigt an nichts wirklich großes Interesse und spielen scheint sie überhaupt nicht zu kennen...? So weiß ich einfach nciht, wie ich sie beschäftigen kann?)


    Das kenne ich auch und auch das wird sich ändern. Am Anfang sind sie einfach zu sehr mit der neuen Umgebung beschäftigt (das ist dann auch Auslastung genug für die erste Zeit) und gar nicht zugänglich für noch weitere Eindrücke wie Leckerlies, oder gar Erziehung. Meine hat Anfangs alle Gräser und Büsche als unbekannte Objekte abgeschnüffelt und ich habe ihr diese Zeit auch gegeben. Zu Hause wurde am Rückruf gearbeitet was recht schnell klappte. Aber draußen beim Hauptgassi war gar nichts drin. Das hat echt ein wenig gedauert. Und die paar Tage die sie erst da ist... :D

    Zitat

    Die anderen Male denke ich, dass sie einfach zum richtigen Zeitpunkt draussen war. Wie sollte ich nun weiter vorgehen? Abwarten, bis sie Anstalten macht, in die Wohnung zu pullern um ihr dann Einhalt gebieten zu können? Sonst lernt sie es doch gar nicht, dass sie drinnen nicht machen soll, oder??


    Meine war von sich aus schon stubenrein, allerdings habe ich sie die ersten Tage wie einen Welpen behandelt in der Hinsicht. Alle Stunde bis 2 Stunden raus. Sie sollte gar nicht erst in die Wohnung machen müssen. Ab da habe ich es dann gesteigert. Im Juli ist sie ein Jahr bei mir und hält bis zu 10 Stunden aus (im absoluten Notfall).

    Zitat

    Sie hatte zuvor in einer Auffangstation mit anderen Hunden im Gehege gelebt (an denen zeigt sie im Übringen auch kein großes Interesse, spielt auch mit ihnen nicht sondern lässt einfach alles über sich "ergehen")


    Es gibt Hunde, die kein großes Interesse an Spiel mit anderen Hunden haben. Es kann auch an der Sozialisierung liegen, wobei gerade die Hunde aus Spanien da eigentlich sehr gut sozialisiert sind. Es kann auch an der momentanen Überforderung liegen (viele neue Eindrücke). Gib ihr Zeit.

    hihi Jetzt habe ich dich verwirrt.

    Also das erste ist ein Zugstopp, das man schnell mal über den Kopf streifen kann und mit der Schnalle selbst bestimmen kann, wie weit es sich zuzieht. Bei meinen ist es so eingestellt, dass es sich soweit zuzieht, dass es beim Rückwärtsgang nicht mehr über den Kopf rutscht. Im Falle meiner Hündin die aus allem anderen rauskam, war dieses das einzig ausbruchsichere Sicherungsmittel.

    Das Zweite ist ein Halsband mit Zugentlastung, welches man mit der offenen Schnalle anzieht und diese dann schließt. Die Zugentlastung ist dazu da, dass kein Zug auf die Schnalle des Halsbandes kommt und so soll wohl ein unbeabsichtigtes Öffnen der Schnalle vorgebeugt werden.

    Also meine Beiden sind die ganze Zeit zusammen geblieben. Nur wenn sie alleine bleiben mussten oder ich nicht aufpassen konnte (Duschen, Schlafen und so) habe ich sie getrennt. Meine Kleine hat gern in ihrer Box geschlafen und da habe ich dann immer die Tür zugemacht. Aber auch nur in den Stehtagen.

    Bei uns war der Stresslevel auch nicht so hoch. Ich denke es liegt viel daran, wie der Rüde allgemein drauf ist und wie oft er schon in der Situation war. Mein Rüde ist nun 6 Jahre und hat immer wieder mit läufigen Hündinnen zu tun gehabt. Er ist überhaupt auch kein Rüde dem man anmerkt, dass Hündinnen im Umkreis wieder läufig sind (habe es dieses Jahr nur anhand meiner kastrierten Hündin bemerkt). Hätte ich einen Rüden der schnell sehr aufdreht sobald der Duft einer läufigen Hündin ihm in die Nase steigt, hätte ich keine intakte Hündin dazu geholt. (Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Die kastrierte Hündin ist eine andere als die nicht kastrierte).

