ZitatDie Frage hat Bloch auch in einem seiner letzten Vorträge gestellt
Warum sich gegen das Anwenden von typischen Hundesignalen sträuben, wenn sie doch gut, wenn nicht sogar besser, funktionieren - er bezog sich auf eine hündische Spielaufforderung. Wenn der Hund nicht reagiert - egal. Wenn er spaß dran hat - weitermachen
Ich sträube mich nicht dagegen, ich denke halt nur, dass ich im Gegensatz zu meinen Hunden, welche die Menschliche Sprache (verbal und nonverbal) ab dem Moment mitbekommen, in dem sie sehen und hören können, die hündische Sprache nie wirklich gelernt habe. Ich muss dann halt schon unterscheiden, ob ich meinem Hund damit was gutes tue indem ich so tu als würde ich in seiner Sprache kommunizieren, oder ob ich ihn verwirre, weil ich als Mensch nicht so kommuniziere, wie ich es versuche. Vesteht man was ich meine? Es gibt viel unbewusste Körpersprache mit denen mich mein Hund besser lesen kann, als die Signale, die ich ihm bewusst geben will. Von daher bin ich der Meinung, dass wenn der Mensch versucht hündische Kommunikation zu benutzen, nur eine dritte weitere Sprache erfindet, die beide dann auf die Bedeutung her lernen müssen. Auf gut Deutsch: Der Mensch setzt zum Blocken eigentlich instinktiv eine ähnliche Körpersprache ein, wie der Hund. Sich groß machen, dem Widersacher in den Weg treten, fixieren etc. Das kann ein Hund wunderbar lesen, weil es auf den Punkt genau passiert und der Hund in der Regel die Menschliche nonverbale Kommunikation genauso gelernt hat, wie die hündische: Von Welpenbeinen an. Und nun kommt der Mensch auf die Idee, nonverbal mit seinem Hund zu arbeiten. Das heißt er fängt an über sein tun nachzudenken. Die Signale werden plötzlich überdeutlich gegeben, nicht mehr punktgenau und vielleicht sogar auch falsch. Verwirrt den Hund, den Menschen manchmal auch und schon gibt es entweder Unklarheiten und der Hund weiß nicht mehr was gefordert wird, oder aber beide Parteien lernen diese neue Sprache (der Hund meist schneller als der Mensch).
Deswegen bleibe ich lieber bei meinen menschlichen nonverbalen Signalen, die meine Hunde wunderbar lesen können und fange nicht an sie mit angeblichen Hundekommunikativen Signalen zu ersetzen. Zumal ich eh niemals in der Lage wäre, die Kommunikation detailgetreu nachzuahmen.
Ich bin eben kein Schauspieler, sondern nur die Führungsperson meiner Hunde.
Das ist meine bescheidene Meinung dazu. ![]()