    Nochmal gezielt:
    - wann trennt ihr die Hunde (räumlich, außer wenn ihr sie alleine lasst)?
    Wenn ich die Wohnung verlassen habe, oder ich aus anderen Gründen nicht aufpassen konnte. Also wenn ich geschlafen habe, duschen war etc.

    - was dürfen die Hunde? Kontaktliegen etc.?
    Durften sie uneingeschränkt (haben es aber kaum getan). Auch andere Beschäftigungen ausser wildem Spielen war erlaubt.

    - wann greift ihr ein? was unterbindet ihr?
    Aufreiten des Rüden und der Hündin. Denn das hätte Stress reingebracht.

    - wie hoch ist das Stresslevel für Hündin/Rüde?
    Äusserlich waren beide sehr entspannt. In den Stehtagen gab es den ein oder anderen Versuch mich auszutricksen, nur weil sie dann nervös wurden, habe ich es erst recht mitbekommen. :) Aber es war im großen und ganzen recht cool hier. Es wurde auch nicht versucht irgendwo ein oder auszubrechen nur um zum jeweils anderen zu kommen.

    Mein Rüde ist eine coole Sau was das angeht und es ist nicht auf jeden anderen Rüden übertragbar. Da hilft nur ausprobieren und immer 2 Augen (besser auch mehr) auf die Hunde zu haben.

    Zitat

    Wenn dein Hund was im Maul hat, was er nicht haben soll, dann öffne sein Maul und nimm's ihm ab!
    Ich weiß, das ist wieder ein Extrembeispiel, aber wenn dein Hund nun einen Fleischstück mit Rasierklingen draußen aufnimmt und dir nicht erlaubt, dir das abzunehmen, na dann Gut' nacht...

    Falls du nicht weißt, wie du deinem Hund etwas abnehmen kannst:
    Dafür brauchst du eigentlich genau zwei Finger, die du dem Hund rechts und links möglichst weit hinten (in etwa dort, wo die Mundöffnung aufhört) in den Mund schiebst. Dann muss er automatisch sein Maul öffnen.


    Das ist ein schwieriger Tipp, der in vielen Fällen auch nach hinten los gehen kann. Ich bin dafür dem Hund lieber Nein oder Aus beizubringen, als ihn mit "Gewalt" dazu zu erziehen, die ergatterte "Beute" beim nächsten Mal noch schneller abzuschlucken. Hunde sind nicht blöd und lernen meist die Dinge ganz schnell, die uns eher hinderlich sind. Ich habe bei meiner Welpine ganz genau einmal was auf diese Weise aus dem Maul geholt und sie hat sofort verstanden, dass sie in Zukunft schneller sein musste als ich. Also habe ich das Nein lieber intensiv aufgebaut, worauf hin sie dann alles brav ausgespuckt hat. :ka:

    Zitat

    Es ist GANZ wichtig, dass DU den Ton vorgibst in dieser Zeit. Wenn er schnappt, strafe ihn - welche Methode du da anwendest ist deine Sache. Ich persönlich nutze eine nicht-hündische und halte Maggy das Maul zu (nicht drücken, nur zuhalten). Lasse ich los und sie schnappt aus Trotz nochmal gleich nach, kriegt sie direkt wieder die Hand ums Maul. Du musst unheimlich konsequent sein, sonst kann das echt gefährlich werden. Ein Hund, der lernt, dass er die Dinge alleine regeln darf bzw. MUSS, weil Herrchen/Frauchen es nicht machen, ist mit dieser Aufgabe für gewöhnlich heillos überfordert. Am Ende resultiert sowas dann meistens in Aggressivität und Tierheim...


    Auch diesen Tipp finde ich eher kontraproduktiv. Es mag bei deiner Maggy bisher geholfen haben, es gibt allerdings auch Hunde, die eine solche Behandlung erst wirklich mit Bissen quittieren könnten. Maul zuhalten, körperliches Vorgehen bei einem frechem Hund kann dem Hund unter Umständen auch zeigen, dass man nicht sehr souverän ist und körperliche Strafe als letztes Mittel der Wahl sieht und dann nicht wirklich als Führer in den Augen des Hundes geeignet ist. Du kennst den Hund hier nicht, sondern liest nur was der Besitzer darüber schreibt. :ka:

    Zitat

    Knurrt er dich außerhalb vom Spiel an, unterbinde das auch dringend. Hier geht es nicht darum, das Knurren an sich zu unterbinden, das ist ja grundsätzlich eine Warnung und ein sehr nützliches Signal "Pass auf, wenn du nicht aufhörst nutz ich meine Zähne". Aber er darf überhaupt nicht erst auf die Idee kommen, DICH zu warnen. Er hat zu akzeptieren, was du machst.


    Auch wenn es schon geschrieben wurde: Knurren abzuerziehen ist nur Symptombehandlung und ändert nichts, aber auch wirklich gar nichts am Grundproblem. Wenn ich eine Lungenentzündung habe, dann möchte ich das mein Arzt meine Lungenentzündung therapiert und nicht nur das Symptom Husten oder Fieber. Hierbei ist es wichtig erstmal zu erörtern, warum der Hund nun knurrt. Hat man den Grund muss man am Grund arbeiten und dem Hund nicht ein Kommunikationsmittel aberziehen, nur weil der Mensch sich dadurch in seiner meist imaginären Rolle als Rudelführer angegriffen fühlt. Denn nach der Warnung Knurren stehen dem Hund nur noch 2 Dinge zur Verfügung: Die Flucht nach hinten oder die Flucht nach vorne. Und zumindenst zweites möchte ich nicht erleben. Denn das ist dann ein Abgabegrund und weshalb dann ein Hund als Beisser im Tierheim hockt. Er hat geknurrt, es wurde nicht beachtet oder aberzogen und beim nächsten Mal hat er eben geschnappt... ergo Hund muss weg. :/ Das kann nicht der Sinn von Erziehung sein. :smile:

    Tamita
    Guter Beitrag. :gut:

    Also es ist taktisch schon sehr klug, wenn man den Hund a) ans Allein bleiben gewöhnt und b) ihn tatsächlich auch mal alleine läßt. Niemand hier kann in die Zukunft schauen und es kann (muss nicht) durchaus mal zu der Situation kommen, dass der Hund kurzfristig alleine zu Hause bleiben muss. Wie es hier einem Hundehalter erst vor kurzem passiert ist. Die Mutter musste weg da ein Angehöriger verstorben war und der Hundehalter selber musste arbeiten, konnte den Hund nicht mit zur Arbeit nehmen und musste ihn wohl oder übel alleine lassen, was der Hund mit Zerstörung quittiert hat. Ich finde es sollte schon zur Hundeausbildung gehören, einem Hund zu vermitteln, dass es nicht schlimm ist, ihn auch mal alleine zu lassen. Im Notfall ist es auch das beste für den Hund.

    Zum Thema Rudel: Sind wir ehrlich. Wie oft gibt es echte Rudelhaltung hier in Deutschland? Nur wirklich selten. Manche Halter haben 2 Hunde, sehr wenige mehr als das. Und selbst wenn die 20 Hunde halten, haben die in der Regel kein Rudel, sondern eine vom Menschen zusammengewürfelte Truppe, die sich mehr oder weniger gut miteinander arrangiert. Von daher ist das kein valides Argument in meinen Augen.
    Hinzu kommt, dass der Hund in der Lage ist, sich seinen Menschen als Lebensgefährten anzuschließen und nur in sehr seltenen Fällen einen Artgenossen als Kompanen vermisst. Der Mensch reicht ihm aus. Das ist bei anderen Tieren nicht so. So kann man viele Papageien, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Chinchillas keinen menschlichen Partnerersatz geben. Das ist also eindeutig dem Hund zum Vorteil. Selbst bei Katzen bin ich mir nicht sicher, dass der Mensch als Sozialpartner ausreicht. Einem Hund reicht er schon. Artgleiche, kontrollierte Kontakte natürlich inbegriffen.

    Ich denke es ist keinerlei Diskussion wert, dass Hunde nicht alleine gelassen werden sollten, die nicht ausreichend auf so eine Situation vorbereitet wurden. Punkt.

    Zitat

    gut das ist hier ja ncht ganz so ..leider fühle ich mich oft nun " als nicht stammbaum hundebesitzer" hier oft nur belächelt ...


    Ich habe ja selbst mittlerweile den dritten Mischling und ich kann nicht sagen, dass ich mich, bzw meine Hunde nicht als vollwertige Mitglieder dieser Hundegesellschaft fühle. Ganz im Gegenteil. Ich werde genauso ernst genommen und meine Hunde genauso als nett (vielleicht nicht bei jedem, aber die schreiben dann entsprechend auch nichts, da Optik bei jedem anders gewertet wird) empfunden werden, wie vielleicht Rassehundbesitzer und deren entsprechenden Hunden. Oder meintest du in Spanien?

    Zitat

    ich finde und fand das auch immer : zucht- egal ob von hund katz oder maus ... gehört in verantwortungsvolle hände ....


    Absolut. Das denke ich genauso wie du.

    Zitat

    und die zukünftigen herrchen .... sollten am besten einen haltungsführerschein machen

    ich weiss .... WUNSCHDENKEN ---- aber schön wäre es doch ,oder ?


    bessos

    lenasmummy


    An sich eine gute Idee. Mir macht die Umsetzung da mehr Kopfschmerzen. Wenn ich da an den Sachkundenachweis denken muss, denn ich erbringen musste, dann zweifle ich da an der Notwendigkeit und dem Nutzen. Bin mal gespannt wie und ob man das in Berlin umsetzen wird.

    Süße Mischlinge hocken aber zu Hauf auch in den Tierheimen. Ich glaube nicht, dass es ein erstrebenswertes Leben ist, ins Tierheim zu kommen und jenachdem um welche Mischung es sich handelt, um welche Farbe/Größe/Fellbeschaffenheit es sich handelt, um welche Vorerkrankungen, um welchen Charakter es sich handelt und um welches Alter es sich handelt den Rest des Lebens dort zu verbringen. Bei uns im Heim sitzen ein paar Hunde schon seit Jahren drin und es handelt sich um Mischlinge und sogenannte Kampfhunde. Ich weiß nicht, ob die lieber den Zwinger gegen ein Sofa tauschen möchten...

    Ressourcenverwaltung im Alter von 4 bis 5 Monaten? Meine Kleine konnte in dem Alter nicht mal richtig ihre 4 Beine verwalten, völlig abgesehen von irgendwelchen Ressourcen.

    Aber das heißt nicht, dass sie es nicht versuchen. Sie testen Grenzen, sie stellen Verbote und Regeln in Frage. Man muss als Halter den längeren Atem haben und dem Hund zeigen, dass trotz allen Austestens die Regeln und Grenzen bestehen bleiben. Soll der Hund nicht aufs Sofa, dann geht er auch nicht drauf. Egal wie sehr er knurrt oder versucht zu schnappen.

    Wenn ihr Angst habt das sie euch wirklich verletzen könnte, dann macht eine Hausleine dran, damit ihr beim Wegführen des Hundes den Hund nicht mehr selber anfassen müsst. Und immer wenn sie aufsteht wieder zurück in den Korb bringen. Ihr habt das letzte Wort, nicht der Hund. Und dabei nicht böse oder laut werden, sondern immer wieder stoisch zurück bringen und dem Hund zeigen, dass sie sich nicht durchsetzen kann. Ich habe eine sehr sture Hündin, ich kenne das Problem. Aber wenn die es einmal begriffen haben, dann ist es kein Thema mehr. Löst das Kommando zwischendrin aber auch wieder auf, wenn sie dann mal liegen bleibt.

    Wenn ihr Zweifel habt und euch unsicher seid, dann holt euch Hilfe von einem Hundetrainer. Der kann alles vor Ort beurteilen und euch Tipps geben.